Sie sind hier: Startseite -> Wetter / Klima -> Wetterberichte Österreich -> Wetterberichte 2017 -> September 2017

Wetter im September 2017

Sehr kühler September

Der Monat September 2017 wurde von vielen Menschen als sehr kühl empfunden. Manche haben sich darüber gefreut, weil es ohnehin fünf Hitzewellen gab und man gut lüften konnte, aber man erinnerte sich auch an das Vorjahr, als es im September 30 Grad im Schatten hatte.

Tatsächlich hat die Wetterstatistik der ZAMG ermittelt, dass der September 2017 der kühlste Septembermonat seit einem Jahrzehnt war, für das Bergland musste man sogar bis 2001 zurückblättern, um ähnliche Temperaturen zu finden. Auch bei der Sonne war das Ergebnis sehr mäßig, sodass es einen ungewöhnlich trüben Monat gab.

Temperatur im September 2017

Viele haben bereits mit dem Einheizen begonnen und das war kein Zufall, denn die Temperaturen lagen im Schnitt bei 1,5 Grad unter dem langjährigen Schnitt. Damit war der kühlste September Gewissheit seit dem September 2007, damals war auch der Durchschnittswert um 1,7 Grad unterschritten worden. Auf den Bergen und in den Alpentälern war es besonders kalt. Frostwerte am Morgen sind im September immer wieder anzutreffen, aber doch ungewöhnlich. Manche Bergregionen haben sogar neue Schneerekorde für den Monat September erzielen können. So gab es auf der Villacher Alpe mit ihren 2.140 Meter Seehöhe 78 Zentimeter Neuschnee. So viel wurde seit Beginn der Schneemessung an diesem Berg ab dem Jahr 1925 noch nicht aufgezeichnet.

Aber es ging auch anders, denn am 14. September war in Hohenau an der March ein Wert von 29,1 Grad Celsius im Schatten gemessen worden. Damit war Hohenau einmal mehr ein Spitzenreiter, nachdem es hier den ganzen Sommer über schon extrem hohe Temperaturen gab.

Niederschlag im September

Zusätzlich zu den kühleren Temperaturen kam auch überdurchschnittlich viel Regen, wobei der zum Beispiel im Osten Österreichs ohnehin seit Monaten Mangelware war. Im Schnitt war um 35 Prozent mehr Regen gefallen als im September üblich, aber der erwähnte Osten muss auch hier kritisch genannt werden. Denn der Durchschnitt leugnet die Unterschiede der Regionen. Während es in Kärnten doppelt so viel geregnet oder auch zum Teil geschneit hat als im September üblich, fehlten im Mühl- und Waldviertel wieder 40 bis 60 Prozent des so wichtigen Niederschlags.

In anderen Landesteilen wie in Tirol, der Steiermark, Niederösterreich und im Burgenland gab es um 30 bis 80 Prozent mehr Feuchtigkeit vom Himmel als im September üblich.

Wenig Sonne, trübes Wetter

Der Regen hatte es schon angedeutet - es gab wenig Sonne in diesem September 2017. Im Schnitt fehlten 30 Prozent der Sonnenstunden, die üblicherweise im September gezählt werden können. Damit wurde dieser Monat zu einem der trübsten September der letzten zwei Jahrzehnte. Von Nordtirol bis nach Kärnten gab es 30 bis 50 Prozent zu wenig Sonne, vom nördlichen Oberösterreich bis in den Wiener Raum und ins Burgenland waren es 10 bis 30 Prozent weniger.

Datenquelle: https://www.zamg.at



[Infoplattform Wissenswertes / 1. Oktober 2017]

Siehe auch
Wetterberichte 2017

Ebenfalls interessant:

Winter 2016/17

Langfristprognose für das Wetter im Winter 2016/17 in Österreich im Vergleich zu den langfristigen Wetterwerten der österreichischen Landeshauptstädte.

Wetter im Sommer 2017

Wie wird das Wetter im Sommer 2017 von Juni bis August? Die Langfristprognose wagt einen ersten Ausblick auf die Temperaturen im Vergleich zu den langfristigen Daten.

Jänner 2017

Das Wetter im Jänner 2017 brachte einen der kältesten Jännermonate der letzten 30 Jahre mit einer klaren Temperaturabweichung nach unten von 3,0 Grad Celsius.

Februar 2017

Das Wetter im Februar 2017 brachte Österreich deutlich höhere Temperaturen als im Februar üblich und größtenteils war es auch ungewöhnlich trocken.

März 2017

Der März 2017 war der wärmste März seit Beginn der Wetteraufzeichnungen und war dementsprechend auch sehr sonnig und zum Teil sogar staubtrocken.

April 2017

Der April 2017 war der kühlste April seit neun Jahren und brachte erstaunliche Schneemengen im Bergland und generell überdurchschnittlich viel Niederschlag.

Mai 2017

Der Mai 2017 war nach längerer Zeit wieder ein sehr sonniger Maimonat und er brachte auch große Hitze mit Temperaturen über 30 Grad Celsius im Schatten.

Juni 2017

Der Monat Juni 2017 wurde zum zweitwärmsten Juni seit Beginn der Aufzeichnungen und schaffte es auch auf Platz 4 in der Statistik der Sonnenstunden.

Juli 2017

Der Juli 2017 bot laut Wetterstatistik ein angenehmes Sommerwetter mit leicht zu warmen Temperaturen, mehr Sonnenstunden, aber auch mehr Niederschlag.

August 2017

Der August 2017 war der fünftwärmste August in Österreich seit Beginn der Aufzeichnungen und war auch wieder ein sehr sonniger und trockener Monat.

[aktuelle Seite]

September 2017

Der September 2017 war der kühlste September seit einem Jahrzehnt, wie die Wetterstatistik ermittelt hat und damit ganz anders als der Vorjahresseptember.

Oktober 2017

Der Oktober 2017 war in Bezug auf das Wetter doch deutlich wärmer als langfristig, vor allem im Süden sehr trocken und endete mit einem sehr starken Sturm.

November 2017

Das Wetter im November 2017 hielt sich bei der Temperatur ziemlich genau an die langjährige Vorgabe - im Gegensatz zu den viel zu milden letzten Novembermonaten.

Dezember 2017

Das Wetter im Dezember 2017 in Österreich erwies sich als ziemlich durchschnittlich, auch wenn es punktuell durchaus Ausreißer gab wie etwa den Niederschlag am Loiblpass.

Wetter im Jahr 2017

Die Wetterstatistik für Österreich und das Jahr 2017 dokumentiert, dass auch dieses Jahr deutlich wärmer war als die langjährigen Durchschnittswerte, trotz kaltem Jänner und kühlem Herbst.

Soziale Medien

Wir freuen uns, wenn dieser Artikel geteilt wird:

Themenliste:

Zurück zum Hauptthema

Übersicht Wetterberichte 2017

Startseite Wetter