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Erdbeben und Riftzone

Auseinanderbewegen der Erdplatten

Während die Kollision den Aufprall von zwei Erdplatten darstellt, ist die Riftzone genau das Gegenteil. Die Plattentektonik kennt mehrere Formen der Plattenbewegung und ihre Kosequenzen daraus für Vulkane und Erdbeben. Die Riftzone ist eine dieser Möglichkeiten und ebenfalls ein Hintergrund für heftige Beben.

Riftzone löst Erdbeben aus

Eine Riftzone entsteht dann, wenn sich zwei Platten voneinander wegbewegen, was in gewissen Zonen der Erde jedes Jahr passiert. Ein Beispiel dafür ist die Pazifische Platte, die sich nach Westen bewegt. Dort sorgt sie durch ihre Bewegung für eine Kollision mit den westlichen Platten, zum Beispiel mit der Philippinischen Platte, weshalb es in Japan oftmals Erdbeben gibt. Gleichzeitig zieht sie sich von der Nazca-Platte im Osten des Pazifik zurück und das passiert gleich doppelt, weil sich diese Platte auch nach Osten und damit von der Pazifischen Platte wegbewegt. Die Nazca-Platte kollidiert daher mit der Südamerikanischen Platte und zwischen Pazifischer Platte und Nazca-Platte entsteht ein Freiraum.

Dabei wird Energie freigesetzt und es kommt am Grund des Pazifik im Einzugsgebiet zu vielen Erdbeben, aber auch zur Entstehung neuer Vulkane. Dieses Einzugsgebiet bezeichnet man als Ostpazifischen Rücken und Menschen kommen daher nicht in Gefahr, wenn neue Erdbeben entstehen, da sich dieses Gebiet mitten im Ozean befindet.

Die Reaktionen können verschiedener Natur sein, denn der Freiraum kann durch völlig neue Landschaften entstehen, weil durch Risse Material aus dem Erdinneren nach oben transportiert werden kann. Hier kann sich ein unterirdischer Vulkan bilden, es kann aber auch neues Gestein entstehen, das keinen Vulkan nach sich zieht. Viel häufiger treten Erdbeben auf.

Grundlage vieler Erdbeben

Riftzonen lassen viele Erdbeben entstehen, sie sind aber durchwegs in den Ozeanen zu Hause und gefährden die Menschen daher generell nicht. Damit unterscheiden sie sich von Subduktionszonen, die sehr wohl Länder und Kontinente betreffen wie zum Beispiel Italien, Japan, Türkei oder die Philippinen sowie Chile in Südamerika.

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Die Entstehung eines Erdbebens ist sehr ähnlich der Entstehung eines Vulkanausbruchs, wobei es schon ein Unterschied sein kann, ob kurz die Erde bebt oder ob ein ganzer Vulkan ausbricht und Material in die Umgebung spukt. Aber Erdbeben treten auch beim Vulkanausbruch auf oder kündigen diesen an.

Beiden gleich ist, dass die Plattentektonik ein wesentlicher Faktor ist. Die Erdplatten bewegen sich aufeinander zu oder stoßen sich gegenseitig ab, sie können sich aber auch aneinander vorbeischieben. In all diesen Fällen kann es zu Spannungen kommen, die durch ein Erdbeben ausgeglichen werden. Je höher die Spannung, umso heftiger kann das Erdbeben ausfallen.

Erdbeben treten nicht überall gleichermaßen auf. In Österreich gibt es meist sehr schwache Erdbeben, entlang des pazifischen Feuerrings gibt es hingegen regelmäßig sehr starke Erdbeben und auch Seebeben, die einen Tsunami auslösen können. Die Erdbebenvorhersage ist aber trotz umfangreicher Forschung weiterhin sehr schwierig bis unmöglich. Man kennt die Erdbebenzonen auf der Erde und weiß, wo besonders häufig Erdbeben auftreten, aber wann das nächste kommt und mit welcher Stärke - das weiß man nicht.

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Erdbeben Ursachen RiftzoneArtikel-Thema: Erdbeben und Riftzone

Beschreibung: Die Riftzone der Plattentektonik entsteht durch das Auseinanderbewegen zweier Erdplatten und sorgt ebenfalls für Erdbeben.

letzte Bearbeitung war am: 23. 10. 2020

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