Sie sind hier: Startseite -> Wirtschaft -> Börsenlexikon -> Zitterbörse

Zitterbörse oder unberechenbare Börse

Fällt die Börse? Oder steigt die Börse?

Der Begriff Zitterbörse umschreibt eine Situation an der Börse, die sich nicht vorhersagen lässt. Dabei handelt es sich um einen Zustand der Börse, in dem einfach nicht festgestellt werden kann, ob die Börsenkurse steigen werden oder ob sie fallen oder doch im Börsenhandel gleich bleiben.

Definition Zitterbörse

Gerade in Zeiten von Wirtschaftskrisen kommt es öfter zu einer Situation, die als Zitterbörse umschrieben werden kann. Zwar weiß man, dass die Kurse eher sinken werden, doch wenn dann am Vortag ein starker Anstieg aufgrund einiger doch positiverer Nachrichten erfolgt ist, bleibt die Unschlüssigkeit, ob der Anstieg weitergeht oder ob die Kurse wieder fallen werden und die Gewinne des Vortages Geschichte sind. Solche Situationen sorgen für Nervosität und die kleinsten Anzeigen für eine Bewegung in die eine oder andere Richtung kann dafür sorgen, dass es zu einer ungewünschten Dynamik kommt.

Besonders bevor die angekündigte Krise eintritt, kommt es oft zu einer sogenannten Seitwärtsbewegung. Dabei bleiben die Kurse in einer engen Spanne auf gleichem Niveau. Je länger diese Seitwärtsbewegung erhalten bleibt, umso nervöser werden die Händler an der Börse, weil man mit einem Ausschlag nach oben oder unten rechnet, doch niemand kann sagen, in welche Richtung und in welchem Ausmaß dies erfolgen wird.

Börsenhandel und Zitterbörse

Diese Situation der Zitterbörse ist oft der Nährboden für Spekulanten, die sich aber auch schon des öfteren verrechnet haben und dann einen hohen Verlust einfahren mussten. Umgekehrt ist gerade die Spekulation in solch nervösen Momenten der Impuls, der erst zu einer Bewegung nach oben oder unten führt.

Je nervöser die gesamte Börsensituation ist, desto eher kann ein Dominoeffekt eintreten. Viele beobachten den Markt auf Indikatoren, in welche Richtung die Börse ausschlagen könnte und reagieren rasch, wenn sie meinen, die Richtung erkannt zu haben. So manch Börsensturz erfolgte aufgrund dessen, dass viele schnell verkaufen wollten, weil sie eine Abwärtsbewegung zu erkennen glaubten. Die schwer vorhersagbare Börsensituation ist dabei häufig die Grundlage für diese Reaktionen.

Wir freuen uns, wenn dieser Artikel geteilt wird:

Ebenfalls interessant:

Welche Börsen gibt es?

Leitbörse
Leitbörsen sind große und global bedeutsame Börsen, die für andere Börsen eine prägende Bedeutung haben.

Nachbörse
Die Nachbörse ist der Börsenhandel nach offiziellem Ende des Handelstages durch weitere Käufe und Verkäufe von Wertpapiere.

Terminbörse
Die Terminbörse ist jene Form von Börse, die für die Termingeschäfte eingerichtet wurde und somit als eigene Form entstanden ist.

Vorbörse
Die Vorbörse ist eine Definition für den Börsenhandel, bevor die eigentliche Börse ihren neuen Handelstag begonnen hat.

Wertpapierbörse
Die Wertpapierbörse ist eine Art der Börse, die den Marktplatz für verschiedenste Wertpapiere darstellt - von Aktien bis Anleihen.

Zurück zum Hauptthema

Übersicht Börsenlexikon

Startseite Wirtschaft