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Requisiteur bei Film und Fernsehen

Zuständig für angreifbare Gegenstände am Set

Die Basis aller Dreharbeiten für Kinofilme und TV-Produktionen ist das Bühnenbild. Durch das Zusammenspiel von Regisseur, Produzent, Produktionsdesigner, Set-Designer, Bühnenausstatter und Dekorateure werden die Bühnenbilder entwickelt, geplant und gebaut. Teppiche werden verlegt, Wandbilder angebracht, eine Vase aufgestellt und das Design perfektioniert.

Was noch fehlt, damit die Dreharbeiten durchgeführt werden können, sind die Ergebnisse der Requisite. Zuständig dafür ist der Requisiteur.

Was ist ein Requisiteur?

Der Requisiteur unterscheidet sich vom Dekorateur dadurch, dass der Dekorateur Dinge organisiert und aufbaut, die für die Vision des Bühnenbildes relevant sind wie Bodenbelag, Wandtapete, Möbel und vieles mehr.

Der Requisiteur hingegen ist für jene Gegenstände verantwortlich, die von den Schauspielerinnen und Schauspieler in die Hand genommen werden. Das kann ein Buch sein, das kann ein Apfel sein, in den genussvoll in einer Szene hineingebissen wird, das kann auch eine Waffe sein, mit der ein Kampf ausgetragen wird.

All diese Gegenstände werden vom Requisiteur erstellt oder beschafft, damit sie bei den Dreharbeiten zur Verfügung stehen. Damit ist Kreativität gefragt, wobei man sich mit dem Regisseur und auch mit den Schauspielerinnen und Schauspeiler abspricht. Der Regisseur hat eine gewisse Idee, wie die Dinge aussehen sollen, die Schauspielerinnen und Schauspieler sind vor allem daran interessiert, dass die Gegenstände praktisch sind, beispielsweise dann, wenn man eine Waffe unter der Kleidung verstecken soll.

Spannend ist die Aufgabe des Requisiteurs auch bei den Dreharbeiten selbst, denn wenn ein Gegenstand doch nicht entspricht, muss man schnell eine Alternative anbieten können, damit die Dreharbeiten nicht ins Stocken geraten.

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Wenn man sich eine 40-minütige Folge einer TV-Serie ansieht oder gar einen ganzen Kinofilm, dann fallen Drehorte auf, man weiß, wer Regie geführt hat und wer mitgespielt hat, aber viele Arbeiten kennt man gar nicht.

Was man weiß ist, dass es ein Casting braucht, um die nötigen Schauspielerinnen und Schauspieler zu finden. Das gilt nicht nur für die Hauptrolle und oftmals gleichzeitig Titelrolle, sondern vor allem auch für viele Nebendarsteller, die als Statisten zu sehen sind und etwa in einer Krimifolge im Kaffeehaus zusammensitzen oder im Hintergrund durchs Bild laufen.

Die Hauptverantwortlich liegt beim Regisseur, der mitunter auch als Produzent agiert, meist ist der Produzent eine eigene Person. Der Regisseur kann zwar bestimmen, wie der Film gedreht wird, aber er kann nicht alles alleine machen. So gibt es verschiedene Abteilungen je nach Größe der Produktion und das Produktionsmeeting zum Abstimmen der Aktionen, etwa auch mit dem Produktionsdesigner besonders am Beginn der Zusammenarbeit. Das Gegenteil vom Produktionsmeeting ist die Spotting-Session als Nachbesprechung.

Der Regisseur oder Produzent braucht etwa einen Location Manager mit der Verantwortung für die Location also den eigentlichen Drehort für eine Szene. Er braucht aber noch viel mehr und hier kommen die Details zum Tragen, die man kaum wahrnimmt.

Die Ausstattungsabteilung umfasst etwa den Bühnenausstatter samt der Werkstatt für Bühnenbilder und den Set-Designer für die genaue Darstellung des Drehorts. Der On-Set-Dekorateur ist beim Dreh selbst dabei und kann sehr schnell Korrekturen anbringen, wenn dies erforderlich sein sollte. Der Requisiteur ist ebenfalls wichtig und liefert Dinge, die man beim Dreh angreifen kann. Wenig bekannt ist der Gold Room als wichtige Lagerhalle.

Die Kostümabteilung mit dem Kostümdesigner ist auch für den Gesamteindruck eine wichtige Unterstützung. Selbst bei der Auswahl von Jeans und T-Shirt für junge Leute in Serien braucht es eine richtige Auswahl und erst recht bei Filme von Science Fiction bis zum mittelalterlichen Ritterfilm.

Beim Dreh selbst gibt es zwei wichtige Begriffe mit der Bluebox als Leinwand, die später gefüllt werden kann wie etwa bei Trickaufnahmen und mit der Second Unit als zweites Drehteam, damit man schneller das nötige Filmmaterial schaffen kann.

Ist der Dreh abgeschlossen, dann kommt es zur Nachbearbeitung oder Postproduktion. Die Geräuschkulisse wird überarbeitet, der Sound-Designer kümmert sich um den richtigen Ton und dabei wird auch mit Source Cue gearbeitet. Miniaturen werden für nachträgliche Trickaufnahmen eingesetzt, speziell bei besonderen Filmen mit futuristischen oder historischen Gesamtansichten. Manchmal gibt es auch nach Abschluss der Hauptarbeit nachträgliche Drehtag, genannt Pick-Ups.

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Requisiteur bei DreharbeitenArtikel-Thema: Requisiteur bei Film und Fernsehen

Beschreibung: Der 🎬 Requisiteur bei Film und Fernsehen ist zuständig für alle Gegenstände bei Dreharbeiten, die von ✅ Schauspielern angegriffen werden können.

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