Sie sind hier: Startseite -> Unterhaltung -> Austropop -> Worried Men Skiffle

Worried Men Skiffle Group

Kultband mit Wiener Schmäh

Der Begriff des Austropop wird oft im Zusammenhang mit der "Glockn" von Marianne Mendt und mit dem "Hofa" von Wolfgang Ambros gesehen. Doch schon vor diesen und ähnlichen Dialektliedern Ende der 1960er- und Anfang der 1970er-Jahre gab es eine Band, die mit Dialektliedern auf sich aufmerksam gemacht hatte und die man durchaus als Gründer dieser Lieder bezeichnen kann: die Worried Men Skiffle Group.

Worried Men Skiffle Group und Musikrichtung

Sie gründet sich bereits 1960 durch Gerhard "Doc" Richter und Herbert "Hiero" Janata. Die Band zeichnete sich dadurch aus, dass die verschiedenen Mitglieder komplett unterschiedliche musikalische Richtungen verfolgten. Jeder bekam seinen Platz in der Band und konnte seine Lieder spielen und so gab es von Folk über Blues bis zu Jazz und Country variantenreiche Musikstile, die in das Bandprogramm eingebaut wurden.

Dazu kamen die innovativen Musikinstrumente. Berühmt ist das Waschbrett, aber auch die "tub-bass" hat Kultfaktor. Dabei handelte es sich um eine Holzkiste, in der ein Besenstil fixiert war, an dem eine Wäscheleine gespannt war. Solche und ähnliche Instrumente spielte die Worried Men Skiffle Group, die anfangs in englisch ihre Titel vortrug und von den amerikanischen Vorbildern geprägt war.

Durch den Einfluss des Österreichischen Rundfunks und österreichischen Autoren, die Liedertexte zur Verfügung stellten, entwickelte die Worried Men Skiffle Group ihren typischen Stil, bei dem die Musikrichtungen kombiniert werden und dabei der Wiener Schmäh mit den Dialekttexten integriert wurden.

So entstanden Lieder, die heute Kultstatus haben wie "i bin a weh" oder "da mensch is a sau" und viele mehr. Im Gegensatz zu gegenwärtigen Castingbands, die durchgestylt sind, lag und liegt die Stärke der Worried Men Skiffle Group in der Individualität der einzelnen Bandmitglieder, die sich mit ihren Ideen und Liedervorschlägen einbringen. Dabei gibt es schon mal Diskussionen über die Richtung, aber die Band gibt es seit 1960 und ist damit auch ein fixes Inventar des Austropop.

Soziale Medien

Wir freuen uns, wenn dieser Artikel geteilt wird:

Weitere Artikel zum Thema

Zurück zu Startseite / Kapitelseiten