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Dynamic Pricing

Nicht nur ein Preis pro Ware

Das Einkaufen im Internet per Online-Shops wird immer beliebter und es ist ja auch praktisch, weil man keinen Stau aushalten muss und man bekommt mittlerweile fast alles angeboten. Aber es zeigt sich in der Praxis, dass man vorsichtig sein muss, um nicht teurer einzukaufen, als nötig wäre. Während im Gassengeschäft viele strenge Regeln gelten, gibt es im Internet freiere Möglichkeiten bei der Preisgestaltung und zusammengefasst werden diese mit dem Begriff des Dynamic Pricing.

Definition Dynamic Pricing

Darunter ist ein Verfahren zu verstehen, durch das je nach Nutzer und bestimmten Informationen der Preis unterschiedlich angezeigt werden kann und auch darf. Das heißt, dass es sein kann, dass am Vormittag ein TV-Gerät günstiger ist als am Nachmittag oder dass einem Nutzer ein technisches Gerät günstiger angezeigt wird als einem anderen Nutzer - obwohl es sich um die gleiche Ware handelt. Das bedeutet, dass es nicht den fixen Preis gibt, den man annehmen würde, sondern dass dieser angepasst wird.

Angebot und Nachfrage werden hier so gehandelt, dass man dem möglichen Konsumenten jenen Preis bietet, von dem man annimmt, dass dieser bereit ist, den Preis auch zu bezahlen. Und die Online-Shops wissen eine Menge über die Besucherinnen und Besucher, was ihnen die Möglichkeit bietet, Profile anzulegen. Wesentlich sind technische Informationen und gerade bei der Technik kann man auch große Unterschiede feststellen. Wenn jemand mit einem alten Betriebssystem einen Online-Shop ansteuert, wird er vielleicht günstigere Preise angezeigt bekommen als jemand, der mit dem neuesten Smartphone den Besuch absolviert.

Die Idee dahinter ist jene, dass der erste Besucher nur gelegentlich technische Produkte kauft und sich mit älteren Versionen auch zufrieden gibt. Hier wird man nicht so schnell einen Kauf erreichen können und bietet günstiger an. Der zweite Besucher mag aber immer das Neueste haben und ist dafür auch bereit, mehr zu bezahlen.

Plan B gegen Dynamic-Pricing

Eine Idee könnte sein, dass man die Cookies ablehnt, durch die gespeichert wird, wann man das letzte Mal zu Besuch war, aber da es viele andere Möglichkeiten der Speicherung von Daten gibt, ist das nur bedingt hilfreich.

Ein wirklicher "Plan B" gegen zu hohe Preise ist der Preisvergleich mit verschiedenen Spielregeln. So kann man sich das gewünschte Produkt zu verschiedenen Tageszeiten anschauen und vergleichen. Interessant ist auch, dass man sich als Kunde im Online-Shop bewegt und die Preise notiert und dann bewusst das Ausloggen wählt, um als neutraler Besucher sich die Preise nochmals anzuschauen. Dabei kann es durchaus einige Aha-Erlebnisse geben.

Ebenfalls ein gerne genannter Tipp ist der Vergleich der Preise mit verschiedenen Geräten. So kann man den Online-Shop mit dem Desktop-PC besuchen und schaut sich die Produkte mit dem Smartphone nochmals an. Tests haben ergeben, dass die Preise sich hier durchaus unterscheiden können - selbst zur gleichen Tageszeit.

Letztlich sollte man sich darüber im klaren sein, dass die Preise längst nicht mehr fix sind. Sie können teurer werden, um die möglichen Käuferinnen und Käufer unter Druck zu setzen, aber auch günstiger. Vor allem das persönliche Profil und die Einkaufsgewohnheiten sind Kriterien, wonach der Preis festgelegt wird. Und viele Preise ändern sich auch so ohne Kriterium des Kunden und daher ist es tatsächlich eine sehr dynamische Preisgestaltung, die man im Internet antreffen kann.

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