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Wetter im Winter 2018/19

Langfristige Prognose für die Monate Dezember bis Februar

Im September haben wir die Übersicht der Langfristprognose für den Winter 2018/19 an dieser Stelle zusammengefasst, wonach der Winter, also die Monate Dezember, Jänner und Februar, generell zu warm verlaufen sollten. Für den Jänner ist ein zu nasses Wetter berechnet worden, generell war aber wieder von einem zu warmen Winter auszugehen.

Die Frage ist am Ende des Februar 2019, was die Prognose für eine Trefferquote anzubieten hatte und das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen, wenngleich es sehr große Unterschiede gab.

So war der Winter 2018/19 wirklich?

Wenn man das Wetter in Österreich zusammenfasst, war laut ZAMG der Winter um 1,2 Grad Celsius zu warm und damit genau in dem Bereich, den man für den Winter vorhergesagt hatte. Allerdings: man muss sich die Details anschauen, denn auf den Bergen war der Winter von den Temperaturen her ziemlich genau so temperiert, wie dies typisch ist, während es im Flachland eine Abweichung von 1,5 Grad Celsius gab. Im Schnitt ist man mit 1,2 Grad zwischen einem Grad und deren zwei, um die der Winter laut Langfristprognose zu warm verlaufen sollte.

Beim Niederschlag war erwartet worden, dass der Jänner zu nass erfolgen sollte und das hat genau gepasst, auch wenn die extremen Schneemengen, die die erste Hälfte des Jänner gebracht hatten, in einer Langfristprognose nicht berücksichtigt werden können. Aber dass es von Vorarlberg bis Niederösterreich enorme Mengen geschneit hatte, war auch Wochen danach noch in Erinnerung und sorgte für perfekte Skitage in den Semesterferien im Februar, wo es dann kaum Niederschlag gab und die Ferien ein Winterwonderland, zum Teil mit perfekter Fernsicht gab.

Legt man den Niederschlag auf alle drei Wintermonate um und vergleicht mit den langfristigen Werten (1981 - 2010), dann gibt es auch hier große Unterschiede. Im Grazer Raum und generell in der Südoststeiermark und im Südburgenland war es viel zu trocken, während es vom Norden Tirols bis zu den alpinen Regionen im Süden Oberösterreichs teilweise die zweifache Menge des üblichen Niederschlags gab. Relativ normale Werte gab es im Norden von Oberösterreich bis zum Weinviertel und Teilen Kärntens, im alpinen Bereich Kärntens war der Niederschlag aber auch deutlicher ausgefallen als üblich - obwohl es in Kärnten lange gedauert hatte, bis eine große Menge Schnee fiel, weil man Sonne hatte, während es nördlich der Alpen die höchste Lawinenwarnstufe gab. Aber mit einem Italientief wurde dies ausgeglichen.

Nachstehend finden Sie die Langfristprognose mit den Angaben zu den drei Monaten zum Nachlesen.

Langfristprognose für den Winter 2018/19

Dazu muss man den Trend schon einmal einfließen lassen. Obwohl die letzten Septembertage doch sehr kühl wurden - nachdem der September wie ein Hochsommer begonnen hatte, sollte der Oktober kühler beginnen, aber zum November hin geht man von deutlich zu warmen Temperaturen aus. So viel Schnee wie 2017 ist nicht zu erwarten. Und so geht es dann auch weiter, denn die Langfristprognose für die Wintermonate geht von folgenden Berechnungen aus:

Dezember 2018: zu warm, normaler Niederschlag
Jänner 2019: zu warm, nass
Februar 2019: zu warm, zu trocken

Für alle drei Monate sagen die Wettermodelle voraus, dass die Temperatur im Durchschnitt um ein bis zwei Grad zu warm werden sollte und das reduziert die Chance auf weiße Weihnachten im östlichen Flachland schon fast gegen Null, wenn es denn stimmt. Aber auch für Jänner und Februar sind Abweichungen von bis zu zwei Grad nach oben eher die Garantie, dass man in Wien durchlaufen kann und kein Glatteis hat, im Westen hingegen könnte ein nasser Jänner viel Schnee bedeuten, was für den Tourismus sehr interessant wäre. Im Februar sind bekanntlich die Semesterferien.

Insgesamt muss man sich darauf einstellen, dass das ohnehin zu warme Jahr 2018 auch zu warm endet. Im letzten Jänner gab es viel zu warme Temperaturen und das könnte im Jänner 2019 auch blühen. Allerdings: es sollte der Februar 2018 ebenso warm sein und er war stattdessen sehr kalt und das zeigt, dass man die Langfristprognose mit Vorsicht genießen muss. Rein vom Trend her muss man aber von einem zu milden Winter ausgehen - und das wäre nicht der erste, wenn man die letzten Jahre betrachtet.

Was heißt das Ganze nun für Österreich?

Nachstehend sind die Temperaturen für die österreichischen Landeshauptstädte und die Monate Dezember, Jänner und Februar eingetragen. Es sind dies die durchschnittlichen Werte jedes Monats, also keine Aussage darüber, ob es auch einmal 15 Grad plus oder minus geben kann. Wenn es nun um ein Grad kälter ist, bedeutet es zum Beispiel für Wien, dass statt 1,1 Grad im Schnitt im Dezember 0,1 Grad haben könnte - und dann ist Schneefall schon wahrscheinlicher. Gibt es aber um zwei Grad mehr als in den Daten abzulesen, dann ist der Schnee im Flachland zumindest Mangelware.

Die langfristigen Werte wurden für den Zeitraum 1981 bis 2010 ermittelt und sehen in den Landeshauptstädten Österreichs so aus:

Wien 1,1 / 0,3 / 1,5 Grad (Dezember / Jänner / Februar)
St. Pölten 0,1 / -0,8 / 0,5
Linz 0,7 / -0,4 / 0,9
Salzburg 0,0 / -1,1 / 0,3
Innsbruck -0,1 / -1,0 / 0,8
Bregenz 1,6 / 0,4 / 1,1
Klagenfurt -1,4 / -2,8 / -1,4
Graz 0,0 / -1,0 / 1,0
Eisenstadt 0,8 / -0,1 / 1,3

Datenquelle: https://www.zamg.ac.at

 

[Infoplattform Wissenswertes / 27. Februar 2019]

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