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Wetter im Winter 2019/20

Vorschau auf die Monate Dezember bis Februar

Es ist September 2019, der Sommer ist vorbei, die Nächte werden kühler und damit das Interesse größer, wie denn der nächste Winter werden würde. Gibt es so exrem viel Schnee wie im Jänner oder kann man mit dem T-Shirt unterwegs sein? Natürlich weiß man, dass die langfristigen Prognosen ein wenig Glaskugellesen darstellen, auch wenn die Wissenschaft schon viel besser wurde, aber das Interesse lässt sich dennoch nicht leugnen.

Der Winter ist definiert für den Zeitraum Dezember bis Februar und für diese drei Monate wie generell für das ganze Jahr gibt es langfristige Wettermodelle, die sich natürlich auch ändern je nach Verlauf und neuen Daten. Wie schon seit Jahren fassen wir nachstehend die Langfristprognose zusammen, ändern sie aber nicht, sodass man nach Ablauf des Winters vergleichen kann, wie sehr sie gestimmt haben mag oder auch nicht.

Langfristprognose für den Winter 2019/20

Der Sommer 2019 war der zweitwärmste Sommer in Österreich seit Beginn der Aufzeichnungen und auch der September begann warm, wenngleich es ein paar kühle Tage gab. Die ZAMG auf der Hohen Warte geht davon aus, dass etwa der Monat November deutlich wärmer sein wird als er sein sollte und das ist der Ausgangspunkt für die Langfristprognose für die Monate Dezember bis Februar, wobei sich die Wettermodelle aus den USA und aus Europa ziemlich einig sind.

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Sie gehen davon aus, dass die Freunde des Winters ärgere Probleme haben werden, während Menschen, die das kalte Wetter nicht so gerne haben, Erleichterung erfahren. Die zweite Personengruppe ist aber schon seit Jahren auf der sicheren Seite, denn selbst bei den extremen Schneefällen im Jänner 2019 war es nicht wirklich kalt und wochenlange Minusgrade gibt es immer seltener, Temperaturen bis 15 Grad im Jänner hingegen immer öfter. Gerade in den an sich gewohnt kalten Monaten Jänner und Februar gibt es immer öfter wirklich ungewohnt milde Tage, wenn die Sonne scheint - Temperaturen, die früher erst im März möglich waren.

Was berechneten die Wettermodelle also wirklich?

Dezember 2019: um 2 Grad zu warm, sehr feucht
Jänner 2020: um 1 Grad zu warm, leicht zu nass
Februar 2020: um 1 Grad zu warm, normaler Niederschlag

Diese Angaben beziehen sich auf Österreich und Mitteleuropa, sind auch für Deutschland gültig, wobei in Deutschland der Niederschlag im Dezember noch deutlicher nach oben abweichen sollte. Das heißt, dass angenommen wird, dass es deutlich zu mild bleibt und statt Schnee jede Menge Regen zu erwarten sein wird.

Im Jänner und Februar bleibt es zu warm, der Niederschlag ist dann aber nicht mehr so stark abweichend, wobei man das ohnehin mit Vorsicht genießen muss.

Generell gilt, dass dies Berechnungen aufgrund langfristiger Indikatoren sind und daher kann es an einem Wochenende auch minus 10 Grad haben und an zwei weiteren Wochenenden 15 Grad plus. Der extreme Schneefall im Jänner 2019 war zum Beispiel überhaupt nicht vorhergesagt und ist langfristig auch nicht zu berechnen. Aber man kann einen Trend ablesen, denn bei den Abweichungen der Temperatur sind die Wetterdienste häufig auf der sicheren Seite - manchmal aber auch völlig daneben.

In Summe heißen diese Vorausberechnungen, dass man sich wohl wieder auf einen milden Winter einstellen muss. Weiße Weihnachten wären bei einem solch milden Dezember wie vorhergesagt ausgeschlossen, wobei es in Wien schon lange keine weißen Weihnachten mehr gab.

Was heißt das Ganze nun für Österreich?

Nachstehend sind die Temperaturen für die österreichischen Landeshauptstädte und die Monate Dezember, Jänner und Februar eingetragen. Es sind dies die durchschnittlichen Werte jedes Monats, also keine Aussage darüber, ob es auch einmal 15 Grad plus oder minus geben kann. Wenn es nun um ein Grad kälter ist, bedeutet es zum Beispiel für Wien, dass statt 1,1 Grad im Schnitt im Dezember 0,1 Grad haben könnte - und dann ist Schneefall schon wahrscheinlicher. Gibt es aber um zwei Grad mehr als in den Daten abzulesen, dann ist der Schnee im Flachland zumindest Mangelware.

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Die langfristigen Werte wurden für den Zeitraum 1981 bis 2010 ermittelt und sehen in den Landeshauptstädten Österreichs so aus:

Wien 1,1 / 0,3 / 1,5 Grad (Dezember / Jänner / Februar)
St. Pölten 0,1 / -0,8 / 0,5
Linz 0,7 / -0,4 / 0,9
Salzburg 0,0 / -1,1 / 0,3
Innsbruck -0,1 / -1,0 / 0,8
Bregenz 1,6 / 0,4 / 1,1
Klagenfurt -1,4 / -2,8 / -1,4
Graz 0,0 / -1,0 / 1,0
Eisenstadt 0,8 / -0,1 / 1,3

Datenquelle: https://www.zamg.ac.at

 

[Infoplattform Wissenswertes / 24. September 2019]

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Wetter Winter 2019/2020 ÖsterreichArtikel-Thema:
Wetter im Winter 2019/20
letztes Datum:
09. 01. 2020

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