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Wetter im September mit Zweiteilung

Trockener Westen, sehr feuchter Osten

Das Wetter im September 2014 lässt sich nicht so ganz einfach beschreiben, denn die Wetterstatistik zeigt, dass es regional große Unterschiede gab. Generell waren die Temperaturen im Sinne der langfristig erhobenen Werte. Es war um 0,7 Grad wärmer als im September üblich, das ist ein durchaus übliches Ergebnis. Extrem waren dafür die Unterschiede beim Niederschlag zwischen Westösterreich und Ostösterreich.

Temperaturen im September 2014

Mit durchschnittlich 0,7 Grad über dem langfristigen Schnitt lag der September 2014 im normalen Bereich. Es war nicht übertrieben kann und es gab auch keine Hitze, wie man es in den letzten Jahren immer wieder mit Werten über 30 Grad Celsius im Schatten erlebt hatte. Der höchste Wert wurde in Salzburg mit 28,5 Grad gemessen. Um bis zu 1,5 Grad war es vom Inntal bis zum Waldviertel wärmer, im Wiener Raum oder auch im Nordburgenland gab es kaum eine Abweichung, ansonsten eine wärmere Temperatur bis zu einem Grad im Vergleich zu den letzten 30 Jahren.

Niederschlag im September 2014

Wetterstatistik Österreich September 2014Das große Thema war aber im September der Niederschlag, denn dieser war österreichweit gesehen sehr unterschiedlich erfolgt. Von Vorarlberg bis Oberkärnten gab es um teilweise bis zu 80 Prozent weniger Regen als im September üblich, während vor allem in der Osthälfte Österreichs bis zu 220 Prozent der üblichen Niederschlagsmenge verzeichnet wurden. Ein Regenrekord wurde wieder in Hohenau an der March in Niederösterreich aufgestellt. Eben dort war schon im August ein neuer Niederschlagsrekord verzeichnet worden.

Die Feuchtigkeit ist auch abseits des Regens ein Thema. In Wien hat es oft auch tagsüber an trockenen Tagen eine Luftfeuchtigkeit von mindestens 60 %, während es in St. Pölten schon deutlich trockener ist. Aber auch in Niederösterreich spürt man die hohe Luftfeuchtigkeit - ganz im Gegensatz zu Westösterreich, wo es deutlich trockener war.

Sonnenstunden im September 2014

Bei den Sonnenstunden zeigt sich auch das oft trübe und feuchte Wetter, denn es gab um 18 Prozent weniger Sonnenschein als im September in Österreich üblich. Auch hier zeigt sich die Zweiteilung, denn im Westen waren die Sonnenstunden durchaus dem September angemessen, während in der Osthälfte bis zu 40 Prozent weniger Sonnenstunden gemessen wurden.

Besonderheiten im September 2014

Balkantief: kein Spätsommer in Sicht (Bericht vom 6. September 2014)

Nach dem warmen Juni 2014 beschränkte sich der Sommer des Jahres 2014 auf das Notwendigste und das bedeutete, dass die Hitze in Österreich zum Großteil abgesagt wurde. Im Juli entwickelte sich ein beständiges und großes Tiefdruckgebiet über der Adria, das immer wieder die kühlen und feuchten Luftmassen von der Nordsee in den Alpenraum lockte. Viele Gewitter und auch Unwetter waren die Folge. Wer ausweichen wollte, hatte aber auch kein Glück, denn in Norditalien, auch zum Teil in Mittelitalien und Kroatien war das Wetter kaum besser - im Gegenteil. Campingplätze gingen unter.

Ein Markenzeichen dieses Juli war die hohe Luftfeuchtigkeit. Obwohl die Temperatur gering war, schwitzte man trotzdem stark. Diese Charakteristik blieb im August erhalten, aber es entwickelte sich ein neues Tief über dem Balkan, das auch im September noch wirkt, weil es nur zögerlich abzieht.

Balkantief und Wetter in Österreich
Das Wetter bezieht seine neuen Luftmassen nicht mehr aus Nordwest wie im Juli, sondern aus Ost bis Südost. Aus Osten kommt seit Beginn des Wochenendes spürbar wärmere Luft, sodass es auch Temperaturen bis zu 28 Grad Celsius in Niederösterreich gibt. Aber das Tief über dem Balkan sorgt auch dafür, dass durch den Südostwind feuchte Luft dazugemixt wird. Damit gibt es warme, aber feuchte Luft.

Die Folge ist erneut eine hohe Luftfeuchtigkeit, außerdem viel Regen vom Südburgenland bis nach Kärnten. Das Harley-Treffen am Kärntner Faaker See wurde damit zur Bewährungsprobe, weil Wetterglück hatte man dort nicht. Trockener wurde es vom Regen her in Niederösterreich und dem Wiener Becken, aber die Luftfeuchtigkeit ging kaum zurück. Meist liegt sie auch bei Sonnenschein über 50 %, viel häufiger sogar über 70 und in der Nacht 80 %.

Kein Spätsommer in der neuen Woche
Das warme, feuchte und labile Wetter bleibt erhalten, aber nur bis Dienstag. Dann nämlich kühlt es nämlich deutlich ab und mehr als 20 Grad Celsius sind kaum mehr möglich. Es wird viel regnen, im Osten mehr als im Westen und im Westen könnte es gewittrig werden. Ein beständiger Spätsommer mit sommerlichen Werten, wie man dies in den letzten Jahren im September immer wieder erlebt hatte, ist daher nicht in Sicht.

Überschwemmungen: intensiver Regen trifft auf gesättigte Böden (Bericht vom 14. September 2014)

Im Jahr 2013 war das Gejammer groß - staubtrockenes Wetter von Juni bis August, nachdem es davor das Hochwasser gab. Die Wiesen waren im Hochsommer 2013 staubig, die Gräser gelb, weit und breit kein Regentropfen in Sicht. Das genaue Gegenteil ist im Hochsommer und auch in den ersten Wochen des September anzutreffen: immer wieder Regen, zum Teil sogar tagelang und ein starkes Tiefdruckgebiet brachte weitere Niederschläge nach Österreich. Hochwasser war dabei unvermeidbar.

Überschwemmungen in Österreich
Denn seit etwa Anfang Juli 2014 zog ein Tiefdruckgebiet nach dem anderen quer über den europäischen Kontinent und streifte oder überquerte den Alpenraum. Während man in Südeuropa bei 36 Grad im Schatten schwitzt, hat der Sommer von Deutschland bis Serbien völlig ausgelassen. Die Böden sind mehr als gesättigt und daher war jeder weitere Regenschauer einer zuviel. Doch es blieb nicht bei einem Regenschauer.

Schon am Dienstag dieser zweiten Septemberwoche 2014 gab es erste Überschwemmungen im Südburgenland und in manchen Regionen von Salzburg. Das war aber nur der Beginn, denn es regnete danach intensiv und vor allem ostwärts der Linie Salzburg-Klagenfurt. Besonders betroffen war einmal mehr das Bundesland Kärnten, wo zahlreiche Keller ausgepumpt werden mussten, aber auch das Südburgenland und fast die gesamte Steiermark. Von der Südoststeiermark bis zur Weststeiermark gab es Probleme ohne Ende. Mehr als 2.500 Helferinnen und Helfer der Feuerwehren waren im Einsatz, um den Menschen Unterstützung anbieten zu können.

Straßen mussten gesperrt, Bahnverbindungen unterbrochen werden und Wiesen sahen aus wie große Seen. Stundenlang wurde intensiv gearbeitet, um das Schlimmste zu verhindern und leichte Entspannung ist erst mit dem Sonntag erreicht worden, weil der Regen in den meisten Landesteilen aufgehört hat.

Auch im Burgenland gab es von Neusiedl am See bis nach Jennersdorf viele Einsätze, um Keller auszupumpen oder auch beim Straßendienst mitzuhelfen. Noch von Samstag auf Sonntag regnete es zum Beispiel in Andau über 60 Liter auf den Quadratmeter. Das ist an sich schon eine große Menge, trifft aber auf Böden, die im "Hochsommer" 2014 ohnehin bereits genug Feuchtigkeit abbekommen haben.

Probleme auch für den Weinbau
Denn gerade jetzt wären warme Temperaturen und viel Sonne gut gewesen, um die schon sehr feuchten Weingebiete mit Wärme zu versorgen und die Ernte zu retten. Manche Weinbauern mussten Noternten ansetzen, um zu retten, was zu retten ist. Was 2013 an Feuchtigkeit gefehlt hatte, ist 2014 zuviel vorhanden. Einziger Hoffnungsschimmer ist die Vorschau auf die neue Woche, die Trockenheit und einiges an Sonne mit Werte bis 22 Grad im Schatten verspricht. Auf solches Wetter freuen sich schon viele Menschen, denn Regen gab es mehr als genug in Österreich.

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