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Wetter im Sommer 2019 Österreich

Errechnetes Wetter für Juni bis August

Der April 2019 wirkte in Österreich, aber eigentlich fast in ganz Europa wie ein Hochsommermonat und sorgte für große Lust auf den eigentlichen Sommer, aber machte auch Sorge. Denn die letzten beiden Frühlingsphasen sorgten für enorme Trockenheit und gelbe Wiesen und es war auch 2019 bereits teilweise der Trend auszumachen. Ende April begann es dann zu schütten und es kam in den Norden und Osten sowie Südosten der Regen, den man zum Teil schon seit Monaten erwartet hatte.

Der Mai startete dafür viel zu kühl und es gab immer wieder Regen. Nun war die Frage, ob der April, der 13. zu warme Monat in Folge, ein Hinweis auf das Sommerwetter mit weiteren Hitzewellen war oder ob der zu kühle und sehr unbeständige Mai ein Indiz für einen nach längerer Zeit wieder einmal zu kühlen Sommer sein könnte. Die Langfristprognosen werden besser, sind aber immer noch sehr fehlerhaft. Und sie sind sich auch nicht wirklich einig.

Zwischenfazit: knapp daneben ist auch vorbei ist eine beliebte Redewendung und was den Juni 2019 betrifft, kann man das so formulieren, denn der Juni 2019 wurde zum heißesten Junimonat seit Beginn der Aufzeichnungen und zwar mit klarem Abstand zu Platz zwei. Ein wechselhafter Juni war also nicht gegeben, auch wenn es einige heftige Gewitter gab. Der Juli begann dafür deutlich unterkühlt und startete erst nach der Monatshälfte neu durch. Temperaturen um die 5 bis 8 Grad im Alpenraum sind für Juli schon sehr kühl, es gab auch einige Regentage, wobei die für die Natur sehr wichtig waren.

Die ersten 1,5 Monate des Sommers 2019 zeigten einmal mehr, wie schwierig es ist, das Wetter über einen längeren Zeitraum vorherzusagen.

Prognose für den Sommer 2019 in Österreich und dem Alpenraum

Wie wird das Wetter im Sommer 2019?Was sagt nun die Langfristprognose. Die Saisonprognose der ZAMG auf der Wiener Hohen Warte reicht bis Juli und besagt, dass der Juni ein eher normaler, vielleicht sogar etwas unbeständiger Monat sein wird mit meist durchschnittlichen Temperaturen. Damit ist es warm, aber es gibt keine ausgeprägten Hitzewellen. Abhängig wird die Entwicklung davon sein, wie sehr die erwarteten weiteren Kaltlufteinbrüche Mitte und Ende Mai sein werden. Der Juli ist laut ZAMG aber sehr warm bis heiß. Für den August ist ähnliches zu erwarten.

Das amerikanische Wettermodell sieht für den Sommer 2019 in Österreich, aber auch bis hinauf nach Mitteldeutschland sehr trockenes und warmes Wetter mit einer Abweichung im Juni und Juli von bis zu zwei Grad, im August bis zu 1,5 Grad. Das spricht schon für einen sehr heißen Sommer - der Sommer 2018 hatte eine Abweichung von regional 3 bis fast 4 Grad und brachte eine sehr lange Hitzewelle mit enorm vielen Tropennächten in der Wiener Innenstadt.

Das europäische Modell ist auch davon überzeugt, dass es ab Juli sehr heiß werden könnte, man ist sich bei der Abweichung ähnlich sicher wie die US-Kollegen, nur der Juni könnte wechselhafter sein.

Vom Niederschlag her ist der Alpenraum ergo auch Österreich und Bayern im Juni auf der unbeständigeren Seite, ehe es ab Juli heiß wird. In Norddeutschland könnte man mit Trockenheit Probleme bekommen, weil es da schon im Juni weniger Niederschlag geben sollte.

Was heißt das jetzt?

Wenn es um zwei Grad wärmer ist als langfristig, dann heißt dass, dass es um diese zwei Grad höhere Temperaturen als die durchschnittlichen Werte der Jahre 1981 bis 2010, also von 30 Jahren gibt. In Wien gibt es (siehe nachstehende Tabelle) durchschnittlich 21 Grad im Schatten, also wären es dann 23, wobei man das so nicht direkt sagen kann, weil es mal mehr und mal weniger intensiven Sonnenschein gibt. Aber bei 23 Grad im Schatten hat man zumindest 30 bis 35 Grad in der Sonne.

Das Problem mit der Langfristprognose besteht aber darin, dass eine sehr trockene Wettersituation helfen kann, dass es in den Städten leichter abkühlt, wenn die Nacht an der Reihe ist, wenn es sehr feucht ist, kühlt es kaum ab. Das stimmt aber auch nur bedingt, weil 2018 war es staubtrocken und trotzdem kühlte es in Wien und anderen großen Städten in Mitteleuropa nur wenig ab.

Langfristwerte der Landeshauptstädte in Österreich

Nachstehend gibt es eine Aufstellung der österreichischen Landeshauptstädte, um sich einen Überblick zu verschaffen. Der erste Wert ist der Juni, der zweite der Juli und der dritte schließlich der August. Es handelt sich um Durchschnittswerte von 1981 bis 2010 und natürlich Temperaturen, die im Schatten gemessen wurden.

LandeshauptstadtJuniJuliAugust
Wien 18,7 21,0 20,5
St. Pölten 17,8 19,8 19,3
Eisenstadt 18,8 21,0 20,2
Linz 17,9 19,9 19,4
Salzburg 16,8 18,9 18,2
Innsbruck 17,9 19,2 18,4
Bregenz 17,2 19,2 18,3
Graz 18,3 20,2 19,5
Klagenfurt 17,8 19,8 19,0

 

[Infoplattform Wissenswertes / 7. Mai 2019]

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