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Zwickt´s mi von Wolfgang Ambros

Kultlied des Austropop

Im Jahr 1975 brachte Wolfgang Ambros das Album "Es lebe der Zentralfriedhof" auf den Markt und spätestens dann war er der König des Austropop, auch wenn viele mit dem Begriff als solches nie richtig glücklich waren. Im gleichen Jahr kam von diesem Album als Single Zwickt´s mi auf den Markt und startete durch.

Zwickt´s mi: Inhalt und Erfolge

Die fröhliche Musik gepaart mit einem zynischen Text über das Alltagsleben der Menschen traf viele Leute ins Herz und die Nummer eins in der österreichischen Hitparade war damit vorprogrammiert und wurde auch erreicht.

Über ein halbes Jahr lang war das Lied in der Hitparade vertreten und auch heute können Kinder das Lied nachsingen, wenn es im Radio gespielt wird, was leider nicht mehr allzuoft vorkommt. "Zwickt´s mi" ist ein typischer Vertreter dessen, was viele als Austropop umschreiben, wenn man mit Austropop Dialektlieder und keine englischen Titel (Opus, Falco) meint. Es geht um das alltägliche Leben der Menschen, den Wahnsinn, dem man stets über den Weg läuft und damit nicht um irgendwelche abgehobenen Geschichten, sondern jene Situationen, die man selbst als Hörer kennt. Ambros verstand es sehr gut, dies musikalisch zu transportieren.

Zwickt´s mi Text

Und wieder fahr i mit der U-Bahn von der Arbeit z`Haus
Draußen regnet`s, innen stinkt`s und i halt`s fast net aus.
Die Leit, ob`s sitzen oder stehn, alle schaun so traurig drein,
i glaub, des kommt vom U-Bahn fahr`n,
des kann doch gar nix anders sein!

Im Wirtshaus triff i immer an, der furchtbar viel erzählt,
Er is so reich, er is so gut, er kennt die ganze Welt.
In Wirklichkeit is er der Letzte, arbeitsscheu und dauernd blau,
dreckig is er, stinken tut er,
kurz er es a echte Sau!

Zwickt´s, i glaab, i tram,
des derf net wohr sein, wo sammer daham?
Zwickt`s mi, egal wohin,
i kann`s net glaub`n, des gibt doch keinen Sinn!
Aber zwick`n hilft halt nix, i steh daneb`n.
Könnt mer net vielleicht irgenwer a Watschn gebn?
Danke, jetzt is mer klor: Es is Wohr, es is wohr.

Die Jugend hat kein Ideal, kein Sinn für wahre Werte.
Den jungen Leuten geht`s zu gut, sie kannen keine Härte.
So reden die, die immer nur kuschen, geldgierig, bestechlich san,
nach`m Skandal dann pensioniert werden,
Kurz a echtes Vorbild san!

Zwickt`s mi, i glaab, i tram,
des derf net wohr sein, wo sammer daham?
Zwickt`s mi, egal wohin,
i kann`s net glaub`n, des gibt doch keinen Sinn!
Aber zwick`n hilft halt nix, i steh daneb`n
Könnt mer net vielleicht irgenwer a Watschn gebn?
Danke, jetzt is mer klor: Es is wohr, es is wohr!

Informationen

Titel: Zwickt´s mi
Interpret: Wolfgang Ambros
Album: Es lebe der Zentralfriedhof
Erscheinungsjahr: 1975
Text und Musik: Wolfgang Ambros, Hans Günter Hausner, Veronika Vane

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Wolfgang Ambros galt und gilt weiterhin als Urgestein des Austropop. Die österreichischen Dialektlieder gab es vorher schon, aber über viele Jahre hat Ambros mit seinen Texten die Herzen der Leute erreicht und vom Bundesheer bis zu Vorurteilen viele Themen aufgegriffen und zum Teil augenzwinkernd thematisiert - mit gelungener Musik und starker Band.

Rainhard Fendrich betrat die Bühne etwas später als Wolfgang Ambros, blickte der Gesellschaft aber ebenfalls sehr genau auf die Finger und hat neben längst klassischen Balladen auch Themen wie Korruption, Urlauberwahnsinn oder Sportreporter aufs Korn genommen.

Georg Danzer hatte jetzt nicht die großen Hitparadenerfolge wie Ambros und Fendrich, aber war einer der aktivsten Liederschreiber überhaupt. Seine Alben sind längst Kult und viele Lieder erreichen die Menschen heute noch mit ihrer ironischen Machart und haben an Aktualität nichts verloren, sei es die Gesellschaftsschichten oder der Umgang mit Skistars.

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Wolfgang Ambros Zwickts miArtikel-Thema: Zwickt´s mi von Wolfgang Ambros

Beschreibung: Das Lied 🇦🇹 Zwickt´s mi von Wolfgang Ambros stammt aus dem ✅ Jahr 1975 und ist ein typischer Vertreter der Austropop-Lieder mit Dialekt aus den 1970er-Jahren.

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