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Langzeitprognose: Wetter im Sommer 2008

Zu warmer, aber als zu kühler Sommer empfunden

Das war er also, der Sommer 2008. Auch wenn es im September noch einige warme, vielleicht sogar heiße Tage geben könnte, in der Meteorologie gilt ab dem 1. September der Herbst und damit ist die Gelegenheit gekommen, auf den Sommer 2008 zurückzublicken.

Noch selten haben sich so viele Wetterstationen so weit aus dem Fenster gelehnt und das Wetter für den Sommer im voraus ankündigen wollen wie im Jahr 2008. Die Berechnungen ergaben für Europa, dass der Juni zu kühl, der Juli und der August zu heiß sein sollten. Dass die Langzeitprognose vielleicht nicht wie ein Lottospiel, aber doch ein Bewerb mit hohen Wahrscheinlichkeiten ist, war vielen bewusst, trotzdem versuchte man sein Glück.

Im nachhinein gesehen war man statistisch nicht ganz falsch gelegen, denn bezogen auf Österreich war der Sommer zu warm. Das mag viele überraschen, doch die Temperaturen waren je nach Region um 0,5 bis 1 Grad Celsius im Durchschnitt zu warm.

Andererseits gab es weniger Tage mit Temperaturen über 30 Grad Celsius. In Wien waren es deren genau sechs Stück. Verglichen mit früheren Jahren waren das immer noch viele, aber in den letzten Jahren gab es viel mehr heiße Tage, man denke nur an die Phase im Juli 2007, als es im Burgenland sogar bis zu 39 Grad Celsius im Schatten hatte.

Der heißeste Tag war in Wien am 22. Juni 2008 mit 34,5 Grad. Warum empfanden die Menschen den Sommer nicht als warm oder gar heiß? Zum einen ist man von den letzten beiden Jahren oder dem Rekordsommer 2003 gewöhnt, dass es jeden Tag sehr warm bis heiß ist. Der Mensch scheint sich doch sehr schnell an solche Klimaveränderungen zu gewöhnen und so fällt es schon auf, wenn es nicht jeden Tag so heiß ist.

Aber ein Faktor kam hinzu, denn der Sommer 2008 war äußerst unbeständig. Es ist richtig, dass es oft sehr warme Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad, regional auch darüber gab. Doch an vielen dieser Tage gab es schon ab der Mittagszeit Quellwolken und Gewitter und die Zahl der Unwetter war rekordverdächtig. Damit war ein vollständiger Badetage nicht sehr oft gegeben, weshalb die Bäder auch über Umsatzeinbußen klagen.

Mehr als 223.000 (!!) Blitze wurden im Sommer 2008 in Österreich gezählt - ein absoluter Rekordwert. Mit den Unwettern, den Hagelzerstörungen, den intensiven Regenschauern kam es auch zu Niederschlagsmengen, die für einen Sommer in Österreich ungewöhnlich hoch lagen. In Eisenstadt verbesserte man sogar den Rekord von 1938 (!), der 356 mm für den ganzen Sommer betragen hatte, auf 479 mm, also nicht nur ein neuer Niederschlagsrekord für einen Sommer, sondern gleich eine "Verbesserung" um mehr ganze 123 mm. Ähnliches gilt für den Bereich des südlichen Niederösterreichs.

Und erstaunlich bleibt die Durchschnittstemperatur allemal. Im Juni 2008 regnete es viel und es gab kühle Temperaturen - von daher war die Langzeitprognose für Juni durchaus richtig. In den Alpentälern gab es im Juni Morgenwerte unter dem Gefrierpunkt von Null Grad - sehr erstaunlich für den Monat.

Doch die Sonne hatte eine so starke Kraft, dass sie die Temperaturen untertags binnen kürzester Zeit erwärmen konnte. Deshalb war es wohl, vor allem im Juni, in der Früh zu kalt, aber durchschnittlich war die Tagestemperatur über dem langjährigen Durchschnitt gelegen.

Was die Sonnenstunden selbst betrifft, so lagen diese in Summe knapp über dem Normalwert für einen Sommer in Österreich.

Siehe auch
Wetterberichte 2008

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Sommer 2008

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