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Hochwasser im September 2007 in Österreich

Hochwasser 2007 in Österreich

Es war kein Jahrhunderthochwasser, aber es reichte auch so. Das Hochwasser im September 2007 sorgte für viele angespannte Stunden in den Regionen von Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark, teilweise auch in Salzburg.

Ursache war intensiver Regen in einer Form, wie er nur sehr selten vorkommt. Ein Tiefdruckgebiet war vom Westen über Österreich gezogen und nachdem es Österreich ostwärts wieder verlassen hatte, kam es in wirbelnden Bewegungen wieder nach Österreich zurück und betraf die Osthälfte des Landes.

Mit dem Regen, den das gestärkte Tiefdruckgebiet gebracht hatte, kam auch böiger Wind, der zusätzlich für Schaden gesorgt hatte, auch wenn die Spitzengeschwindigkeiten von über 100 km/h, die angekündigt waren, nicht eingetroffen sind.

Der Regen selbst reichte aber durchaus. In Lunz am See regnete es binnen 48 Stunden über 260 Liter pro m², auch in Reichenau/Rax, in Mariazell, in Wien, in Lilienfeld und weiteren Gemeinden kam es zu Rekordwerten. Die logische Folge dieses intensiven Regens war die Überflutung etlicher Bäche und Flüsse und manche Gemeinden standen unter Wasser.

Besonders betroffen war die Region um Lilienfeld im südlichen Niederösterreich, Ybbsitz und Umgebung und Steyr. In Steyr hatte man bis zu 4,70 m Pegelstand und die Kais standen unter Wasser. Obwohl wieder einiger Schaden entstanden ist, kam man noch mit einem blauen Auge davon. Beim Jahrhunderthochwasser 2002 hatte man einen Pegelstand von über 7 Meter gemessen.

Im Bezirk Lilienfeld waren ganze Siedlungen durch die Traisen bedroht. Nur durch Barrieren mit Sandsäcken konnte knapp aber doch vermieden werden, dass die Siedlungen unter Wasser gesetzt wurden. Weniger Glück hatte man in Ybbsitz. Dort trat die Ybbs über die Ufer und sorgte für Hochwasser in der Gemeinde selbst. Auch die Stadt Ybbs war bedroht.

Entlang der Donau gab es ebenfalls stundenlanges Zittern, denn der Pegelstand erhöhte sich sehr schnell. Bis zu 9,5 Meter waren prognostiziert und der Regen wollte nicht aufhören. Bei Krems und vielen anderen, 2002 schwer betroffenen Gebieten, war man in Alarmbereitschaft, doch in den meisten Regionen kam es zu keinen Überflutungen. Anders sah es bei Klosterneuburg aus, wo die Donau über die Ufer trat.

Ein Glück im Unglück war die Tatsache, dass es in Bayern zwar auch zum Teil stark geregnet hatte, aber eben nicht die Mengen von Ostösterreich und dass es durch die tiefen Temperaturen in den Alpen geschneit hatte. Wäre es wärmer gewesen, dann wäre dieses Regenwasser schnell zu Tal geronnen und es hätte mehr Wasserzufuhr vom Westen zur Donau und den anderen Flüssen gegeben.

In den Alpen hatte man mit anderen Problemen zu kämpfen, denn es fiel regional bis zu einem Meter Schnee und viele Betriebe hatten Probleme, ihr Vieh von den Almen zu bekommen, damit es nicht verhungert.

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