Eine Empfehlung aus dem Freundeskreis landet im Messenger, ein Trailer als Screenshot in der Galerie, die halb gesehene Serie in der Merkliste eines Streamingdienstes. Wer mehrere Dienste nutzt und daneben klassisch fernsieht, verliert dabei rasch den Überblick. Spätestens bei der Frage nach der zuletzt gesehenen Staffel oder nach der Person, die einen bestimmten Film empfohlen hat, beginnt das Suchen. Mit den gängigen Office-Programmen lässt sich daraus ein kleines System bauen, das über alle Anbieter hinweg funktioniert. Eine Excel-Tabelle dient als zentrale Liste, OneNote nimmt ausführliche Gedanken auf, und das Smartphone hält beides griffbereit. Die folgenden Abschnitte zeigen den Aufbau Schritt für Schritt.
Jeder Streamingdienst führt eine eigene Merkliste, und jede zeigt ausschließlich Titel aus dem eigenen Katalog. Filme aus dem Kino, Serien aus der Mediathek eines Fernsehsenders oder Titel auf Disc tauchen dort gar nicht auf. Bei einem Wechsel des Dienstes beginnt die Sammlung von vorn. Eine eigene Liste unabhängig von allen Anbietern löst das Problem. Sie bleibt bei jedem Abowechsel bestehen und lässt sich nach eigenen Kriterien sortieren.
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Als Grundlage dient eine einzige Excel-Arbeitsmappe, in der jede Zeile für einen Titel steht. Bewährt haben sich folgende Spalten:
Bei Serien lohnt es sich, Staffel und Folge in getrennten Spalten zu führen, weil sich beide Werte so einzeln filtern lassen. Wer bei Begriffen wie Arc, Cliffhanger oder Halbstaffel unsicher ist, findet die Erklärungen in den Serienbegriffen zu TV-Serien.
Den größten Nutzen bringt ein Klick auf „Als Tabelle formatieren“ im Register Start oder die Tastenkombination Strg+T. Excel versieht dann jede Spaltenüberschrift mit einem Filterknopf, übernimmt Formeln automatisch in neue Zeilen und erweitert den Bereich mit jedem Eintrag. Über „Datenschnitt einfügen“ entstehen zusätzlich Schaltflächen, mit denen sich etwa alle laufenden Krimiserien mit einem Klick anzeigen lassen. Damit die Statuswerte einheitlich bleiben, empfiehlt sich eine Auswahlliste über die Datenüberprüfung. Eine bedingte Formatierung färbt abgebrochene Titel grau und laufende grün.
Bewertungen sagen nur dann etwas aus, wenn die Skala gleich bleibt. Eine Skala von eins bis zehn erlaubt feinere Abstufungen als fünf Sterne. Hilfreich ist es, die Maßstäbe einmal schriftlich festzuhalten, etwa dass eine Neun nur Titel bekommen, die man ein zweites Mal ansehen würde. In der Tabelle stehen nur die Zahl und ein kurzes Urteil in einem Satz. Längere Eindrücke gehören an einen anderen Ort.
Für ausführliche Notizen eignet sich OneNote besser als jede Tabellenzelle. Ein eigenes Notizbuch für das Hobby lässt sich in Abschnitte gliedern, etwa nach Jahr oder Genre, und jede Serie bekommt eine eigene Seite. Dort finden Rezensionen, Vermutungen zur nächsten Staffel, Screenshots und Links zu Interviews Platz. Markierungen wie „Wichtig“ oder „Frage“ kennzeichnen offene Punkte, die sich später gesammelt anzeigen lassen.
Auf diesen Seiten führen viele Fans auch eine Liste mit Lieblingssätzen. Wie lange solche Zeilen im Gedächtnis bleiben, zeigen bekannte Filmzitate und witzige Sprüche aus Kinofilmen, die seit Jahrzehnten im Alltag zitiert werden.
Wer Excel, Word und OneNote gemeinsam im Abonnement nutzen möchte, stößt im Handel auf zwei Namen für dasselbe Angebot. Seit dem 21. April 2020 heißt das Abo für Privatkunden Microsoft 365, davor lief es als Office 365. Die frühere Bezeichnung hält sich in vielen Shops bis heute. Dort lässt sich Office 365 mit verschiedenen Tools als Single- oder Family-Abo und in mehreren Business-Varianten bestellen. Die Family-Ausgabe dürfen bis zu sechs Personen eines Haushalts nutzen. Single und Family enthalten neben den Desktop-Programmen auch Speicherplatz in OneDrive, über den die Watchlist auf allen Geräten verfügbar wird.
Liegt die Arbeitsmappe in OneDrive, öffnet die Excel-App am Handy dieselbe Datei. Änderungen werden gespeichert und erscheinen am PC beim nächsten Öffnen. So lässt sich die Bewertung gleich nach dem Abspann eintragen, solange der Eindruck noch frisch ist. Für den kleinen Bildschirm empfiehlt es sich, Status, Folge und Bewertung ganz links anzuordnen. Ein Filter auf den Status „läuft“ verkürzt die Liste zudem auf die Serien, die gerade geschaut werden.
Am Jahresende wird die Tabelle zur Statistik. Mit ZÄHLENWENNS kann ausgezählt werden, wie viele Serien heuer abgeschlossen oder abgebrochen wurden. Eine PivotTable gruppiert die Titel nach Genre oder Quelle. Ein Säulendiagramm zeigt die Verteilung über die Monate. Wer zusätzlich die Zahl der Folgen und ihre durchschnittliche Länge erfasst, kann die eigene Sehzeit grob hochrechnen.
Wie viel Zeit Menschen in Österreich mit Filmen, Serien und anderen Videos verbringen, hat die RTR gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft TELETEST in der Bewegtbildstudie 2026 erhoben. Bei Personen ab 14 Jahren sind es im Schnitt rund sechs Stunden Bewegtbild pro Tag, vom linearen Fernsehen über Mediatheken bis zu Videos in sozialen Medien. Auf Videoportale wie Netflix, Prime Video oder Disney+ entfallen 13 Prozent des täglichen Konsums. Die eigene Auswertung zeigt, wie sich das persönliche Hobby zu diesen Durchschnittswerten verhält.
Wer mit Partnerin, Familie oder Freunden schaut, kann die Arbeitsmappe über OneDrive freigeben. Jede Person trägt ihre Bewertung in einer eigenen Spalte ein, und eine Mittelwertformel ergibt die gemeinsame Note. Freigegeben wird dabei am besten nur diese Datei statt des ganzen Ordners. Steht ein gemeinsamer Filmabend an, gestaltet Word aus Titel, Beginn und Laufzeit schnell eine kleine Einladung, die sich als PDF verschicken lässt.
Ein digital organisiertes Serien- und Filmhobby braucht keine Spezial-App. Eine Excel-Tabelle mit klaren Spalten, Filtern und einer festen Bewertungsskala bildet die zentrale Liste über alle Anbieter hinweg. OneNote nimmt Rezensionen und Zitate auf, und Word liefert bei Bedarf die Einladung zum Filmabend. Über OneDrive ist alles auch am Smartphone verfügbar, und am Jahresende entsteht aus den gesammelten Einträgen fast nebenbei eine persönliche Statistik.
Täglich interessieren sich sehr viele Menschen für die Kinofilme, aber auch für die Filme, die per Streamingdienste entstanden sind. Natürlich gilt dies auch für die Serien, die sowohl per TV-Sender als auch wieder per Streamingdienst geschaut werden können. Das große Interesse sorgte für viele Begriffe, wobei auch die komplexe Produktion viele beigesteuert hat.
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