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Asteroidengürtel im Sonnensystem

Bereich zwischen Mars und Jupiter

Die Astronomen hatten ein großes Problem: sie kannten den Mars und sie kannten den Jupiter, aber dazwischen musste doch noch etwas sein, denn der Abstand zwischen diesen beiden Planeten im Sonnensystem ist gigantisch.

Denn dass der Raum zwischen den beiden Planeten mit einer Distanz von 480 Millionen Kilometer komplett leer sein sollte, wollte man auch im 18. Jahrhundert nicht glauben und die Annahme wurde auch bestätigt, denn mittlerweile weiß man, dass sich hier der Asteroidengürtel befindet.

Asteroidengürtel im Sonnensystem

Als Asteroidengürtel wird diese Zone des Sonnensystems deshalb bezeichnet, weil sich hier tausende Asteroiden befinden. Ein Asteroid ist ein kleiner Himmelskörper, der aus Gestein und Metall besteht. Es gibt neben den Asteroiden auch Meteoroiden, wobei der Unterschied in der Größe zu finden ist. Ein Meteoroid hat einen Durchmesser von maximal 50 Metern und verglüht in der Erdatmosphäre, wenn er die Erde ansteuern sollte.

Trifft ein Asteroid auf die Erde, könnte die Folge fatal sein. Natürlich bietet uns Hollywood dazu einige Katastrophenfilme an, doch in der Realität lassen sich die Asteroiden wohl nicht durch eine Sprengung aufhalten. Man nimmt nach wie vor an, dass der Einschlag eines Asteroiden das Ende der Dinosaurier bedeutet. Als Grundlage hat man den Einschlagskrater auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan gefunden. Dieser Krater hat eine Dimension von 300 Kilometer und zeigt die Wucht, mit der Asteroiden einschlagen können. Interessant ist dabei der Name Asteroid, der als sternähnlich übersetzt werden kann, wobei mit Sternen wie der Sonne haben diese Himmelskörper wenig gemeinsam. Doch der Ausdruck hat sich längst durchgesetzt, die Himmelskörper werden aber auch als Kleinplaneten definiert.

Kleinplaneten im Asteroidengürtel

Im Asteroidengürtel wurden bereits tausende Asteroiden in einen Katalog aufgenommen, wobei ständig neue Himmelskörper hinzugefügt werden. Ceres wurde als bisher größter Asteroid erkannt und weist einen Durchmesser von knapp 1.000 Kilometer auf. Ceres war auch im 18. Jahrhundert als einer von vier großen Asteroiden entdeckt worden. Lange Jahre galten die vier als einzige Himmelskörper zwischen Mars und Jupiter, bis 1845 Astrea entdeckt wurde. Von da an wurden immer mehr solcher Asteroiden in unterschiedlicher Größe entdeckt und der Begriff des Asteroidengürtels bekam einen Hintergrund.

Man nimmt an, dass der Asteroidengürtel deshalb entstand, weil ein Planet zerstört wurde - warum oder wie auch immer. Allerdings haben Astronomen festgestellt, dass durch die sehr kleinen Asteroiden, die sich im Gürtel befinden, kaum mehr als ein Planet von der Größe des Erdmondes erschaffen lassen würde. Dieser Prozess konnte aber nicht geschaffen werden, weil die Schwerkraft des Jupiters dies offenbar verhindert hat. Mehr noch: man nimmt weiters an, dass dieses Material, das heute in Form der zahlreichen Asteroiden besteht, noch viel häufiger aufgetreten war, aber durch die Anziehungskraft des Jupiter zu diesem hingezogen wurde. So lassen sich auch die vielen Monde erklären, die rund um den Jupiter kreisen.

Die Asteroiden kreisen in oft elliptischen Bahnen um die Sonne, viele halten sich in der Nähe von den Planeten wie Jupiter oder Saturn auf und andere sind auf Kollisionskurs. Die elementare Gefahr von Asteroiden hat die Forscher dazu bewogen, alle möglichen Kollisionen im Vorfeld zu ermitteln, denn die Gefahr ist groß, dass es zu einem Einschlag auf der Erde kommen kann.

Oftmals sind Berechnungen von Einschläge wieder korrigiert worden. So gab es die Warnung, dass 2019 der Asteroid 2002 NT7 die Erde treffen könnte, doch in der Zwischenzeit hat man Entwarnung gegeben, weil neue Berechnungen dies nicht bestätigen konnte.

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