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Das Jahrhunderthochwasser 2002

Hochwasser 2002 in Mitteleuropa

Das Hochwasser im Sommer 2002 gilt österreichweit als Jahrhunderthochwasser, obwohl seither weitere Hochwasserkatastrophen Teile von Österreich betroffen haben, die regional fast noch schlimmer waren. Wie schon im Jahre 2002 wird diese Katastrophe, die damals auch große Teile von Deutschland heimgesucht hatte, durch extrem starken Regen über Tage hinweg ausgelöst.

Der Regen alleine ist es aber nicht. Diese Regenfront bleibt regional hängen, das bedeutet, dass die Front nicht abzieht. Durch den starken Regen ist der Boden sehr schnell nicht mehr in der Lage, die Wassermassen aufzunehmen. Stauseen gehen über und müssen geöffnet werden, kleine Bäche werden zu Flüsse, Flüsse werden zu Ströme und ganze Ortschaften versinken im Nass.

Dazu kommt, dass viele Flüsse und Bäche bautechnisch eingeschränkt wurden, sodass die Gewässer keine Möglichkeit haben, sich auszubreiten und der Schaden in den anliegenden Häusern enorm ist. Natürlich gibt es dann heftige Diskussionen über die Grundvergabe der Gemeinden und über mehr Hochwasserschutz, aber solche Diskussionen sind immer zu spät, weil der Schaden schon angerichtet ist.

Unabhängig von Schuld oder Unschuld bei bautechnischen Fehlern war das Hochwasser 2002 tatsächlich eine riesige Katastrophe. Sie betraf in Österreich von Salzburg ostwärts bis Wien viele Gebiete und südlich auch die Steiermark, etwa das Gebiet um Schladming. In Deutschland waren große Teile von Bayern schwer betroffen und später kam es in und um Dresden zu zahlreichen Katastrophen, weil die Elbe immer mehr anstieg und trotz Einsatz tausender Einsatzkräfte und freiwilliger Helfer war man vielerorts gegen die Wassermassen, die aus Tschechien kamen, chancenlos.

Auch in Tschechien und später in Ungarn, Rumänien und Bulgarien gab es Katastrophenzustände. Viele Altstädte in Mitteleuropa beklagten massive Schäden, manche, wie zum Beispiel die Stadt Salzburg, hatten noch Glück im Unglück, aber auch dort hat nicht viel gefehlt und die Schäden wären noch höher ausgefallen.

Ob das nun wirklich mit einem Klimawandel zusammenhängt, ist umstritten. Manche sagen, dass durch die globale Erwärmung mehr Feuchtigkeit in der Luft ist und dadurch stärkerer Regen regional öfter auftreten könnte, der dann zu einem Hochwasser oder Murenabgänge führt. Ein dramatisches Beispiel für diese Aussage ist Mittersill in Salzburg. Dort wurde man bereits beim Hochwasser 2002 heimgesucht und es wurden als Konsequenz zusätzliche Dämme errichtet. 2005 kam es zur nächsten Katastrophe und der neu errichtete Damm hielt nicht stand, weil er für diese Wassermassen nicht vorgesehen war. 2005 waren die Pegelstände noch höher als 2002!

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