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Viel Neuschnee in Westösterreich

Ein dreiviertel Meter im Arlberggebiet

Die Wanderer hatten ihre Freude mit dem milden Wetter im November 2018 in Österreich, denn selbst Anfang Dezember waren die Wiesen auf 1.500 Meter Seehöhe grün und nur im Einzelfall leicht angezuckert. Für den Wintertourismus war das gar keine gute Wetterlage und man wartete einmal mehr auf den Schnee oder zumindest auf kältere Temperaturen, um der Natur mit den Schneekanonen nachhelfen zu können. Die Situation ist aber nicht neu, es gab solche Wartezeiten schon öfter in den letzten Jahren.

Anno 2018 erledigte sich die Sache am zweiten Adventwochenende und zwar vor allem nördlich des Alpenhauptkamms. Und der Schnee ist gekommen, um zu bleiben.

Viel Neuschnee in Westösterreich

Viel Schnee in WestösterreichDenn ein Tiefdruckgebiet lieferte von Bayern kommend viel Niederschlag und gleichzeitig hat kalte Luft aus dem Norden dafür gesorgt, dass der Niederschlag nicht als Regen, sondern als Schneefall vom Himmel fallen konnte. Von Vorarlberg bis zum niederösterreichischen Mostviertel wurden die Skigebiete mit dem so lange erwarteten Schnee bedient, wobei es etwa im Arlberggebiet besonders starke Schneefälle gab. In Warth, bekannt auch durch die häufig als erstes gesperrte Straßenverbindung Lech - Warth, gab es an die 80 Zentimeter Neuschnee und damit lässt sich gut arbeiten.

Aber auch Skigebiete wie jenes in Annaberg im Südwesten von Niederösterreich oder Lackenhof in der Ötscherregion präsentieren sich nicht mehr als Wandergebiete, sondern haben eine durchgehende Schneedecke erhalten. Der Schneefall setzte zum Wochenende besonders stark ein und hielt bis zum Montag an, zum Teil wird am heutigen Dienstag noch nachgeliefert. Damit ist Skifahren und Snowboarden auf den Bergen möglich.

Trockener blieb es südlich des Alpenhauptkammes, denn dort gab es einige Sonnenstunden und keine Schneefälle. Aber die Temperaturen waren auch dort zumindest im Bergland soweit gesunken, dass man die Pisten entsprechend bearbeiten konnte.

Nach dem Schnee kommt die Kälte

Wenn jetzt mit einem Hochdruckgebiet wieder zehn Grad plus ins Land ziehen würden, wäre einiges des gefallenen Schnees gleich wieder gefährdet, aber dazu kommt es nicht. Denn noch bis Mittwoch kann es ein paar Niederschläge geben, hauptsächlich von Salzburg bis Wien, wobei in Wien eher Schneeregen angesagt sein dürfte. Auf mittleren Lagen kann es in Niederösterreich noch ein wenig schneien.

Von Westen her kommt aber trockenere und kalte Luft nach Österreich. Schon am Mittwoch gibt es von Vorarlberg bis Salzburg einige Sonnenstunden und damit gibt es klirrend kalte Nächte und Höchsttemperaturen um den Gefrierpunkt oder sogar Dauerfrost. Auf den Bergen ist Dauerfrost gesichert und damit kann sich der gefallene Schnee entsprechend festigen, was der Lawinengefahr vorbeugt. Eine Warmfront ist für die nächsten Tage nicht in Sicht, erst zum dritten Adventwochenende wird es wieder milder. Allerdings nicht im Osten, dort könnte es um den Gefrierpunkt kalt bleiben, im Westen und Süden könnten vier bis sieben, vielleicht aber auch zehn Grad in den Tälern erreicht werden.

Und was ist mit weiße Weihnachten?

Die Frage stellt sich jedes Jahr und ist heuer noch völlig unsicher. Kinder, die jetzt elf Jahre alt sind und in Wien geboren wurden, haben noch keine weißen Weihnachten in Wien erlebt und die Sachlage sieht nach Stand der Dinge sehr zweifelhaft aus. Von minus drei bis plus zehn Grad reicht der Unsicherheitsbereich, womit noch eine Option für weiße Weihnachten besteht, aber der Trend geht eher in den Plusbereich.

Das gilt für die meisten Regionen in Österreich, wobei es noch zwei Wochen dauert und da kann viel passieren. Aktuell ist keine Föhnsituation in Sicht, wie sie in den letzten Jahren oft bis zu 20 Grad plus ins Land gebracht haben - gerade zu Weihnachten. Aber auch das kann sich noch entwickeln. Kurzum: nix ist fix :-)



[Infoplattform Wissenswertes / 11. Dezember 2018]

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