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Wettervorschau auf den Winter 2011/2012

Zu warm + zu kalt = normaler Winter

Nachstehend ist die Prognose für den Winter 2011/12 zu nachzulesen, die im September 2011 gegeben war. Darin war von einem normalen Winter die Rede und die Wetterstatistik bietet im nachhinein eine Bestätigung dieser Tatsache, aber die Geschichte hat einen großen Haken und der steckt wie so oft im Detail.

Bezogen war die Prognose auf den Zeitraum Dezember 2011 bis Februar 2012 und bekannt war das Wetter so, dass es Anfang Dezember warm wie im Juni war. Von Schnee fehlte jede Spur und dieses trockene Wetter blieb auch in vielen Regionen erhalten, während es in Westösterreich Schneechaos in der zweiten Monatshälfte gab. Auch der Jänner war sehr mild verlaufen und dafür gab es ab Ende Jänner bis Mitte Februar eine Kältewelle, wie sie auch für das Alpenland Österreich ungewöhnlich war.

Der Haken der Statistik ist nun, dass sich beim Ermitteln von Durchschnittswerte zu warmes (Dezember, Jänner) Wetter mit zu kaltem (Jänner, vor allem Februar) gegenseitig ausgleichen. Daher stimmte statistisch gesehen die Prognose, im Detail aber nicht, weil es Extremwerte nach oben und unten gab. Das zeigt wieder einmal, wie schwierig auch die Langfristprognose ist, denn unterm Strich lag man richtig, würde man Monat für Monat für sich beurteilen, dann wäre die Prognose völlig falsch gelegen.

So gab es auch große Unterschiede regionaler Art. In Lienz war es um fast 1,5 Grad im Durchschnitt wärmer als im Winter üblich, in Vorarlberg, Nordtirol und Teilen des Salzkammergutes war es hingegen um 2 Grad zu kalt. Obwohl der Winter ein normaler war - gesamtstatistisch gesehen - waren extreme Werte erreicht worden - so gab es 25 Tage lang keinen Frost (vom 22. Dezember an), das war 1974 das letzte Mal der Fall. Und andererseits gab es in Wien im Februar 12 Tage mit einem Wert unter -10 Grad - das gab es zuletzt 1954.

 

Prognose für den Zeitraum Dezember 2011 bis Februar 2012

Basierend auf aktuellen Berechnungen geht man davon aus, dass es sich beim Winter 2011/2012 um einen normalen Winter handeln wird. Das bedeutet, dass die Temperaturen im Durchschnitt gesehen nicht weit von den Werten abweichen, die man über Jahrzehnte gesammelt hatte. Die Werte für die Landeshauptstädte in Österreich gibt es am Ende des Artikels, um sich orientieren zu können.

Während für dem November 2011 noch zu kalte Temperaturen vorhergesagt werden, gilt dies für die Monate Dezember, Jänner und Februar nicht. Aktuelle Berechnungen gehen davon aus, dass die Werte sich an den Langfristwerten orientieren - und zwar in allen drei Monaten. Das schließt aber nicht aus, dass es punktuell intensiven Schneefall oder sehr warme Temperaturen geben kann - bei Langfristberechnungen muss man stets berücksichtigen, dass es sich um Durchschnittswerte handelt.

Beim Niederschlag sieht es so aus, dass der Dezember weniger Niederschlag bringen soll als im Dezember üblich, Jänner und Februar 2012 orientieren sich ebenfalls an den bekannten Durchschnittswerten, die typisch für die beiden Monate ist.

Was heißt das Ganze nun für Österreich?

Spekuliert man, dass die Prognose stimmt, dann heißt das am Beispiel von Wien, dass kein schneeintensiver Winter zu erwarten ist. Die üblichen langfristigen Werte von Wien lauten für Dezember 2,4 Grad Celsius, für Jänner 1,2 Grad und für Februar 2,9 Grad. Es wird also, stimmt die Prognose, keinen milden und keinen strengen Winter geben, sondern einen normalen Winter. Daher kann es auch in Wien einige Schneetage geben, Schneeberge sind aber eher nicht zu erwarten.

Auch die Voraussicht, dass es im Dezember weniger Niederschlag geben könnte, heißt nicht automatisch, dass es keine weiße Weihnachten geben kann. Denn es kann einen trockenen Monatsbeginn geben und in der zweiten Monatshälfte könnte es heftigen Schneefall geben - im Schnitt würde die Prognose passen und es gibt weiße Weihnachten. Oft erlebt man das aber umgekehrt - zu Beginn des Dezember Schneefall und zu Weihnachten Tauwetter.

Die langfristigen Werte wurden für den Zeitraum 1971 bis 2000 ermittelt und sehen in den Landeshauptstädten Österreichs so aus:

Wien 2,4 / 1,2 / 2,9 Grad (Dezember / Jänner / Februar)
St. Pölten 0,4 / -1,0 / 0,4
Linz 0,6 / -0,7 / 0,7
Salzburg 0,4 / -0,8 / 0,7
Innsbruck -0,3 / -0,9 / 0,9
Bregenz 1,8 / 0,6 / 1,5
Klagenfurt -2,7 / -4,0 / -1,4
Graz 0,0 / -0,9 / 0,9
Eisenstadt 1,1 / -0,4 / 1,3

Wieder gilt der Hinweis, dass es sich um Durchschnittswerte über 30 Jahre handelt, womit sehr milde Winter und sehr kalte Winter eingeschlossen sind. Die Langfristprognose lässt also den Schluss zu, dass ein normaler Winter bevorsteht und im März 2012 wird man wissen, ob die Prognose richtig war.

Quelle: http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/people/wwang/cfs_fcst/

 

[Infoplattform Wissenswertes / 4. März 2012]

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