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Lostage im September

Bekannte Bauernregeln auf Basis der Lostage

Über das gesamte Jahr verteilt gibt es sie - die Bauernregeln. Diese Bauernweisheiten, die das Wetter aufgrund langjähriger Beobachtung im landwirtschaftlichen Alltag vorhersagen, stimmen manchmal, manchmal aber auch nicht. Die Bauernregeln sind aber jedenfalls oft unterhaltsamer als die seriöse Wetterprognose. Und manchmal liegen beide Vorhersagen falsch.

Bei den Bauernregeln gibt es zwei Arten: jene, die sich auf ein bestimmtes Datum beschränken und andere, die von Wettersituationen auf spätere Jahreszeiten Bezug nehmen.

Bauernregeln im September auf Basis der Lostage

1. September
Schönes Wetter hat auf Wochen, des Ägidius Sonnenschein dir versprochen.
Ägidius Regen, kommt ungelegen.
Ist Ägidi ein heller Tag, ich dir einen schönen Herbst ansag.
Gib auf Ägidius wohl acht, er sagt dir was der Monat macht.
Ist´s an Ägidius rein, wird´s so bis Michaeli (29. 9.) sein.
An Ägidius man säen muss.
Wenn St. Ägidius bläst ins Horn, so heißt es: Bauer, sä dein Korn.
Willst du Korn im Überfluss, sä es an Ägidius. Wenn du´s säst ins freie Land, vor und nach des Neumonds Stand, wächst kein Unkraut und kein Brand.
Kommt Verena mit dem Krüglein an, zeigt einen nassen Herbst dies an.

5. September
Lorenz im Sonnenschein, wird der Herbst gesegnet sein.

6. September
St. Mang schlägt´s Kraut mit der Stang.
St. Mang macht´s Grummet nimmer lang, aber dick.

7. September
Ist Regine warm und sonnig, bleibt das Wetter lange sonnig.

8. September
An Mariä Geburt fliegen die Schwalben furt.
Wie sich´s Wetter um Maria Geburt tut halten, so wird es noch vier Wochen sich gestalten. 
Um Mariä Geburt fliegen die Schwalben furt. Bleiben sie noch da, ist der Winter nicht nah.

9. September
Bringt St. Gorgon Regen, folgt ein Winter mit wenig Segen.
St. Gorgon treibt die Lerchen davon. 
Regnet´s am St. Gorgonstag, geht die Ernte verloren bis auf den Sack.

11. September
Wenn"s an Protus nicht näßt, ein dürrer Herbst sich erhoffen läßt.

12. September
An Mariä Namen, sagt der Sommer "Amen"

14. September
Ist`s hell am Kreuzerhöhungstag, so folgt ein strenger Winter nach.

16. September
St. Ludmilla, das fromme Kind, bringt Regen gern und Wind.
An St. Cyprian zieht man oft schon Handschuhe an.

17. September
Trocken wird das Frühjahr sein, ist St. Lambert klar und rein.
Lamberti nimm Kartoffeln raus,  doch breite ihr Kraut auf dem Felde aus, der Boden will für seine Gaben, doch ihr Gerippe wiederhaben.

21. September
Ist Matthäus hell und klar, gute Zeiten bringt"s fürwahr.
Wie"s Matthäus treibt, es vier Wochen bleibt.
Trifft Matthäus stürmisch ein, wird`s bis Ostern Winter sein.
Wenn Matthäus weint statt lacht, er aus dem Wein oft Essig macht.
Ist an Matthäus Sonnenschein, gibt es nächstes Jahr viel Wein.

22. September
Zeigt sich klar Mauritius, viele Stürm`er bringen muß.

24. September
Wie Bartholomäus sich verhält, ist der ganze Herbst bestellt.

25. September
Nebelt"s an St. Cleophas, wird der ganze Winter nass.

26. September
Sankt Cosmas und Sankt Damian fängt das Laub zu färben an.

29. September
Auf nassen Michaelitag ein nasser Herbst folgen mag.
Gibt Michaeli Sonnenschein, wird es in zwei Wochen Winter sein.
Wenn Michael durch Pfützen geht, ein milder Winter vor uns steht.
Sind um Michel die Vögel noch hier, haben bis Weihnacht lind Wetter wir.
Wenn die Zugvögel nicht ziehen vor St. Michael, wird es nicht Winter vor Weihnachten
Bringt St. Michel Regen, kannst du gleich den Pelz anlegen.
Regen an Michaelstag, einen milden Winter bringen mag.  
Vor Michel sä`mit halber Hand - dann aber streu mit ganzer Hand!
Um Michaeli in der Tat, gedeiht die beste Wintersaat.
Kommt der Michel heiter und schön, wird’s vier Wochen weitergehen.
Fallen die Eicheln vor Michaeli ab, so steigt der Sommer früh ins Grab.

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