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Wintervorschau vs. tatsächlichen Werten

Wetterextreme sorgte für zweitwärmsten Winter

Schon die Langfristprognose für den Sommer 2013 war nicht wirklich dem Wetter entsprechend ausgefallen und für die Winterprognose lag man völlig daneben, weil sich eine Wettersituation gebildet hatte, die so nicht zu erwarten war. Es gab gegen den Uhrzeigersinn eine wochenlange Strömung, die von Südost milde und feuchte Luft gegen die Alpen gedrückt hat, was zur Folge hatte, dass es nördlich der Alpen oft föhnig und mild war, südlich der Alpen wusste man dafür nicht mehr, wohin man den Schnee noch bringen sollte.

Auch global gesehen war dieses Phänomen zu beobachten. Die Strömung, die nach Nordwest gezogen ist, kam als Eissturm und Schneesturm in den USA wieder Richtung Süden, sodass selbst die milden Bundesstaaten der USA Schneestürme erlebt haben, was sehr selten der Fall ist. Und diese Phänomene mit der Südostströmung in Österreich waren nicht auf eine Woche begrenzt, sondern hatten sich wochenlang gehalten. In Kärnten und Osttirol gab es Rekordmengen an Schnee, der nicht in der Langfristprognose enthalten war und von Vorarlberg bis zum Salzkammergut gab es serienweise Tage mit 10 oder mehr Grad Celsius plus - im Jänner und im Februar. Salzburg hatte am 25. Dezember gar 19 Grad Plus gemeldet - von weißen Weihnachten war man Dimensionen entfernt.

Durch diese Wettersituation konnte die ursprüngliche Prognose gar nicht stimmen und auch im historischen Vergleich war der Winter 2013/14 einzigartig. Im Schnitt gab es um 2,7 Grad Celsius höhere Temperaturen als im Winter von Dezember bis Februar üblich. Das ist eine sehr starke Abweichung und sorgte für den zweitwärmsten Winter der Messgeschichte. Selbst in Kärnten und Osttirol, wo es häufige starke Schneefälle gab oder auch Eisregen für Probleme sorgte, war es mehr als zwei Grad im Schnitt wärmer als im Winter üblich.

Somit musste die Langfristprognose geradezu scheitern. Zum Nachlesen gibt es nachstehend die orginale Prognose aus dem September 2013 für die Monate Dezember bis Februar.

Das war die Prognose vom September 2013
Wie wird das Wetter nun im Winter 2013/14 tatsächlich sein? Die Wettermodelle für die Monate Dezember 2013 und Jänner sowie Februar 2014 sagen voraus, dass der Winter sich an den langfristigen Werten orientieren wird. Er kann leicht wärmer sein bis etwa 0,5 Grad Abweichung, der kann aber auch bis zu einem Grad kälter sein.

Besonders im Dezember 2013 sind kältere Wochen zu erwarten, die nur kurzfristig von wärmeren Phasen unterbrochen sind. Für Jänner 2014 wird ein Wechsel aus milden und kalten Phasen vorhergesagt und im Februar wird es wieder kälter werden, weshalb ein leicht kälterer Winter als im langfristigen Schnitt durchaus denkbar erscheint.

Ob es zu Weihnachten in Deutschland oder Österreich schneien wird, kann natürlich nicht vorhergesagt werden. Das Langfristmodell bezieht sich auf Wettertrends, die auf die Temperaturen Bezug nehmen, ob es im Vergleich zu 1971 bis 2000 höhere oder tiefere Werte geben wird.

Was heißt das Ganze nun für Österreich?
Nachstehend sind die Temperaturen für die österreichischen Landeshauptstädte und die Monate Dezember, Jänner und Februar eingetragen. Es sind dies die durchschnittlichen Werte jedes Monats, also keine Aussage darüber, ob es auch einmal 15 Grad plus oder minus geben kann. Wenn es nun um ein Grad kälter ist, bedeutet es zum Beispiel für Wien, dass statt 2,4 Grad im Schnitt im Dezember 1,4 Grad haben könnte - und dann ist Schneefall schon wahrscheinlicher.

Die langfristigen Werte wurden für den Zeitraum 1971 bis 2000 ermittelt und sehen in den Landeshauptstädten Österreichs so aus:

Wien 2,4 / 1,2 / 2,9 Grad (Dezember / Jänner / Februar)
St. Pölten 0,4 / -1,0 / 0,4
Linz 0,6 / -0,7 / 0,7
Salzburg 0,4 / -0,8 / 0,7
Innsbruck -0,3 / -0,9 / 0,9
Bregenz 1,8 / 0,6 / 1,5
Klagenfurt -2,7 / -4,0 / -1,4
Graz 0,0 / -0,9 / 0,9
Eisenstadt 1,1 / -0,4 / 1,3

 

[Infoplattform Wissenswertes / 25. Februar 2014]

Siehe auch
Wetterberichte 2014

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