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Wetter im März 2017

Der wärmste März in der Geschichte

Der Jänner 2017 war nach längerer Zeit wieder ein richtig winterlicher Monat mit tiefen Temperaturen und vor allem einem eiskalten Wind. Doch schon der Februar zeigte sich als sehr milder Monat und das war nur der Anfang, weil der März setzt dort an und wurde zum wärmsten Monat in der Messgeschichte und die ist immerhin schon 251 Jahre alt.

Temperatur im März 2017

Mit einer Abweichung von gleich 3,5 Grad Celsius gegenüber den langfristigen Daten aus den Jahren 1981 bis 2010 war der März 2017 der wärmste, den es seit Beginn der Wetteraufzeichnung gegeben hat. Damit setzt sich der Trend der viel zu warmen Monate fort, was seit Jahren zu beobachten ist. Dabei gab es nicht eine Phase mit Warmluft, die die Temperatur so stark steigen hat lassen, sondern es war durchwegs ein fast schon kitschiges und teils frühsommerliches Wetter, wie etwa in Bischofshofen, das am Ende des März noch 26,1 Grad im Schatten vermelden konnte.

In einigen Orten und Städte konnten neue Temperaturrekorde aufgezeichnet werden und das dokumentiert noch stärker, wie warm dieser März bereits war. Die höchsten Werte waren dabei gar nicht so wichtig, die Durchschnittstemperatur war das eigentliche Phänomen, weil es keine Schwankungen gibt, wie man sie im März oft erlebt. Der Kampf zwischen dem Winter, der noch bleiben möchte und dem Frühjahr, das schon Einzug halten will, fand nicht statt, weil der Winter keine Chance hatte.

Niederschlag im März

Bei so hohen und ungewöhnlichen Temperaturen ist natürlich der Niederschlag auch gleich ein Thema. Und diese fiel sehr widersprüchlich aus, weil von Vorarlberg bis zum Wienerwald gab es um 70 Prozent mehr Niederschlag. Umgekehrt gab es von Osttirol bis zum Burgenland sowie im nördlichen Niederösterreich kaum Niederschlag. Manche Stationen wie auf der Gleinalpe oder in den Fischbacher Alpen meldeten kaum Niederschlag, in der Steiermark gab es extreme Orte vom Grazer Flughafen bis Wagna, die gerade einmal einen Millimeter Niederschlag für den gesamten Monat meldeten.

Üblicherweise ist der Schnee im März ein großes Thema, denn häufig fallen auch die Osterferien in diesen Monat, doch bei den Temperaturen war klar, dass der Schnee kein Thema sein kann. Das Defizit an Schnee oberhalb von 1000 Meter Seehöhe betrug dementsprechend von fünf bis 50 Prozent.

Viel Sonne im März 2017

Was an Schnee und Niederschlag fehlte, wurde durch Sonnenstunden kompensiert. Im Durchschnitt gab es in Österreich in diesem Märzmonat um 25 Prozent mehr Sonnenstunden als üblich. Besonders sonnig waren der Lungau, Unterkärnten sowie von der Steiermark bis zum Mittel- und Südburgenland mit einem Überschuss von 30 bis 60 Prozent an Sonnenstunden im Vergleich zu den Durchschnittswerten aus 1981 - 2010. Aber auch in den anderen Landesteilen gab es um 10 bis 30 Prozent mehr Sonne als üblich.

Datenquelle: https://www.zamg.at



[Infoplattform Wissenswertes / 1. April 2017]

Siehe auch
Wetterberichte 2017

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