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Wetter im Sommer 2017

Langfristige Prognose für die Monate Juni bis August

Anfang Mai 2017 haben wir die Langfristprognose für den Sommer zusammengefasst, wie ihn die Wetterstationen zu jenem Zeitpunkt veröffentlicht hatten. Natürlich weiß man, dass diese langfristigen Prognosen schwierig sind, doch wie sind sie im praktischen Test wirklich? Manchmal sagen sie einen Wettertrend sehr gut voraus, manchmal liegen sie völlig falsch.

Für den Sommer 2017 lagen sie doch ein wenig daneben. Zwar war für Juni und Juli auch ein Plus von einem Grad gegenüber den langfristigen Wetterberechnungen (30 Jahre 1980 - 2010) angekündigt worden, für August aber eher übliche Werte. Ein eher normaler Sommer sollte das Jahr 2017 in Mitteleuropa sein.

Wie war der Sommer wirklich?

Sommerwetter in ÖsterreichDie vorläufige Zusammenfassung der Monate Juni bis August 2017 ergab, dass der Sommer um durchschnittlich 2,0 Grad Celsius wärmer war als er sein sollte, also deutlich wärmer, als die Prognose vorherberechnet hatte. Dass es keine durchgehene Hitze gab, sondern dazwischen auch eher ungewöhnlich kühle Tage, ist kein Thema einer Langfristprognose. In einer solchen können nur langfristige Trends wie zu warm/kalt/feucht angenommen werden.

In Wirklichkeit war der Sommer 2017 der drittwärmste in der Messgeschichte, nur die Jahre 2003 und 2015 und das zeigt auch, dass die letzten Jahre immer wärmer wurden - ob man nun an einen Klimawandel glaubt oder nicht. Außerdem gab es im Sommer 2017 um 18 Prozent mehr Sonnenstunden als üblich. Die Trockenheit in Ostösterreich, aber auch im Südosten und selbst in manchen Regionen im Westen fing schon im Frühjahr an und setzte sich in diesem zu warmen und zu trockenen Sommer fort.

Auffällig ist, dass 2013 nach dem erneuten schweren Hochwasser Ende Mai/Anfang Juni Dürre einsetzte mit drei Monate Sonne und so gut wie keinem Niederschlag. 2015 war ein extrem heißer Sommer mit wochenlanger Hitze speziell dann auch im August und auch 2017 war sehr heiß - immer im Rhythmus von zwei Jahren. Zufall? Man weiß es nicht.

Jedenfalls war es kein normaler Sommer, an manchen Messstellen gab es viermal so viele Hitzetage (= Tage über 30 Grad) als üblich, in Wien waren es doppelt so viele Hitzetage und die Zahl der Tropennächte (Tiefstwert über 20 Grad) hat sich auch deutlich erhöht.

Wer mag, kann nachstehend die Prognose aus dem Mai 2017 nachlesen. 

Wie wird das Wetter im Sommer 2017?

Für die Monate Juni bis August gibt es die Vorausberechnung, dass der Juni und der Juli eine Abweichung in der Temperatur von minus 0,5 bis plus 1,0 % aufweisen könnten. Das heißt, dass es eher ein wärmerer Monat Juni und ebenso darauffolgend Juli werden wird, die Wahrscheinlichkeit für einen kühleren Monat ist eher gering. Aber sehr große Abweichungen sind nicht zu erwarten, glaubt man den Prognosen. Für den Monat August 2017 ist hingegen eine Abweichung von minus 0,5 bis plus 0,5 Grad berechnet worden, was einen normalen August bedeuten würde. Im Anschluss gibt es die Langfristwerte für die österreichischen Bundeshauptstädtte zum Vergleich, die sich auf 30 Jahre Wetterdaten beziehen.

Beim Niederschlag geht man von durchschnittlichen Regenmengen aus, was natürlich noch schwieriger vorherzusagen ist. Denn bei feucht-schwülem Wetter kann es viel mehr Gewitter geben als bei einem trockenen Wetter. Die Prognose sagt aber, dass Dürre oder sehr trockenes Wetter eher unwahrscheinlich ist. Auch die Ausgangslage spielt eine Rolle, muss es aber nicht zwangsläufig.

Ein extremes Beispiel war das Jahr 2013, als es vor allem im Mai ständig geregnet hatte und gegen Ende Mai und Anfang Juni gab es intensive Regenfälle und daraus folgend Hochwasser besonders in Westösterreich. Kaum hörte der Regen aber auf, gab es fast drei Monate nur noch Sonne pur, große Hitze und vor allem Dürre im krassen Widerspruch zum Hochwasser davor. Das Beispiel zeigt, dass der Verlauf des Frühjahrs auch nicht immer den Sommer und sein Wetter definiert. Der April 2017 war deutlich zu kühl und bracht ungewöhnlich viel Schnee, der Mai zeigte sich in den ersten Tagen wechselhaft wie man es vom April her kennt.

Langfristwerte der Landeshauptstädte in Österreich

Nachstehend gibt es eine Aufstellung der österreichischen Landeshauptstädte, um sich einen Überblick zu verschaffen. Der erste Wert ist der Juni, der zweite der Juli und der dritte schließlich der August. Es handelt sich um Durchschnittswerte von 1971 bis 2000 und natürlich Temperaturen, die im Schatten gemessen wurden.

Wien 19.1/21.7/21.6
St. Pölten 17.2/19.1/18.2
Eisenstadt 18.1/20.2/19.8
Linz 17.3/19.1/18.7
Salzburg 16.5/18.5/18.3
Innsbruck 16.3/18.3/17.9
Bregenz 16.4/18.7/18.2
Graz 17.7/19.5/18.9
Klagenfurt 16.9/18.8/18.2

 

[Infoplattform Wissenswertes / 29. August 2017]

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Jänner 2017

Das Wetter im Jänner 2017 brachte einen der kältesten Jännermonate der letzten 30 Jahre mit einer klaren Temperaturabweichung nach unten von 3,0 Grad Celsius.

Februar 2017

Das Wetter im Februar 2017 brachte Österreich deutlich höhere Temperaturen als im Februar üblich und größtenteils war es auch ungewöhnlich trocken.

März 2017

Der März 2017 war der wärmste März seit Beginn der Wetteraufzeichnungen und war dementsprechend auch sehr sonnig und zum Teil sogar staubtrocken.

April 2017

Der April 2017 war der kühlste April seit neun Jahren und brachte erstaunliche Schneemengen im Bergland und generell überdurchschnittlich viel Niederschlag.

Mai 2017

Der Mai 2017 war nach längerer Zeit wieder ein sehr sonniger Maimonat und er brachte auch große Hitze mit Temperaturen über 30 Grad Celsius im Schatten.

Juni 2017

Der Monat Juni 2017 wurde zum zweitwärmsten Juni seit Beginn der Aufzeichnungen und schaffte es auch auf Platz 4 in der Statistik der Sonnenstunden.

Juli 2017

Der Juli 2017 bot laut Wetterstatistik ein angenehmes Sommerwetter mit leicht zu warmen Temperaturen, mehr Sonnenstunden, aber auch mehr Niederschlag.

August 2017

Der August 2017 war der fünftwärmste August in Österreich seit Beginn der Aufzeichnungen und war auch wieder ein sehr sonniger und trockener Monat.

September 2017

Der September 2017 war der kühlste September seit einem Jahrzehnt, wie die Wetterstatistik ermittelt hat und damit ganz anders als der Vorjahresseptember.

Oktober 2017

Der Oktober 2017 war in Bezug auf das Wetter doch deutlich wärmer als langfristig, vor allem im Süden sehr trocken und endete mit einem sehr starken Sturm.

November 2017

Das Wetter im November 2017 hielt sich bei der Temperatur ziemlich genau an die langjährige Vorgabe - im Gegensatz zu den viel zu milden letzten Novembermonaten.

Dezember 2017

Das Wetter im Dezember 2017 in Österreich erwies sich als ziemlich durchschnittlich, auch wenn es punktuell durchaus Ausreißer gab wie etwa den Niederschlag am Loiblpass.

Wetter im Jahr 2017

Die Wetterstatistik für Österreich und das Jahr 2017 dokumentiert, dass auch dieses Jahr deutlich wärmer war als die langjährigen Durchschnittswerte, trotz kaltem Jänner und kühlem Herbst.

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