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Erdbeben und Transformstörung

Vorbeigleiten zweier Erdplatten als Grund für Erdbeben

Neben der Subduktionszone und der Riftzone gibt es in der Plattentektonik auch die Transformstörung, die Erdbeben entstehen lassen kann. Die Erdplatten sind ständig in Bewegung und wenn zwei Platten aneinander vorbeiziehen, dann erzeugen sie Reibung mit großem Druck. Aus dem Druck bildet sich viel Energie, die Erdbeben auslösen kann.

Transformstörung und Erdbeben

Eine Transformstörung ist also immer dann gegeben, wenn zwei Erdplatten nicht frontal kollidieren und sich nicht eine Platte unter die andere schiebt, sondern wenn sie seitlich verschoben werden. Simpel ausgedrückt bewegt sich die eine Platte nach links und die andere nach rechts. Ein Beispiel dafür ist Neuseeland, das immer wieder von Erdbeben heimgesucht wird.

Neuseeland befindet sich direkt an der Grenze zwischen der Pazifischen Platte im Osten und der Australischen Platte im Westen. Die Indisch-Australische Platte bewegt sich jedes Jahr in Richtung Nordost, während die Pazifische Platte sich in Richtung Südwest bewegt. Die beiden Platten bewegen sich also Plattengrenze an Plattengrenze anliegend aneinander vorbei und erzeugen dabei Spannungen, Druck und somit Energie. Neuseeland ist schon häufig von Erdbeben betroffen gewesen und das wird auch in der Zukunft aufgrund dieses Plattenverhaltens so bleiben.

Unterschiedliche Reaktionen

Manchmal baut sich nur wenig Energie auf und das Erdbeben wird wohl gespürt, erzeugt aber keine Gefahrenmomente, aber wenn sich viel Energie aufgebaut hat, kann es ein heftiges Erdbeben geben oder manchmal auch eine Serie von starken Erdbeben. Dann treten wieder längere Ruhephasen ein, bis der Druck so hoch geworden ist, dass es zu einer Entladung kommt. Manchmal lässt sich ein solches Erdbeben zumindest vermuten, eine genaue Vorhersage ist aber selten möglich. Erdbeben halten sich nicht an Statistiken und Regelmäßigkeiten.

Ein weiteres Beispiel für die Transformstörung ist Mittelamerika. Dort gibt es bereits die Kollision zwischen der Karibischen Platte und der Pazifischen Platte und zusätzlich bewegt sich die Karibische Platte entlang der entgegengesetzt bewegten Nordamerikanischen Platte und sorgt für weitere Spannungen, wodurch Energie aufgebaut wird, die sich in Erdbeben entlädt.

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Die Entstehung eines Erdbebens ist sehr ähnlich der Entstehung eines Vulkanausbruchs, wobei es schon ein Unterschied sein kann, ob kurz die Erde bebt oder ob ein ganzer Vulkan ausbricht und Material in die Umgebung spukt. Aber Erdbeben treten auch beim Vulkanausbruch auf oder kündigen diesen an.

Beiden gleich ist, dass die Plattentektonik ein wesentlicher Faktor ist. Die Erdplatten bewegen sich aufeinander zu oder stoßen sich gegenseitig ab, sie können sich aber auch aneinander vorbeischieben. In all diesen Fällen kann es zu Spannungen kommen, die durch ein Erdbeben ausgeglichen werden. Je höher die Spannung, umso heftiger kann das Erdbeben ausfallen.

Erdbeben treten nicht überall gleichermaßen auf. In Österreich gibt es meist sehr schwache Erdbeben, entlang des pazifischen Feuerrings gibt es hingegen regelmäßig sehr starke Erdbeben und auch Seebeben, die einen Tsunami auslösen können. Die Erdbebenvorhersage ist aber trotz umfangreicher Forschung weiterhin sehr schwierig bis unmöglich. Man kennt die Erdbebenzonen auf der Erde und weiß, wo besonders häufig Erdbeben auftreten, aber wann das nächste kommt und mit welcher Stärke - das weiß man nicht.

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Erdbeben Ursachen TransformstörungArtikel-Thema: Erdbeben und Transformstörung

Beschreibung: Die Transformstörung entsteht durch die Plattentektonik, wenn zwei Erdplatten aneinander vorbeigleiten, wodurch Erdbeben entstehen können.

letzte Bearbeitung war am: 23. 10. 2020

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