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Zahlt sich ein BWL-Studium überhaupt aus?

Große Angebote, aber Planung erforderlich

Manchmal belächelt, von einigen als Schnösel mit Gelfrisur betitelt oder als Streber abgestempelt werden BWL Studenten auch oft als Leitungsträger geadelt.

Doch garantiert das BWL Studium wirklich eine anschließende große Karriere? Und ist jedem Betriebswirt nach dem Studium ein fester Job sicher? Diese und weitere Fragen beantwortet folgender Artikel.

lohnt sich das BWL-Studium?

Bildquelle: Bild von Jan Steiner auf Pixabay

Was sagen die Zahlen?

Im Jahr 2017 haben 35.000 Menschen in Österreich ihr Studium an einer öffentlichen Universität abgeschlossen. Dabei rankten auf Platz 2 der Beliebtheitsskala neben den Geisteswissenschaften mit 8.500 Absolventen, die Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, zu denen auch das BWL Fach zählt. Gefolgt von 5.700 Wirtschaftswissenschaftlern, welche die Fachhochschule besucht haben.

Was macht Österreich mit all den Betriebswirten? Auch wenn man sie auf den Listen der gesuchten Berufe nur durch die Steuerberater vertreten findet, nehmen Betriebswirte im Arbeitsmarkt einen großen Raum ein. Das zeigen die Zahlen aus Deutschland, wo es 2008 nur 1,13 Millionen Beschäftigte mit einem betriebswirtschaftlichem Studium Abschluss gab und diese Zahl bis 2017 auf 1,78 Millionen angestiegen ist.

Tatsächlich ist auch in Übersee das Business Studium mehr denn je gefragt. In der vom US-Arbeitgeberbewertungsportal Glassdoor jährlich herausgegebenen Liste der besten Jobs in Amerika befanden sich unter den Top Ten für 2019 drei, die man zur Domäne der Betriebswirte zählen darf:

  • Marketing Manager
  • Produkt Manager
  • HR-Manager

Der Produkt Manager zählt hier mit einem Jahreseinkommen von 115.000 Dollar (103.500 Euro - 2019) zu den Top-Verdienern.

Die großen Möglichkeiten ergeben sich aus der Vielseitigkeit

Der große Vorteil eines Bachelor Studiums in Betriebswirtschaftslehre liegt in der Vielseitigkeit und dem Trend stupidem Auswendiglernen entgegenzuwirken wie zum Beispiel die Mitwirkenden von Studienretter.de beweisen. Damit stehen ihnen Job in nahezu allen Branchen zur Verfügung. Nicht nur als Unternehmensberater und Wirtschaftsprüfer, im Rechnungswesen und Vertrieb, sondern auch im Bereich Personal und Management.

Mittlerweile bewegen sie sich nicht nur in elitären Kreisen von großen Unternehmen, sondern werden auch vermehrt von kleinen und mittleren Unternehmen gesucht.

Möglichkeiten durch das BWL-Studium

Bildquelle: Bild von Igor Link auf Pixabay

Die Spezialisierung ist wichtig und gut zu planen

Für angehende Manager ist es wichtig sich rechtzeitig Gedanken über eine Spezialisierung zu machen. Diese sollte zum einen zu den eigenen Interessen passen und zum anderen an den Arbeitsmarkt und dessen Prioritäten angelehnt sein. So hat man an der Universität in Innsbruck die Möglichkeit aus 6 Masterfächern auszuwählen, wobei sich hier das strategische Management geradezu anbietet. Auch IT affine Studenten werden mit der weiterführenden Wirtschaftsinformatik dem Zeitgeist gerecht und gerade in diesem Bereich sind im Zuge der Digitalisierung dem zukünftigen Master alle Türen und Tore weit geöffnet. Und auch die Fächer Banking und Finance führen in zukunftsträchtige Berufsfelder.

Die Möglichkeiten zur Spezialisierung sind auf dem Wiener Welthandelsplatz sogar noch umfangreicher. Die Wirtschaftsuniversität in Wien bietet mit ihren 15 Masterstudiengängen wie Wirtschaftsrecht und Marketing, Internationales Management oder Supply Chain Management moderne Studiengänge an. In vielen Masterfächern ist die Amtssprache englisch, sodass man am Ende wirklich für einen weltweiten Einsatz vorbereitet ist. Denn international aufgestellt ist die Betriebswirtschaft schon seit einiger Zeit. Und die wachsende Zahl der Joint – Degree – und Double-Degree-Programme machen zusätzlich Lust auf eine internationale Karriere.

Ein anderer Trend – die Interdisziplinarität

Ein weiterer Trend ist die zunehmende Verknüpfung mit anderen Fächern, um dem geistlosen Bulimie-Lernen, welches immer wieder von Kritikern beklagt wird, zu entgehen.

Dafür liefert die Universität in Wien ein Musterbeispiel – den Masterstudiengang „Philosophy an Economics“. Er ist an der Wiener Universität im Wintersemester 2019/2020 gestartet mit dem Ziel, keine reinen Zahlenmenschen heranzuzüchten, sondern kreative Denker zu formen.

BWL-Studium mit Erweiterung

Bildquelle: Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

An der Universität in Salzburg geht man einen Schritt weiter und macht aus dem Duo ein Trio, in dem man „Philosophie, Politik und Ökonomie“ verbindet und in Klagenfurt gibt es sogar die Bachelor Kombination „Wirtschaft und Recht“.

So wird aus einem Student ein Star

Bei den modernen Unternehmen kommt der Blick über den Tellerrand immer besser an. So ist die Kombination von wirtschaftlichen und rechtlichen Kenntnissen gerade in Zeiten von Start Ups immer stärker nachgefragt und mit einem solchen wird man dann vom Studenten auch mal schnell zum Star im eigenen Unternehmen.

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    Infos zum Artikel

    Studium von BWL oder BetriebswirtschaftslehreArtikel-Thema: Zahlt sich ein BWL-Studium überhaupt aus?

    Beschreibung: Was sagen die Zahlen zur Zukunft von BWL Studenten? Große Auswahlmöglichkeiten und enorme Vielfalt für BLW-er Gute Planung durch Spezialisierung

    letzte Bearbeitung war am: 18. 06. 2020