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Entstehung eines Sterns

Wissensstand um die Entwicklung neuer Sterne im Weltall

"Hoppla, da bin ich" ist nicht das Konzept, das sich im Weltraum abspielt, wenn ein neuer Stern entsteht. Der Prozess, bis ein Stern wirklich als geboren bezeichnet werden kann, kann einige Millionen Jahre dauern und durchläuft mehrere Phasen, bis ein Gebilde Tatsache ist, wie unsere Sonne.

Entstehung eines Sterns: Materie und Gravitation

Grundsätzlich braucht es Materie, damit ein Stern entstehen kann. Deshalb ist das auch nicht überall möglich, weil im Universum die Materie nicht in gleichen Mengen an allen Plätzen auftritt. Stattdessen gibt es Materieansammlungen, die unter günstigen Bedingungen durch die Gravitation einen Prozess des Verdichtens beginnen.

Das bedeutet, dass Staubteilchen oder auch Gasansammlungen verschieden im Weltraum zu finden sind. Wenn man an das Sonnensystem denkt, dann gibt es jede Menge Material im Kuipergürtel am äußeren Ende des Systems und auch den Asteroidengürtel - Material wäre also genug vorhanden, aber die Bedingungen passen nicht, dass sich daraus ein weiterer Planet bilden könnte. Für einen Stern reicht es ohnehin gar nicht, denn mit diesem Material können nur Planeten entstehen. Für den Stern braucht es eine interstellare Wolke mit der bereits angesammelten Materie.

Die Schwerkraft oder auch Gravitation ist eine Grundvoraussetzung für die Schaffung eines neuen Himmelskörpers und das gilt für Sterne wie für Planeten. Durch die Gravitation werden die vorhandenen Teilchen zusammengeführt und zusammengepresst. Je größer diese Teilchen (man spricht auch oft vom Verklumpen) werden, umso größer wird auch der Gravitationsdruck. Kleine Teilchen werden angezogen und vereinigen sich mit dem bisher entstandenen Objekt und so wird dieses immer größer.

Von der Materie zum Protostern

Als Folge entsteht eine molekulare Wolke, die die eigentliche Ausgangsbasis für einen neuen Stern darstellt. Nach Jahrmillionen kann durch eine der Wissenschaft noch umbekannte Kraft diese Wolke in viele kleine Teile zerlegt werden, die man als Gasklumpen umschreibt. Aus diesen Teilchen entsteht der Protostern, der als Vorstufe des neuen Sterns bezeichnet werden kann.

Der Protostern unterliegt inneren Kräften und der Schwerkraft und aus diesem Kräfteverhältnis entwickelt sich der eigentliche Stern. Zu sehen sind Protosterne sehr schwierig, weil sie von Gasschichten verdeckt werden. Der Protostern selbst beginnt zu rotieren und entwickelt viel Wärme und Druck, wodurch die Wolke kollabiert und im Inneren bildet sich Wasserstoff.

In der Endphase nehmen Temperatur und Druck so stark zu, dass die für die Entstehung des Sterns nötige Wasserstofffusion beginnt - damit wird ein neuer Stern geboren. Die Wasserstofffusion ist nämlich die Vereinigung von Protonen zum Heliumkern. Vier Protonen werden zu einem Heliumkern, wobei es zu einem Massenüberschuss kommt, weil der Heliumkern weniger Masse hat als die vier Protonen. Dieser Überschuss wird zu Energie und diese Energie ist die Basis des Lebenszyklus eines Sterns. Kommt es nicht zu diesem Energieausstoß, dann gibt es auch keinen Stern, wobei es nicht ein einmaliger Prozess ist, sondern eine fortwährende Reaktion im Inneren - also auch innerhalb unserer Sonne, wodurch das Licht erst durch das Sonnensystem strahlen kann.

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