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Wetter im Winter 2016/17

Langfristige Prognose für die Monate Dezember bis Februar

Ständig wird versucht, die Langfristprognose zu verbessern, um Monate im voraus bereits einen Trend beim Wetter anbieten zu können. Für den Winter 2016/17 und den Monaten Dezember bis Februar waren durchschnittliche Temperaturen angekündigt worden, die bei einer Abweichung von -0,5 bis +0,5 Grad Celsius in Relation zu den langfristigen Wetterdaten liegen sollten.

Und diese Langfristprognose bewahrheitete sich, denn die Zusammenfassung des Winters vom Dezember 2016 bis zum Februar 2017 ergab eine Abweichung von +0,5 Grad. Der Haken ist natürlich, dass die Zusammenstellung dieser Temperatur unterschiedlicher kaum sein könnte.

Wie war der Winter 2016/17 wirklich?
Denn der Dezember war ausgesprochen mild, der Februar ebenso, dafür war der Jänner 2017 einer der kältesten seit 30 Jahren. Ermittelt man den Durchschnitt, dann passt es wieder. Das zeigt auch nachhaltig, dass die Langfristprognose bei den Temperaturen durchaus richtig liegen kann, aber Details wie die eisigen Tage im Jänner 2017 können nicht vorhergesagt werden. Was war sonst noch los im Winter? Es war einer der drei sonnigsten Winter seit es Wetteraufzeichnungen gibt und es gab um 40 % weniger Niederschlag als im Winter üblich. Ein also sonniger und trockener Winter mit einer eisigen Periode im Jänner.

Zum Nachlesen gibt es die Langfristprognose für diesen Winter aus dem September 2016.

Langfristprognose für den Winter 2016/17
Wetterinstitute wie das CSF bemühen sich seit Jahren um eine verbesserte Langfristprognose und so ganz falsch lag man in den letzten Jahren nicht. Zwar hat man extreme Wettersituationen nicht vorhersagen können, weil das kaum möglich ist, aber vielfach hat man warme oder kühle Sommer und Winter richtig vorhergesagt.

Bei der Langfristprognose für den Winter 2016/17 beginnt die Analyse ein Jahr davor. Im Atlantik war es nämlich auffällig kalt geworden und das hatte zur Folge, dass der Winter in Europa auffällig warm war. Schneefall gab es im Flachland sehr wenig und tiefe Temperaturen waren auch selten gewesen. Nun zeigt der Atlantik aber im September 2016, dass er auffällig warme Temperaturen besitzt und somit dreht sich nach Ansicht der Meteorologen das Spiel. Es wird davon ausgegangen, dass der Winter in Europa normale Temperaturen aufweisen wird, also zum Beispiel in St. Pölten in Niederösterreich durchschnittliche Werte um den Gefrierpunkt.

Das würde Schneefall, Glatteis und kalte Tage bedeuten, aber keinen extremen Winter. Aber der Winter wäre deutlich kühler als jener in den letzten drei Jahren. Beim Niederschlag sollten Dezember und Jänner normale Werte beinhalten, im Februar ist für die Westhälfte stärkerer Niederschlag berechnet worden.

Insgesamt ist für alle drei Wintermonate eine Temperaturabweichung von -0,5 bis +0,5 Grad Celsius berechnet worden - also sollte auch ein normaler Winter möglich sein - wenn denn diese langfristige Prognose stimmt.

Was heißt das Ganze nun für Österreich?
Nachstehend sind die Temperaturen für die österreichischen Landeshauptstädte und die Monate Dezember, Jänner und Februar eingetragen. Es sind dies die durchschnittlichen Werte jedes Monats, also keine Aussage darüber, ob es auch einmal 15 Grad plus oder minus geben kann. Wenn es nun um ein Grad kälter ist, bedeutet es zum Beispiel für Wien, dass statt 2,4 Grad im Schnitt im Dezember 1,4 Grad haben könnte - und dann ist Schneefall schon wahrscheinlicher. Gibt es aber um zwei Grad mehr als in den Daten abzulesen, dann ist der Schnee im Flachland zumindest Mangelware.

Die langfristigen Werte wurden für den Zeitraum 1971 bis 2000 ermittelt und sehen in den Landeshauptstädten Österreichs so aus:

Wien 2,4 / 1,2 / 2,9 Grad (Dezember / Jänner / Februar)
St. Pölten 0,4 / -1,0 / 0,4
Linz 0,6 / -0,7 / 0,7
Salzburg 0,4 / -0,8 / 0,7
Innsbruck -0,3 / -0,9 / 0,9
Bregenz 1,8 / 0,6 / 1,5
Klagenfurt -2,7 / -4,0 / -1,4
Graz 0,0 / -0,9 / 0,9
Eisenstadt 1,1 / -0,4 / 1,3

 

[Infoplattform Wissenswertes / 28. Februar 2017]

Siehe auch
Wetterberichte 2016

Ebenfalls interessant:

[aktuelle Seite]

Winter 2016/17

Langfristprognose für das Wetter im Winter 2016/17 in Österreich im Vergleich zu den langfristigen Wetterwerten der österreichischen Landeshauptstädte.

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Wie wird das Wetter im Sommer 2017 von Juni bis August? Die Langfristprognose wagt einen ersten Ausblick auf die Temperaturen im Vergleich zu den langfristigen Daten.

Jänner 2017

Das Wetter im Jänner 2017 brachte einen der kältesten Jännermonate der letzten 30 Jahre mit einer klaren Temperaturabweichung nach unten von 3,0 Grad Celsius.

Februar 2017

Das Wetter im Februar 2017 brachte Österreich deutlich höhere Temperaturen als im Februar üblich und größtenteils war es auch ungewöhnlich trocken.

März 2017

Der März 2017 war der wärmste März seit Beginn der Wetteraufzeichnungen und war dementsprechend auch sehr sonnig und zum Teil sogar staubtrocken.

April 2017

Der April 2017 war der kühlste April seit neun Jahren und brachte erstaunliche Schneemengen im Bergland und generell überdurchschnittlich viel Niederschlag.

Mai 2017

Der Mai 2017 war nach längerer Zeit wieder ein sehr sonniger Maimonat und er brachte auch große Hitze mit Temperaturen über 30 Grad Celsius im Schatten.

Juni 2017

Der Monat Juni 2017 wurde zum zweitwärmsten Juni seit Beginn der Aufzeichnungen und schaffte es auch auf Platz 4 in der Statistik der Sonnenstunden.

Juli 2017

Der Juli 2017 bot laut Wetterstatistik ein angenehmes Sommerwetter mit leicht zu warmen Temperaturen, mehr Sonnenstunden, aber auch mehr Niederschlag.

August 2017

Der August 2017 war der fünftwärmste August in Österreich seit Beginn der Aufzeichnungen und war auch wieder ein sehr sonniger und trockener Monat.

September 2017

Der September 2017 war der kühlste September seit einem Jahrzehnt, wie die Wetterstatistik ermittelt hat und damit ganz anders als der Vorjahresseptember.

Oktober 2017

Der Oktober 2017 war in Bezug auf das Wetter doch deutlich wärmer als langfristig, vor allem im Süden sehr trocken und endete mit einem sehr starken Sturm.

November 2017

Das Wetter im November 2017 hielt sich bei der Temperatur ziemlich genau an die langjährige Vorgabe - im Gegensatz zu den viel zu milden letzten Novembermonaten.

Dezember 2017

Das Wetter im Dezember 2017 in Österreich erwies sich als ziemlich durchschnittlich, auch wenn es punktuell durchaus Ausreißer gab wie etwa den Niederschlag am Loiblpass.

Wetter im Jahr 2017

Die Wetterstatistik für Österreich und das Jahr 2017 dokumentiert, dass auch dieses Jahr deutlich wärmer war als die langjährigen Durchschnittswerte, trotz kaltem Jänner und kühlem Herbst.

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