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Aufwandskonto in der Buchführung

Kosten für die Gewinnermittlung

Das Erfolgskonto ist der Überbegriff und die finale Lösung in der Gewinnermittlung und somit auch in der doppelten Buchhaltung. Der Klassiker schlechthin ist das Gewinn- und Verlustkonto, meist einfach GuV-Konto abgekürzt, in dem alle Kosten und alle Erträge gegenübergestellt werden. Damit dies möglich wird, braucht man entsprechende Unterkonten und die Ertragskonten für die Einnahmen sowie die Aufwandskonten für die Ausgaben.

Aufwandskonto in der Buchhaltung

Ein Aufwandskonto funktioniert genauso wie jedes andere Konto in der doppelten Buchhaltung mit der Soll-Seite und der Haben-Seite für die Einträge. Allerdings gibt es einen wesentlichen Unterschied zu den Bestandskonten, die von Jahr zu Jahr mit ihrem Wert zum Jahresende übertragen werden, denn die Aufwandskonten werden so wie die Ertragskonten auch abgeschlossen, aber gegen das bereits genannte GuV-Konto gegenverrechnet, womit sich das Konto auflöst.

Einfaches Beispiel: im Laufe eines Jahres wurde Büromaterial in Höhe von EUR 5.000,-- eingekauft und in gleicher Höhe wird der Saldo auf der Haben-Seite gebildet und mit dem GuV-Konto gegenverrechnet. Das Konto Büromaterial hat sich damit erledigt und ist abgeschlossen. Im nächsten Jahr wird mit dem ersten Einkauf von Büromaterial das Konto als Aufwandskonto neu angelegt. Ein Übertrag von Jahr zu Jahr wie beim Bestandskonto ist nicht vorgesehen.

Das bedeutet auch, dass der Saldo genau dokumentiert, wie hoch der jeweilige Kostenanteil war. Man kann mit den Kosten des Vorjahres vergleichen, aber es gibt den Übertrag nicht und das Konto wird jedes Jahr aufs neue angelegt, sobald man es benötigt. Es ist also auch gut möglich, dass man in einem Jahr 20 Aufwandskonten nutzt, im nächsten Jahr aber nur fünf Stück, weil man weniger eingekauft hat.

Beispiele für Aufwandskonten

Die Liste der Aufwandskonten ist sehr lang, denn es gibt je nach Unternehmen auch viele entsprechende Geschäftsfälle. Büromaterial wurde bereits genannt, auch der Mietaufwand ist ein Klassiker und so gibt es viele Gebühren und Kosten, die im Laufe eines Jahres anfallen und über die Aufwandskonten abgewickelt werden. Postgebühren ist so ein Beispiel, Bankgebühren ebenso. Dazu kommen auch die zahlreichen Aufwände im Zusammenhang mit der Personalverrechnung.

Ein wichtiges Aufgabengebiet erfolgt auch im Rahmen der Bilanzarbeiten am Ende eines Jahres, denn die Abschreibungen wie für Gebäude oder Grundstücke und Maschinen erfolgen ebenfalls über die entsprechenden Aufwandskonten. Sind die Abschlussarbeiten in Sachen Aufwände und Erträge erledigt, dann erfolgt die Übertragung auf das GuV-Konto, um festzustellen, ob es einen Gewinn oder einen Verlust im aktuellen Jahr gab. Ein Gewinn erhöht das Eigenkapital, ein Verlust reduziert das Kapital.

Buchungen am Aufwandskonto

Wenn etwa Büromaterial eingekauft wird, dann wird auf dem Aufwandskonto stets im Soll gebucht. Gibt es Retouren oder Gutschriften, dann wird der Geschäftsfall gedreht und es wird im Haben gebucht, um den Betrag zu korrigieren. Abgeschlossen wird das Konto im Haben mit dem Saldo gegen das GuV-Konto. Ein Soll-Saldo ist theoretisch möglich, praktisch aber eigentlich undenkbar. Das wäre dann der Fall, wenn man mehr Gutschriften erhalten hat, als tatsächlich eingekauft wurde.

Daher:

  • Einkauf/Vermehrung im Soll
  • Gutschrift/Retouren im Haben
  • Endsaldo gegen GuV-Konto im Haben (zum Jahresende)

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Die wesentliche Grundlage der Buchhaltung ist das Konto mit seinen beiden Seiten von Soll oder Aktiva und Haben oder Passiva für die doppelte Buchhaltung. Jedes Konto hat für eine bestimmte Thematik Platz sei es für Wareneinkäufe, Abschreibungen oder für die Immobilien und daher untergliedert man die Konten nach Bestandskonten für die Bilanzsummen (Vermögen, Kapital) und die Erfolgskonten für Kosten und Erträge, um Gewinn oder Verlust zu ermitteln. Ebenfalls notwendig sind die Bilanzkonten für die Übertragung der Bilanzsummen.

Daher gibt es eine ganze Menge an Konten, abhängig davon, wie groß das Unternehmen ist und in welchem Bereich man tätig ist. Ein Produzent oder ein Händler hat ganz andere Situationen als ein Dienstleister. Gleich ist aber, dass die Konten in einem Kontorahmen festgelegt sind, damit es eine Struktur gibt, welche Konten wo für welchen Zweck zu finden sind. Und gleich ist auch die Methodik der Anwendung. Am Ende einer Periode wird der Saldo gebildet, um das Ergebnis übertragen zu können.

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    Buchhaltung AufwandskontoArtikel-Thema: Aufwandskonto in der Buchführung

    Beschreibung: Das Aufwandskonto wird in der Buchführung benötigt, um die Kosten für die Aufwende während des Jahres für die Gewinnermittlung zu erfassen.

    letzte Bearbeitung war am: 14. 10. 2020