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Wetter im September 2008: zu kühl

Viel zu kühler September

Das Wetter im September 2008 war statistisch gesehen zu kühl, wenngleich in der Gesamtstatistik die Differenz zum langjährigen Schnitt mit Minus 0,5 bis Minus 1,5 Grad moderat ausfällt.

Deutlich zu kühl für den Monat September

Wetterstatistik Österreich September 2008Das hat aber den Grund, dass es zu Beginn des Monats sehr warm, zum Teil sogar extrem heiß war. In der ersten Septemberwoche wurden verbreitet Temperaturen um die 30 Grad Celsius gemessen und es gab viele Sonnenstunden. Im burgenländischen Andau gab es den Rekordwert des Monats mit 32,9 Grad Celsius im Schatten, gemessen am 6. September 2008.

Ab dem 12. September war es mit der Herrlichkeit aber vorbei, weil eine Kaltfront vom Westen über Österreich zog und als Konsequenz kühlte es markant ab. Temperaturstürze um 20 Grad waren die Folge und teilweise waren die Höchsttemperaturen unter zehn Grad gelegen.

Danach bildete sich ein massives Tiefdruckgebiet über Osteuropa, dass sich bis nach Österreich ausgewirkt hat und wochenlang dichte Wolken und Regen brachte. In Ostösterreich regnete es binnen von Tagen die Mengen, die man sonst im ganzen September erlebt. Die Temperaturen haben sich erst gegen Ende September wieder gehoben und wäre nicht die Hitzewelle am Beginn des Monats gewesen, wäre der Unterschied zum langjährigen Schnitt deutlicher ausgefallen. In der zweiten Monatshälfte lag man teilweise um vier bis fünf Grad unter dem langjährigen Schnitt.

Beim Niederschlag gab es in Niederösterreich bis zu doppelt soviel Regen im Vergleich zum langjährigen Schnitt für den Monat September. In Kärnten gab es dafür nicht einmal die Hälfte der normalen Regenmenge, im restlichen Österreich war die Regenmenge als normal zu bezeichnen.

Durch die lange Schlechtwetterphase hat man im Monat September 2008 in Österreich auch keine Rekorde bei den Sonnenstunden erwarten dürfen. Die Stadt Graz hat fast die normale Menge an Sonnenstunden erhalten, in Salzburg hat man gerade einmal drei Viertel der normalen Menge zählen können.

Besonderheiten im September 2008

Temperaturen über 30 Grad (Bericht vom 2. September 2008)

Also das Fazit der Badbetreiber für den Sommer 2008 war kein positives und auch wenn die Durchschnittstemperaturen sehr hoch waren, so gab es wenige Tage im Juli und August, deren Temperatur über die 30 Grad-Marke stiegen.

Offenbar war das dem Wetter auch aufgefallen, daher gibt es jetzt Kompensation, denn die nächsten Tage werden zwar etwas unbeständig, aber sehr heiß werden. Das betrifft vor allem das nächste Wochenende. Schon morgen, Mittwoch, wird es bis zu 30 Grad Celsius im Schatten geben.

Das wird von Freitag bis Sonntag noch getoppt, denn dann sollen Temperaturen bis zu 32, 33 Grad Celsius zu erwarten sein, womit ein hochsommerliches Wochenende bevorsteht. Wer also bisher keine Möglichkeit hatte, einen Badetag einzulegen, könnte am Wochenende sein Glück versuchen.

Vielleicht liegt es aber auch am Wiener Donauinselfest, das bei solchen Temperaturen für hohen Konsum an Bier und anderen Getränken sorgen wird, damit die erhitzten Gemüter abgekühlt werden können. Damit ist gewährleistet, dass eines der größten Open Air-Feste Europas trotz des ungewöhnlichen September-Termins ein voller Erfolg werden kann.

Für Menschen mit Kreislaufproblemen könnte das heiße Wetter aber nicht nur wegen der Temperaturen mühsam sein. Die Temperaturen werden nämlich durch einen Föhn verursacht, der oft für Kopfschmerzen und andere Schwierigkeiten sorgt.

Angekündigte Hitze im Osten (Bericht vom 6. September 2008)

Der Sommer schlug wie angekündigt zurück und so gab es an diesem heutigen Samstag Rekordtemperaturen in Österreich, wobei sich diese auf die Osthälfte des Landes beschränkt haben. Am wärmsten war es im burgenländischen Andau, wie die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) Hohe Warte bekanntgegeben hat.

Denn in Andau wurden 32,9 Grad Celsius im Schatten gemessen, das war nur um ein Zehntel weniger als der bisherige Rekord für einen Tag im September. Andernorts in Weyer (Oberösterreich), gab es 32,6 Grad und das waren gleich um zwei Grad mehr als der bisherige Rekordwert für September, der aus dem Jahr 1981 bekannt war.

In Wien, wo der Rekord bisher bei 32,5 Grad Celsius lag, erwartete man einen neuen Rekord, wurde aber enttäuscht. Die Wiener Innenstadt schaffte es auf beachtliche 31,7 Grad, aber Rekord war dies keiner. Dafür hat Bad Ischl einen neuen Temperaturrekord mit 32,3 Grad erzielt, der die alte Marke gleich um 1,7 Grad verbessert hatte.

Insgesamt war durch eine Föhnströmung sehr heiße Luft nach Österreich gelangt. Damit hatten die Freibäder einen erfolgreichen Tag erleben dürfen, nachdem der Sommer sehr enttäuschend verlaufen war. Die heiße Luft bleibt aber nicht erhalten, denn schon in der Nacht bricht der Föhn im Westen Österreichs zusammen und von den frühen Morgenstunden an kann es in Westösterreich stark regnen. Temperaturen über 20 Grad sind kaum zu erwarten, während es im Wiener Raum noch 27 bis 30 Grad geben kann, im Grazer Becken werden sich die 30 Grad noch bis zum Abend halten können.

Danach kühlt es aber auch in diesen Bereich stark ab, weil eine Front durchzieht. Doch schon am Dienstag gibt es wieder Sonne vom Morgen bis zum Abend und dieses hochsommerliche Wetter bleibt auch die nächsten Tage erhalten.

Vom Hochsommer in den Frühwinter (Bericht vom 11. September 2008)

Es wird kalt. So lässt sich die Wetterentwicklung der nächsten Tage in Österreich treffend umschreiben, denn die Temperaturen bis zu 30 Grad Celsius im Schatten, die es österreichweit in den letzten Tagen gegeben hatte, sind schnell vorbei.

Schon morgen Freitag wird sich die Wetterlage markant verändert, denn es dichte Wolken und starken Regen, der von West nach Ost zieht. Damit ist Ostösterreich und auch der Südosten bevorzugt, weshalb es im Wiener Raum, im Burgenland und bis zum Grazer Becken Temperaturen um die 25 Grad geben könnte. In Westösterreich sind nur noch 15 bis 23 Grad möglich.

Das Wochenende wird dann kalt, stürmisch und regnerisch. Am Sonntag sind sogar Tageshöchstwerte von 5 bis 13 Grad angekündigt. Nimmt man den Schnitt von etwa 10 Grad, dann wären das bis zu 20 Grad weniger als noch gestern Mittwoch.

Der Wettersturz wirkt sich auf allen Höhen aus und so wird es erstmals im Wetterbericht wieder Informationen über die Schneefallgrenze geben, die sich nämlich aufgrund des Temperatursturzes bis in das Mittelgebirge senken wird. Ab einer Höhe von 1.200 bis 1.300 Metern muss man am Wochenende und auch am Beginn der nächsten Woche mit Schneefall rechnen.

Kühle Temperaturen sind für den Monat September in Österreich nicht ungewöhnlich, aber Tageshöchstwerte - wenn sie denn so eintreffen - von 5 bis 10 Grad sind allerdings als außergewöhnlich zu bezeichnen.

Besonders betroffen: Region St. Veit/Glan (Bericht vom 13. September 2008)

Die angekündigte Kaltfront, die das spätsommerliche Wetter aus Österreich vertreiben sollte, hat Österreich pünktlich erreicht, wobei sie sich unterschiedlich dargestellt hatte. In Westösterreich gab es viel Regen, im Süden hingegen starke Gewitter.

Die Gewitter wurden zum Problem, von dem praktisch ganz Kärnten betroffen war. Es waren nicht nur starke Gewitter, sondern sie brachten auch Überflutungen und sogar Murenabgänge.

Im Bezirk St. Veit/Glan waren die Gewitter besonders intensiv ausgefallen. Im Metnitztal fiel binnen kürzester Zeit soviel Regen, dass die Landstraße überspült wurde und das Wasser in zahlreiche Häuser eindringen konnte. Um die Situation noch zu verstärken, gab es zudem zahlreiche kleinere Murenabgänge, die auch die Infrastruktur gefärdeten, weil einige Strommasten umzustürzen drohten.

Hausbewohner sahen sich binnen von Minuten einer Schlammlawine gegenüber, ohne irgendetwas unternehmen zu können. Diese Situation fand sich in einigen Regionen des Bundeslandes Kärnten, sodass Bundesstraßen gesperrt werden mussten, weil es zu Überflutungen gekommen war. In manchen Orten wälzte sich eine Schlammlawine durch die Straßen und breiteten sich später über Wiesen und Felder aus.

Die Gewitter waren von Slowenien nach Kärnten gezogen und bewegten sich später ostwärts Richtung Steiermark. In der Steiermark gab es dann keine Probleme mehr, weil sich die Gewitterzellen größtenteils aufgelöst hatten.

Eine Woche lang zu kalt (Bericht vom 15. September 2008)

Der Wettersturz ist in Österreich eingetroffen, wie er vorhergesagt wurde und so haben die Menschen binnen weniger Tage eine Umstellung durchlebt, die sie von Tageshöchstwerten um die 30 Grad Celsius im Schatten auf nicht einmal 10 Grad geführt hatte.

Dabei handelte es sich aber nicht um eine kurze, durchziehende Front, sondern um den Beginn einer kalten Wetterphase, die selbst für das Alpenland Österreich ungewöhnlich ist. Temperaturen um neun Grad in der Bundeshauptstadt Wien, die meistens zu den wärmsten Orten Österreichs zählt, ist nur ein Beispiel. In manchen Orten gab es sogar Temperatur-Minusrekord für den Monat September.

In den Landeshauptstädten sind keine Rekorde zu verzeichnen gewesen, aber es ist auch so schon sehr kühl und durch den Regen, der österreichweit aktiv war, empfand man die Temperaturen noch kühler, als sie tatsächlich waren.

Dieses zu kühle Wetter bleibt auch die ganze Woche über erhalten, auch wenn es einen leichten Temperaturanstieg ab Mittwoch geben wird. Aber von 20 Grad im Schatten wird man bis zum Wochenende und vermutlich darüber hinaus nur träumen können.

Es bleibt Dienstag sehr feucht, wobei es im Westen Österreichs und im Süden ab Mittag auflockern wird. Im Norden und Osten wird es bis zum Abend regnen. Die folgenden Tage werden trocken und sonnig werden, aber die Temperaturen bleiben im Keller. Mehr als 17 Grad wird man nicht erwarten dürfen.

Endlich etwas milder (Bericht vom 26. September 2008)

Der September 2008 hat sich von der extremen Seite gezeigt, wobei die negative Seite bevorzugt wurde - nicht von den Menschen, aber vom Wetter. Zuerst hatte es kurz vor Mitte des Monats Temperaturen um oder sogar über 30 Grad Celsius und dann zog eine Kaltfront durch Österreich durch und die Temperaturen stürzten regelrecht ab. Tageshöchstwerte von zehn Grad waren durchaus feststellbar.

Seither überlagert ein riesiges Tiefdruckgebiet den osteuropäischen Raum. Die Wetterzone bewegte sich von Russland über Polen nach Tschechien und in die Slowakei und setzte sich auch über Ostösterreich fest. So kam es tageslang zur Situation, dass es in Westösterreich, vor allem in Vorarlberg, teilweise sonnig war, während von Wien bis Salzburg von der Sonne nichts zu sehen war.

Dennoch: auch in Vorarlberg waren die Temperaturen bei 15 bis 18 Grad bescheiden, östlich davon, vor allem von Wien bis Linz gab es teilweise nicht einmal 13 Grad. Für den Monat September war das viel zu wenig und diese Wetterphase hält bis heute an.

Wobei die Temperatur zwar enttäuschend ist und für die Landwirtschaft, die Freibäder und die Eissalons zum Problem wurde, aber das größere Problem haben die Menschen mit dem Faktor, dass es mit wenigen Ausnahmen seit fast zwei Wochen keine Sonne gibt. Man wähnt sich wettertechnisch im November. Dazu kommt, dass es nach Eintreffen der Kaltfront intensive Regenfälle gibt, sodass es in Wien beispielsweise binnen weniger Tage soviel geregnet hatte, wie sonst im ganzen Monat.

Doch damit ist bald Schluss. Morgen, Samstag, setzt sich im Laufe des Tages auch in Ostösterreich die Sonne durch, im Westen kann man sie schon am vormittag erwarten. Auch im Süden wird es feines Wochenendwetter geben. Noch schöner wird der Sonntag, der in ganz Österreich laut Prognose Sonne bieten wird und die Temperaturen steigen auf 14 bis 20 Grad, wobei allgemein 18 bis 20 Grad erwartet werden können.

Der Haken: es wird Montag noch einmal schön und mild, danach kommt die nächste Front....

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