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Kartoffeln oder Erdäpfeln

Viele Vitamine und Nährstoffe

Die Kartoffel, auch Erdapfel genannt, ist das Grundnahrungsmittel Nummer eins. Es ist günstig zu erwerben, was für arme Länder wichtig ist und wird seit vier Jahrtausenden angepflanzt. Es gibt zahllose Namen für dieses Produkt, das, nach Europa importiert, lange Zeit als giftig galt, was natürlich nicht stimmt.

Kartoffel oder Erdäpfel

Kartoffel und Gesundheit

Im Gegenteil: die Kartoffel hilft bei der Vorbeugung vor Krebs und sie hilft gleichfalls bei der Steuerung des Blutdrucks und bei der Stabilisierung des Blutzuckerspiegels. Insgesamt liefert die Kartoffel viele Nähr- und Wirkstoffe, die der menschliche Körper gut gebrauchen kann.

Und die Kartoffel hat einige Überraschungen in sich. So weiß man, dass die Banane eine Kaliumquelle erster Güte ist. Doch Untersuchungen haben herausgefunden, dass eine 200g-Kartoffel mehr als doppelt soviel Kalium zu liefern vermag, als eine mittelgroße Banane. Über 800 Milligramm Kalium wird so zugestellt, mehr als ein Drittel des täglichen Bedarfes.

Gerade Personen mit Bluthochdruck sollten sich an kaliumreicher Ernährung orientieren und da hilft die Kartoffel. Denn, so haben Studien ergeben, mittelfristig kann man sogar so manch Medikament entsorgen, wenn man reichlich Kalium zu sich nimmt, das auf natürliche Weise hilft, den Bluthochdruck zu senken.

Die Kartoffel liefert auch viel Vitamin C. Bleiben wir bei der 200g-Kartoffel. Diese liefert 27 Milligramm Vitamin C, fast die Hälfte des täglichen Bedarfs. Damit kann durch die Ernährung mit Kartoffeln den Erkältungen vorgebeugt werden und gleichzeitig wird auch der Blutzuckerspiegel reguliert. Die Wissenschaft ist noch nicht ganz schlüssig, aber offenbar hilft Vitamin C auch beim Senken des Blutzuckers.

Kartoffel in der Ernährung

Problematik bei der Kartoffel ist die Zubereitung, wenn man sie kocht. Denn beim Kochvorgang werden bis zu 50 Prozent der positiven Wirkstoffe entsorgt. Ein Trick wäre noch, dass man das Wasser, in dem man die Kartoffeln gekocht hatte, für Suppen und ähnliches nützt, um die Wirkstoffe zurückzuholen. Ein besserer Weg, soweit dies möglich ist, wäre es, die Kartoffel zu braten oder zu dämpfen.

Besonders gesund ist übrigens die Schale. Wer Kartoffeln auf den Grill legt, sollte diese nicht schälen. Folienkartoffel, wie sie bei Grillpartys beliebt sind, sind optimal, weil die Schale viele krebserregende Stoffe des Fleisches, wie sie beim Grillvorgang entstehen, ausgleichen kann.

Interessant ist, dass in wirtschaftlichen Analysen und volkswirtschaftlichen Beispielen gerne die Kartoffel als "Arme Leute-Essen" charakterisiert wird. Das heißt, dass Leute mit höherem Einkommen weniger Kartoffeln essen - was aber im Sinne der Gesundheit eine nicht so wirklich gute Idee ist.

Herkunft und Ernte

Die Erdäpfel oder Kartoffel gibt es das ganze Jahr zu kaufen und sind eine beliebte Beilage zu Gemüse oder Fleischgerichte. Aus Österreich bekommt man sie fast auch das ganze Jahr, nur im April wird man eher Importe aus Südeuropa wählen müssen. Aus den anderen EU-Staaten gibt es ganzjährig das beliebte Gemüse.

Inhaltsstoffe und Sorten

Bei den Inhaltsstoffen und beim Brennwert nimmt die Kartoffel eine Sonderstellung ein, denn im Gegensatz zu manchem Obst mit verschiedenen Sorten gibt es bei diesem Gemüse große Unterschiede bei den Wirkstoffen, abhängig von der Nutzung. Die tausenden Sorten von Äpfel haben praktisch die gleichen Werte, bei der Kartoffel ist das ganz anders.

Nimmt man 100 Gramm der Kartoffel, die mit Schale gekocht wurden, dann erreicht man einen Brennwert von 295 kJoule. Die Inhaltsstoffe lauten:

  • 78 g Wasser
  • 14,8 g Kohlenhydrate
  • 2 g Eiweiß
  • 0,1 g Fett
  • 1,7 g Ballaststoffe
  • 433 mg Kalium
  • 10 mg Kalzium
  • 50 mg Phosphor
  • 0,8 mg Eisen
  • 14 mg Vitamin C

Wählt man stattdessen gebratene Kartoffeln, dann hat man schon einen Brennwert von 505 kJoule und folgende Inhaltsstoffe:

  • 65 g Wasser
  • 25 g Kohlenhydrate
  • 3,1 g Eiweiß
  • 1 g Fett
  • 2 g Ballaststoffe
  • 785 mg Kalium
  • 24 mg Kalzium
  • 78 mg Phosphor
  • 1,6 mg Eisen
  • 25 mg Vitamin C

Der Brennwert geht ordentlich in die Höhe, wenn man statt normaler Kartoffel Pommes Frites wählt. Selbst bei gleicher Menge von 100 Gramm beträgt der Brennwert 1.210 kJoule und die Nährwerte lauten:

  • 44 g Wasser
  • 36 g Kohlenhydrate
  • 4,2 g Eiweiß
  • 14,5 g Fett
  • 4 g Ballaststoffe
  • 926 mg Kalium
  • 20 mg Kalzium
  • 112 mg Phosphor
  • 1,9 mg Eisen
  • 30 mg Vitamin C

Und wieder anders sieht es bei den Kartoffelchips mit einem Brennwert von 2.250 kJoule aus. Dort gibt es:

  • 40 g Kohlenhydrate
  • 5,5 g Eiweiß
  • 39,4 g Fett
  • 1.000 mg Kalium
  • 52 mg Kalzium
  • 147 mg Phosphor
  • 2,3 mg Eisen
  • 8 mg Vitamin C

Die Gegenüberstellung zeigt also, dass man mit der Kartoffel nicht wirklich dick wird, es sei denn, man konsumiert zu oft Chips. Die Unterschiede je nach Zubereitung und Verwendung sind schon enorm. Die normal gekochten Erdäpfel oder Kartoffel sind sehr gut und gesund und haben einen geringeren Brennwert als zum Beispiel der Reis - was nicht so viele Menschen vermuten würden.

Was die Sorten betrifft, so gibt es die Kartoffel schon lange und entsprechend viele Sorten wurden angebaut. Man schätzt die Zahl der verschiedenen Kartoffelsorten auf über 5.000 und so gibt es eher runde und eher längliche Kartoffeln, manche sind fast rosa, andere sind sehr dunkel.

Von der großen Zahl der geernteten Kartoffel kommen am Beispiel von Österreich etwa ein Drittel in den Status der Speisekartoffel, ein Viertel verarbeitet die Industrie zu Chips und Fertiggerichte. Der Rest wird als Tierfutter verwendet.

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Kartoffeln / Erdäpfeln

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