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Erdarbeiten im Garten richtig angehen

Welche Maschienn sind für kleine Aushubvorhaben sinnvoll?

Wenn man im Garten ein Fundament, einen Teich oder eine Stützmauer planen möchte oder neue Leitungen verlegen will, wird man sehr schnell auch mit dem Aushub konfrontiert. Selbst bei kleinen Flächen summiert sich hier schnell so mancher Kubikmeter Erde. Gewicht, Zeitaufwand und genau so die Frage, wie exakt gearbeitet werden muss, spielt dabei eine Rolle. An dieser Stelle entscheidet sich, ob Handarbeit noch Sinn macht oder ob nicht die maschinelle Unterstützung die bessere Lösung ist.

Welche Arbeiten im Garten überhaupt maschinell möglich sind

Nicht jede Erdarbeit braucht gleich schweres Gerät zu sein. Für Pflanzlöcher, kleine Beetkanten oder flache Arbeiten im Oberboden genügt oft schon das Handwerkzeug. Bei wiederkehrenden oder tiefergehenden Eingriffen sieht das schon anders aus. Dazu zählen Streifenfundamente für Mauern, Aushub für Zisternen, Kabel und Drainagegräben, das Ausheben eines Teichbeckens oder das Vorbereiten einer tragfähigen Fläche für Gartenhaus, Carport oder Wege.

Wenn also Volumen und Genauigkeit zusammentreffen, ist der Nutzen kompakter Baumaschinen gegeben. Gerade auf Privatgelände werden Geräte nachgefragt, die klein und wendig sind, aber auch ausreichende Grabkraft und Standfestigkeit besitzen. In vielen Fällen kommen hier ein Minibagger für Garten- und Tiefbau in Betracht. Sie eignen sich für die Arbeit auf engstem Raum und bieten bei den meisten gängigen Anwendungen im Haus und Garten praktikable Abmessungen.

Arbeitsgeräte für die GartenarbeitBildquelle: pixabay.com / manfredrichter

Nach welchen Gesichtspunkten die geeignete Maschine ausgesucht wird

Die entscheidende Frage ist nicht: Welche Maschine gibt es, sondern: wie viel Leistung verlangt das jeweilige Projekt. Für die Auswahl sind fünf Punkte ausschlaggebend.

  1. Grabtiefe: Ein Kabelgraben in der Fläche verlangt etwas anderes als ein Fundament oder ein tieferes Teichbecken.
  2. Bodenklasse in der Praxis, also: Woran sind wir? Lockerer Oberboden, lehmiger Untergrund, durchwurzelte Bereiche, verdichteter Kies.
  3. Zugänglichkeit: So kann bereits eine schmale Einfahrt oder ein Gartentor dickere Maschinen aussperren.
  4. Einsatzgewichte: Je schwerer die Maschine, desto mehr Aufwand beim Transport und desto mehr Belastung für Wege, Rasen und Unterbau.
  5. Anbauwerkzeug: Nicht jeder Löffel passt zu jeder Arbeit. Für Gräben, für Planierarbeiten oder auch für das gezielte Ausheben an Kanten müssen ganz unterschiedliche Breiten und Formen zur Verfügung stehen.

Ein häufiger Fehler ist die Wahl der Maschine zu groß. Mehr Gewicht bringt nicht mehr Wert. Auf kleinen Grundstücken kommt es häufig mehr auf das Zusammenspiel von Reichweite, Wendigkeit und genauer Steuerbarkeit an als auf reine Wurfleistung.

Boden, Entsorgung und Sicherheit werden oft zu spät bedacht

Der Aushub selbst ist nur ein Teil der Arbeit. Schon beim ersten Spatenstich muss klar sein, wohin er kommt. Feuchter Boden, Lehm oder steinige Massen lassen sich nicht beliebig auf dem Grundstück zwischenlagern. Auch das Volumen wird regelmäßig unterschätzt. Ein Kubikmeter gelockerte Erde sieht viel größer aus. Daher ist die Entsorgung oder Wiederverwendung frühzeitig einzuplanen.

Für den Untergrund ist zu prüfen, wo nasser Boden die Traktion und Standsicherheit mindert und wo verdichteter Boden den Arbeitsfortschritt heftiger bremsen kann. Bei Gräben und Baugruben spielt die Sicherheit beim Ausheben eine nicht zu unterschätzende Rolle. Bereits bei vergleichsweise geringen Tiefen werden Böschung, Randabstände und Bodenverhältnisse zu einem Thema. Wer tiefer aushebt oder in Randbereichen tätig wird, sollte sich auf die allgemein anerkannten technischen Sicherheitsvorschriften für Erdarbeiten stützen. Dazu gehört auch, keine Lasten direkt an ungesicherten Kanten abzustellen und vorhandene Leitungen vor Arbeitsbeginn zu lokalisieren.

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