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Wärmster November überhaupt

Abweichung von fast vier Grad

Seit dem Jahr 1767 werden die Wetterdaten professionell erfasst und seither hat es noch keinen wärmeren November gegeben wie die Ausgabe 2014. Der November 2014 lag im Schnitt um 3,8 Grad Celsius über den Normalwerten auf Basis der Temperaturen aus 30 Jahren Beobachtung. Damit ist ein weiterer Grundstein dafür gelegt, dass das Jahr 2014 das wärmste überhaupt sein könnte - es hängt noch von den Daten im Dezember ab.

Wetter im November: Temperatur

Wetterstatistik Österreich November 2014Im Schnitt lag die Temperatur 3,8 Grad über den langjährigen Durchschnittswerten, die für den Monat November ermittelt worden sind. Eine solche Abweichung ist äußerst ungewöhnlich und entstand deshalb, weil es stets Südlagen gab. Vom Südosten kam stets ein Wind, der im Alpenraum zu Föhn führte und auch von Südwest wurde sehr milde Luft in den Alpenraum getragen.

Nun könnte man argumentieren, dass es im Alpenbereich besonders warm war, im Osten aber nicht, doch das stimmt nur zum Teil. In manchen Regionen gab es tatsächlich eine Abweichung von 5 bis 6 Grad, zum Beispiel in Windischgarsten oder am Feuerkogel, aber selbst im trüben Osten lag die Abweichung bei 2,5 bis 3 Grad. Es gab wenig Sonne, aber für November ungewöhnlich milde Temperaturen.

Wetter im November: Niederschlag

Beim Niederschlag gab es vor allem eines nicht: Schnee. Generell gesehen gab es große Unterschiede, denn in Kärnten regnete es teilweise bis dreimal soviel als im November üblich, dafür war es von Nordtirol bis zum Mostviertel ungewöhnlich trocken mit etwa 75 Prozent weniger Niederschlag, als im November normalerweise gemessen wird.

Der Schneefall ließ komplett aus. Auf den Bergen waren nicht einmal 30 Zentimeter gemessen worden wie auf der Villacher Alpe oder auf der Rudolfshütte - immerhin ein Alpinzentrum auf über 2.300 Meter Seehöhe. In den Landeshauptstädten gab es gar keine Schneedecke, dafür vor allem im Westen Tage, die klar an den Frühling und nicht an den November erinnert haben.

Wetter im November: Sonnenstunden

Aber die Temperaturabweichung ging nicht einher mit der Abweichung bei den Sonnenstunden. Warmes Wetter und viele Sonnenstunden ist ein häufig beobachtetes Faktum. Im November 2014 war es aber so, dass etwa 10 Prozent an Sonnenstunden gefehlt haben. Es war der Föhn, der für die Wärme sorgte. Und hier war auch die Zweiteilung am deutlichsten abzulesen. Denn Vom Weinviertel bis nach Kärnten gab es je nach Region zwischen 25 und 66 % weniger Sonnenstunden, im Mühlviertel war dafür um 25 bis teilweise sogar 90 Prozent mehr an Sonnenstunden gemessen worden.

Generell war es im Osten und Süden, teilweise auch im Norden trüb, häufig gab es Hochnebel oder Bodennebel und Wolken. Im Westen, wo man Schnee so dringend gebraucht hätte, gab es hingegen strahlenden Sonnenschein.

Besonderheiten im November 2014

Föhnsturm: Schäden und Stromausfälle (Bericht vom 5. November 2014)

Mit Südföhn kam in den letzten Stunden extrem milde Luft nach Österreich und sorgte für eine sehr milde Nacht, bei der in den Landeshauptstädten die Temperatur kaum unter 10 Grad Celsius fiel. Das ist für November außergewöhnlich und hauptverantwortlich dafür war der Föhnsturm, der in vielen Gemeinden Windspitzen bis zu 90 km/h brachte, auf den Bergen war es noch viel stürmischer. Und ein Berg spielt bei stürmischen Föhn immer eine Hauptrolle - der Patscherkofel, bekannt auch als Olympiaberg von Innsbruck.

Föhnsturm mit bis zu 182 km/h

Denn gerade dort wurden Windspitzen von 182 km/h gemessen und auch auf anderen Bergen waren sehr starke Windböen aufgezeichnet worden. Aber selbst in Innsbruck und damit im Tal gab es um die 90 km/h Windspitze und so waren auch Schäden aufgetreten und die Feuerwehren im Einsatz. Dächer wurden eingeknickt oder abgedeckt und die Stromversorgung wurde zum großen Problem, vor allem in den Bundesländern Tirol und Kärnten.

Der stürmische Dienstag wird durch den stürmischen Mittwoch abgelöst, aber die stärksten Windböen sollten bereits Geschichte sein, wenngleich die Unwetterzentrale für das Tiroler Bergland weiterhin die höchste Warnstufe ausgegeben hat. Es gibt aber ein weiteres Gefahrenszenario, das in den nächsten Stunden zu beachten ist.

Starkregen im Südwesten

Denn während der Föhn für ungewöhnliche Temperaturen von bis zu 23 Grad Celsius sorgen wird, kommt es in Kärnten und Osttirol zu Niederschlägen und zwar gleich in Form von Starkregen. Es gilt die zweithöchste Warnstufe und man muss mit intensivem Schneefall ab etwa 2.000 Meter Seehöhe und Regen darunter rechnen. Der Niederschlag ist auch in Vorarlberg ein Thema. Denn während der Südföhn in Tirol noch für warme und eigentlich für November zu warme Werte sorgt, kühlt es in Vorarlberg ab und schneit teilweise bis auf 500 Meter Seehöhe herab. Dies ist eine Ankündigung für einen Wetterwechsel, der am Donnerstag auch Tirol erreicht.

Deutliche Abkühlung

Schon am heutigen Mittwoch kühlt es in Vorarlberg deutlich ab, in Tirol, Salzburg und Teilen von Kärnten wird es erst am Donnerstag soweit sein. Während heute Werte über 20 Grad möglich sind, sind es am Donnerstag kaum mehr als acht Grad Tageshöchstwert und es setzt Regen und auf den Bergen Schneefall ein. Im Osten und Südosten bleibt es trocken, aber es ist stark bewölkt und die Temperaturen gehen leicht zurück. Der Regen erreicht den Osten Österreichs erst am Freitag.

Osten kalt, Westen warm: weiter zweigeteiltes Wetter in Österreich (Bericht vom 23. November 2014)

Das Jahr 2014 hatte eigentlich gar keinen heißen Hochsommer angeboten, dennoch ist es ein Jahr, das in die Geschichte als das wärmste eingehen könnte. Das hängt noch vom Wetterverlauf im Dezember ab, aber auch der November ist viel wärmer als eigentlich üblich und das gilt vor allem für die Westhälfte Österreichs. Auch im Osten hat man klare Plusgrade, doch die bessere Wetterseite gibt es seit einiger Zeit schon in den westlichen Bundesländern. Hauptverantwortlich für die milden Werte in fast allen Monaten des Jahres (Ausnahme Mai und August) sind die Südwest- und Südostlagen, wodurch warme Luft vom Süden nach Österreich dringt und häufig auch Föhn entstehen lässt.

Wetter in Ostösterreich

Was die letzten Wochen schon galt, gilt auch für die nächsten Tage, nämlich Hochnebel, Nebel und auch Wolken in einem frohen Mix, wobei ein paar leichte Niederschläge auch möglich sind. Schneefall kann vereinzelt sogar bis auf 500 Meter herab erfolgen, denn die Temperaturen bleiben gedämpft. Es gibt wiederum lebhaften und als sehr kalt empfundenen Südostwind, vor allem im Donauraum. Die Temperaturen steigen kaum über die Marke von sechs Grad Celsius.

Somit wird es wieder ein Kampf gegen den Hochnebel und die das trübe Wetter, das für schlechte Laune sorgt. Mitunter kann die Sonne durchkommen, aber wenn, dann nur für wenige Stunden.

Wetter in Westösterreich

Ganz anders sieht die Lage von Oberösterreich und dem westlichen Kärnten westwärts aus. Sonne gibt es auf den Bergen in Hülle und Fülle, leichter Föhn kann sich bilden, wirkt sich aber nicht mehr so stark aus. Dennoch sind die Temperaturen deutlich höher angesiedelt als in Ostösterreich. In den Tälern kann sich in den Morgenstunden Nebel halten, aber der löst sich bald auf und dann gibt es zum Beispiel in Innsbruck mindestens zehn Grad, vereinzelt auch bis zu 14 oder 15 Grad Celsius. Bei 14 Grad wäre es auf jeden Fall doppelt so viel wie für Wien zu erwarten ist. Man kann auch von frühlingshaftem Wetter sprechen.

Niederschlag ist nicht in Sicht, starker Schneefall für die Skigebiete auch nicht. Allerdings ist hier auch schon Routine eingekehrt, denn schon in den letzten Jahren zeigte sich der früher durchaus schneereiche November im Bergland als sehr trocken und sonnig, sodass die Betreiber der Skianlagen noch keine großen Sorgen empfinden. Die letzten Jahre zeigten, dass erst Anfang Dezember wirklich der Winter Einzug hält.

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