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Wetter im November 2008: mild und dann kalt

Trotz Wintereinbruch zu mild

Die letzten Tage im November 2008 waren durchwegs kühl und niederschlagsreich. In den Bergen freute man sich über die hohe Schneedecke, die das Wetter mit sich brachte, doch vergisst man dabei schnell und leicht, dass der November in Österreich ganz anders angefangen hatte.

Viel zu mild für den Monat November

Wetterstatistik Österreich November 2008Denn bis zur Monatsmitte gab es milde Temperaturen, auch wenn es dazwischen einige kühlere Tage gab. Aber Temperaturen knapp unter 20 Grad Celsius wurden besonders von Salzburg ostwärts mehrfach gemessen, in manchen Gemeinden hat es sogar bis 25 Grad gegeben, beispielsweise in Wachtberg bei Steyr, wo am 5. November 25,3 Grad gemessen wurden.

Durch diese milden Temperaturen wurde der Wintereinbruch in der zweiten Monatshälfte mehr als kompensiert, wobei sich ein West-Ost-Gefälle zeigt. Immerhin brachte der Wintereinbruch und die kalte, polare Luft vom Norden einiges an Schneefall und sehr tiefe Temperaturen mit Frühwerten von bis zu minus 15 Grad.

Während die Regionen in Vorarlberg und Tirol eher normale Durchschnittstemperaturen aufwiesen oder nur leicht darüber lagen, gab es in Ostösterreich Gemeinden, die drei Grad über dem langjährigen Schnitt lagen. Beim Niederschlag blieb der Westen Österreichs trockener als normal, denn es gab nur etwa 75 Prozent des Niederschlages eines durchschnittlichen Novembers, während in Kärnten und im Waldviertel etwas mehr als der langjährige Durchschnitt gemessen wurde.

Die Statistik der Sonnenstunden ist geprägt von der Nebelsituation. Im Westen und teilweise im Süden gab es überdurchschnittlich viele Sonnenstunden, besonders in Ostösterreich gab es nebelbedingt die wenigsten Sonnenstunden.

Besonderheiten im November 2008

Bis zu 24 Grad Celsius (Bericht vom 5. November 2008)

Durch eine kräftige Südströmung hat sich in Österreich eine Wettersituation mit starker Föhnbildung entwickelt, die die Temperaturen für Anfang November sehr stark ansteigen lassen. Zwar ist es kein Temperaturrekord, wenn es bis zu 24 Grad Celsius gibt, aber eine typische Temperatur ist es für November auf keinen Fall.

Wie hoch die Temperaturen werden, hängt von der regionalen Lage und der Stärke des Föhnwindes ab. Je stärker sich dieser entwickeln kann, umso höher werden die Temperaturen. Schon die Morgentemperaturen erreichen in manchen Orten Österreichs um die 15, manche fast sogar schon 20 Grad Celsius. Andere Orte haben aber nicht einmal 10 Grad Celsius zu melden.

Und dieser Temperaturunterschied kann sich im Laufe des Tages noch verstärken, wenn von 13 bis 24 Grad jede Variante angetroffen werden kann. Insgesamt kann man von einem milden Mittwoch ausgehen, der von einem milden Donnerstag abgelöst werden wird.

Erst am Freitag treffen stärkere Wolken ein, die vereinzelte Regenschauer bringen werden und wodurch die Temperaturen zu sinken beginnen. Im Gegensatz zu den letzten Wochenenden ist für das kommende Wochenende keine Sonne zu erwarten. Stattdessen wird es stark bewölkt und oft trüb sein und es gibt einige Regenschauer.

Der Föhn bricht zusammen (Bericht vom 12. November 2008)

Der November 2008 begann wettermäßig ungewöhnlich warm. Zwar hing es davon ab, in welcher Region man sich aufgehalten hatte, aber wenn man das Glück sein eigen nannte und man vom Nebel verschont blieb, war es bis zu 20 Grad Celsius warm.

Das ist zwar kein Rekord, aber für österreichische Verhältnisse für den Monat November doch beachtlich. Anders sah es in den klassischen Nebelgebieten aus. Dort löste sich der Nebel, der teilweise auch als Hochnebel tätig war, nur zeitweise auf und die Temperaturen blieben gedämpft.

Wenn es die Sonne durch den Neben geschafft hatte, war aber auch in diesen Gebieten ein schönes und vor allem warmes Wetter festzustellen. Verantwortlich für diese Wetterlage war eine Föhnphase, die sich besonders im Bergland bemerkbar gemacht hatte.

Der Föhn bricht jetzt aber in sich zusammen und von Nordwesten kommt kalte, polare Luft nach Mitteleuropa. In Vorarlberg wird es als erstes zu regnen beginnen und während des morgigen Tages wird ganz Österreich vom Niederschlag erfasst werden.

Besonders auffallend wird sein, dass die Temperaturen stark fallen. Die Tageshöchsttemperaturen werden bis Sonntag kaum über zehn Grad steigen, wobei sie morgen eher bei acht Grad liegen werden. Im Westen kann man in höheren Lagen mit Schneefall rechnen, auf den Bergen sind bis zu 40 cm Neuschnee zu erwarten.

Almen, die heute noch ein saftiges Grün gezeigt haben, könnten morgen bereits in eine Winterlandschaft verwandelt sein. Der Niederschlag wird zwar am Freitag bereits nachlassen, die Sonne wird aber wohl erst Samstag oder Sonntag zu begrüßen sein.

Tiefe Temperaturen und Morgenfrost (Bericht vom 17. November 2008)

In der letzten Woche ist die Temperatur in Österreich stark zurückgegangen, nachdem der Föhn in sich zusammengebrochen war. Diese Woche nimmt der Winter den ersten richtigen Anlauf, wenn man das österreichweite Wetter als Kriterium heranzieht.

Zweifelsohne hat es letzte Woche schon in einigen höheren Lagen der Alpen Schneefall gegeben, doch in den Tälern blieb es noch deutlich zu warm für den ersten Schnee. Trotzdem hat man auch in den östlichen Landeshauptstädten gespürt, dass die Temperatur nach unten geht.

Das wird sich nun deutlich steigern, denn österreichweit ist morgen mit dem ersten richtigen Morgenfrost zu rechnen. Auch bei den Tageshöchstwerten ist kaum mehr als sieben Grad zu erwarten. Stellenweise wird die Temperatur gar nur ein oder zwei Grad Celsius betragen.

Verstärkt wird das Temperaturempfinden durch den Wind werden, der mäßig bis stark blasen wird wodurch die Temperatur sich noch kälter anfühlen wird, als sie tatsächlich ist. Auch beim Autofahren wird man Vorsicht walten lassen müssen, denn es ist mit gefrierendem Nebel zu rechnen.

Von Mittwoch bis Freitag wird sich das Wetter leicht erwärmen und es können Temperaturen bis 13 Grad möglich sein. Am Wochenende wird aber ein weiterer Kaltlufteinbruch erwartet. Die Tageshöchstwerte werden nach heutiger Sicht dann bestenfalls 3 bis 4 Grad erreichen.

Tiefe Frühtemperaturen (Bericht vom 24. November 2008)

Das vergangene Wochenende hielt, was versprochen wurde - es gab reichlich Schnee in den Bergen und auch im Flachland hat es geschneit, wenngleich sich der Ertrag in Wien beispielsweise in Grenzen hielt. Im westlichen Niederösterreich waren es selbst in den niedrigeren Regionen schon um die fünf Zentimeter Neuschnee.

In den Bergen gab es einen Meter oder mehr Neuschnee, vor allem in den steirischen Bergen gab es eine hohe Lawinenstufe, weil teilweise über 150 cm Schnee gefallen waren und durch den starken Wind stieg die Lawinengefahr deutlich an. In Tirol waren einige Täler von der Umwelt abgeschnitten.

Wie geht es nun mit dem Wetter weiter? Nachdem der Monat November ungewöhnlich mild begonnen hatte, hat sich nun die nordpolare Luftströmung in Mitteleuropa durchgesetzt und lieferte kalte Temperaturen und vor allem einen sehr starken und eisigen Wind. Dazu gab es jede Menge Niederschlag, der bis morgen abgeklungen sein sollte.

Bis Mittwoch können noch vereinzelte Schnee- oder Regenschauer auftreten, aber das Thema Niederschlag ist damit abgeschlossen. Es bleibt aber stark bewölkt, vor allem in der Osthälfte Österreichs, im Süden und Westen kann man in den nächsten Tagen mit mehr Sonne rechnen.

Allerdings wird es nicht wärmer werden - im Gegenteil: in der Früh ist österreichweit mit sehr kalten Temperaturen zu rechnen, der Morgenfrost wird sehr streng ausfallen. Tagsüber werden Temperaturen um die vier Grad erreicht werden, wobei diese Temperaturen vermutlich bis zum Wochenende anhalten werden.

Erfreulich ist aber, dass der starke Wind nachgelassen hat. Im Donauraum wird er zwar immer wieder lebhaft sein, aber die stürmischen Böen der letzten Tage sind nicht mehr zu erwarten.

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