Sie sind hier: Startseite -> Wetter / Klima -> Wetterberichte Österreich -> Wetterstatistik 2008 -> Wetter Mai 2008

Wetter im Mai 2008: Rekordtemperaturen

Rekordtemperaturen und Kälteeinbruch

Schon im April war das Wetter in Österreich sehr unbeständig und wechselte von einem Extrem in das andere. Der Mai 2008 brachte Österreich eine Fortsetzung dieser Wetterentwicklung und wurde noch extremer.

Sehr warm und sehr kalt war der Mai 2008

Wetterstatistik Österreich Mai 2008So gab es um den 20. Mai herum einen Kälteeinbruch, der regional nur noch einstellige Höchsttemperaturen zuließ. Dazu gab es starken Regen im Süden und Südosten, vor allem in Osttirol, Kärnten und in der Steiermark, wobei diese Regionen in den ersten vier Monaten des Jahres 2008 ohnehin viel zu wenig Niederschlag vermelden konnten und bereits erste Probleme mit dem Grundwasser offenbar wurden.

Der Mai war aber nicht zu kalt und nicht zu feucht - im Gegenteil. Denn dieser Kälteeinbruch war die Trennlinie zwischen sehr warmen Wetterphasen. Schon um den ersten Mai herum feierten die Menschen bei warmen Wetter das verlängerte Wochenende und zu Pfingsten war das Wetter dann noch schöner und wärmer geworden.

So richtig intensiv wurde der Mai gegen Ende des Monats, als plötzlich der Sommer Einzug hielt. 34,2 Grad Celsius war 2005 in Wien gemessen worden, ein Temperaturrekord für den Monat Mai in Österreich. Dieser Rekord wurde Ende Mai 2008 gleich mehrfach (!) überboten. Neuer Rekordhalter ist nun der Flughafen von Graz mit 35 Grad Celsius im Schatten, aber auch Weyer in Oberösterreich und einige weitere Städte und Gemeinden verzeichneten Temperaturrekorde.

Und auch die letzten Tage des Monats Mai 2008 blieben sommerlich warm bis heiß und die befürchteten Gewitter waren nur begrenzt wahrnehmbar.

Interessant ist aber, dass die Zahl der Sonnenstunden trotz der hohen Temperaturen keine Rekord anzubieten hatten. Das liegt vor allem daran, dass es sehr warm, aber nicht immer intensiv sonnig war. Oft war es eher dunstig und deshalb gibt es keine entsprechenden Rekorde.

Bei den Niederschlägen bleibt die Tatsache, dass das Wetter zu trocken war. In manchen Regionen gab es kaum 50 Prozent der normalen Niederschlagsmenge, wie sie im Mai üblich ist. Einzig in Kärnten und in der Steiermark übertraf die Niederschlagsmenge den Normalwert, was vor allem mit den starken Regenfällen um den 18. bis 20. Mai zusammenhängt.

Besonderheiten im Mai 2008

Pfingsten 2008: warm, sonnig, frühlingshaft (Bericht vom 7. Mai 2008)

Aufgrund der frühen Termine im Jahr 2008 fand Ostern schon extrem früh im März statt und hatte daher mit dem Wetter wenig Glück. Es gab Schnee, eiskalte Temperaturen und war nur für jene UrlauberInnen von Interesse, die ohnehin den Süden angesteuert hatten.

Am Wochenende ist Pfingsten und diesmal hat das Wetter ein Einsehen, denn nach allen zur Verfügung stehenden Prognosen und Wetterkarten gibt es ab heute, Mittwoch, strahlenden Sonnenschein, der täglich noch gesteigert wird und damit ist ein schönes, warmes und frühlingshaftes Wetter in Sicht.

Dieses Wetter wird bis über das Pfingstwochenende hinausgehen und somit ist Ausflugswetter angesagt. Durchaus möglich, dass bei den Temperaturen die magische Grenze von 25 Grad Celsius sogar regional übertroffen werden kann. Fakt ist, dass die 20 Grad oft und in ganz Österreich erreicht und überschritten werden wird.

In Deutschland wird es sogar sommerlich mit bis zu 27 Grad Celsius Tageshöchsttemperatur. Es stellt sich also in Mitteleuropa eine trockene und sonnige Wetterphase ein, die gerade rechtzeitig vor dem Pfingstwochenende aktiv wird, damit man sich in der Sonne vom Alltag entspannen kann.

Diese Erwärmung war auch schon nötig geworden, denn es war in den letzten Tagen, vor allem in Ostösterreich, zu kühl. Der Westen war wetterbegünstigt, weil das Hochdruckgebiet, das sich nun ausdehnt, vom Mittelmeer über die Schweiz bis nach Deutschland gezogen ist. Im Osten Österreichs hingegen waren durch ein Tiefdruckgebiet immer wieder Wolken herangeschafft worden, die auch für Gewitterbildung gesorgt hatten.

Aufpassen wird man aber auch zu Pfingsten auf die Lawinen im Bergland müssen. Denn ungewöhnlicherweise gibt es auf den Bergen noch sehr viel Schnee und das Heimtückische an der Situation besteht darin, dass es im Tal schon grün ist und alles blüht. Doch auf den Hängen ist eine beträchtliche Lawinengefahr gegeben. Empfehlungen der Lawinenwarndienste in den Alpen sind auf alle Fälle zu beachten.

Über 25 Grad Celsius (Bericht vom 15. Mai 2008)

Pfingsten brachte ein wunderbares Wetter in Mitteleuropa und mit dem schönen Wetter ging es danach weiter. Mehr noch: die Temperaturen wurden danach noch höher, so gelang es gestern in jedem österreichischen Bundesland zumindest einer Stadt oder Gemeinde, die Marke von 25 Grad Celsius zu übertreffen.

Dieses Hochdruckwetter bleibt auch bis zum Wochenende erhalten, erst am Sonntag sollte es umschlagen. Bis dahin wird man Werte bis zu 27 Grad Celsius erreichen können, wobei die Luft zunehmend labiler wird. Damit steigt auch die Gewittergefahr, die je nach Luftströmung eher in den Alpen, aber auch im Flachland für Gewitter sorgen wird. Die Gewitter werden mit jedem Tag heftiger und öfter auftreten, ehe sie durch eine Regenfront am Sonntag abgelöst werden.

Bis Samstag wird es den Prognosen nach aber weitergehen mit dem Frühsommer in Österreich. Damit ist Badewetter angesagt, nur an den Nachmittagen wird man einen Blick auf die Gewitterkarte riskieren müssen. Allerdings waren die bisher angekündigten Gewitter kaum wahrnehmbar.

Durch die sehr milden Temperaturen im Mai 2008 hat sich aber die Luft stark erhitzt, wodurch die Gewitterbildung gefördert wird. Das muss bei Touren in den Bergen besonders berücksichtigt werden, weil in hohen Lagen noch viel Schnee liegt und ein heftiges Gewitter ausreicht, um eine Lawine loszutreten.

Treffpunkt von zwei Luftströmungen (Bericht vom 19. Mai 2008)

Vor einer Woche gab es in Mitteleuropa einen ersten Vorgeschmack auf den Sommer, denn die Temperaturen erreichten bis zu 28 Grad im Schatten. Es gab viel Sonnenschein und herrliches Pfingstwetter.

Damit ist es jetzt aber vorbei, denn schon am Wochenende gab es in den südlichen Bundesländern Österreichs, vor allem in Kärnten, viel Regen und in den nächsten Tagen kommt noch einiges an Niederschlag dazu.

Grund ist eine feucht-labile Luftströmung, die vom Süden nach Österreich dringt und dicke, schwere Regenwolken bringt. Schon am Wochenende gab es in manchen südlichen Regionen beträchtliche Regenmengen und diese werden in den nächsten 48 Stunden ergänzt.

Einerseits ist das gut, weil in Kärnten und in der Steiermark der Niederschlag in den letzten Monaten viel zu gering ausgefallen war, andererseits ist zuviel auf einmal trotzdem zuviel und lokale Überschwemmungen können nicht ganz ausgeschlossen werden.

Zusätzlich zum Regen, der vom Süden in den Osten ziehen wird, führt eine Nordströmung kalte Luft nach Süden, wodurch es in Österreich empfindlich abkühlen wird. Schon heute waren die Temperaturen gedämpft, aber in den nächsten Tagen werden sie noch kühler ausfallen und in den Bergen feiert der Winter ein Comeback. In manchen Regionen kann es bis zu etwa 1.200 - 1.400 Meter schneien.

Diese Wettersituation wird sich über das verlängerte Wochenende entspannen, vor allem wird es ab Donnerstag, dem Feiertag (Fronleichnam), wieder wärmer werden, aber das Wetter bleibt auch am Wochenende sehr labil. Es wird Sonnenschein geben, aber der eine oder andere Regenschauer ist nicht ausgeschlossen.

Starker Temperaturanstieg (Bericht vom 24. Mai 2008)

Wer Probleme mit dem Kreislauf hat, hat im Mai 2008 mit dem Wetter in Österreich wenig Freude. Zuerst wurden sehr warme Temperaturen zu Pfingsten angeboten, dann kühlte es ungewöhnlich stark ab, sodass es in manchen Alpentälern sogar Temperaturen um den Gefrierpunkt gab und nun kommt der Sommer.

Schon die unbeständigen letzten Tage waren für wetterfühlige Menschen schwer zu ertragen und der Umschwung von den kalten Tagen zu den nun folgenden heißen erfolgt sehr rasch.

Schon morgen, Sonntag, wird es um die 24 Grad Celsius im Schatten haben und diese Temperatur wird am Montag mit sommerlichen 27 Grad getoppt. Von Dienstag bis Freitag darf man sich auf heiße 30 Grad Celsius im Schatten einstellen. Damit ist  der Frühsommer zumindest für ein paar Tage Faktum.

Wer sich nun aber auf eine lange Sommerphase freut, hat Pech. Denn nach den bisher vorliegenden Prognosen wird es am Freitag heftige Gewitter geben, bei denen auch Hagelschlag drohen dürfte. Die stark aufgeheizte Luft wird sich durch die Gewitter entladen und danach gibt es zum Teil intensive, gewittrige Regenschauer, wodurch die Luft wieder abkühlt.

Nach Stand der Dinge wird es zum Wochenende hin und damit zum Monatsbeginn des Junis eher unbeständig werden, womit das stark wechselnde Wetter des Mai eine Fortsetzung findet. Eine stabile Wetterlage, wie sie sich schon viele Menschen wünschen, wird es nach aktuellen Wettermodellen so schnell nicht geben.

Heiße Luft aus Afrika (Bericht vom 28. Mai 2008)

Die heiße Luft aus Afrika ist wie angekündigt nach Mitteleuropa geströmt und sorgt für Rekordwerte in Österreich, aber auch in Deutschland. In Österreich war der Hitzerekord für den Monat Mai im Jahr 2005 gemessen worden. Damals im 22. Wiener Gemeindebezirk Donaufeld 34,2 Grad Celsius feststellen können.

Dieser Rekord ist heute gleich mehrfach gefallen, denn am Grazer Flughafen wurden 35 Grad Celsius im Schatten gemessen, in der oberösterreichischen Stadt Weyer waren es auch 34,9 Grad. In Graz-Strassgang wurden 34,6 Grad gemeldet und in Bruck an der Mur sowie in Leibnitz waren es 34,4 Grad. Alle diese Werte liegen über dem bisherigen Hitzerekord.

Heiße Tage im Monat Mai sind durchaus nicht ungewöhnlich, aber so hohe Temperaturen hat es manchmal nicht einmal im gesamten Sommer gegeben. Der Grund ist eine direkte Strömung aus Süden, die die heiße Luft der Sahara bringt. Und sie bringt nicht nur die heiße Luft, sondern auch reichlich Material.

In Innsbruck war beispielsweise die Fernsicht nicht besonders gut, weil am Himmel durch den mitgelieferten Sand Wüstenstaub entstanden war. Von Oberösterreich über die Steiermark bis nach Tirol waren die Temperaturen extrem hoch. Auch Vorarlberg und Kärnten hatten hohe Temperaturen zu melden, in Dornbirn hatte es schon am Morgen 26 Grad.

Im Osten war die Situation etwas anders. Die Temperatur stieg zwar auch bis auf 29, 30 Grad an, aber in Wien machte sich besonders die Luftfeuchtigkeit bemerkbar. Bis zu 70% Luftfeuchtigkeit wurde gemessen, wodurch es sehr schwül wurde und die Temperatur dadurch fast wie gefühlte 35 Grad war, obwohl einige Grade dazu fehlten.

Wie geht es nun weiter? Das heiße Wetter bleibt auf jeden Fall bis Freitag erhalten. Dann wird die Wettersituation an Stabilität verlieren und die Gewitter werden häufiger. Am Wochenende selbst werden einige gewittrige Regenschauer über Österreich ziehen und die Temperatur zurückgehen. Doch schon am Montag soll es wieder sehr warme 27 Grad Celsius geben.

Ebenfalls interessant:

Sommer 2008

Bericht über die Langzeitprognose vom Wetter im Sommer 2008 für die Zeit von Juni bis August.

Wetter Jänner 2008

Wetter in Österreich im Jänner 2008 mit der Monatsstatistik über Niederschlag und Temperatur und den vielen Stürmen des Monats.

Wetter Februar 2008

Fakten zum Wetter in Österreich im Februar 2008, der sich sehr sonnig erwies und der sehr trocken war - was nicht so gut für die Landwirtschaft war.

Wetter März 2008

Die Wetterstatistik über das Wetter in Österreich im März 2008 mit durchschnittlichen Werten - allerdings steckt der Fehler im Detail.

Wetter April 2008

Das Wetter in Österreich im April 2008 mit sehr wechselhaftem Wettergeschehen, wie es für den Monat April aber auch typisch ist.

[aktuelle Seite]

Wetter Mai 2008

Wetterstatistik mit Temperatur über das Wetter in Österreich im Monat Mai 2008 mit extrem warmen Temperaturen und auch mit einem nachhaltigen Kälteeinbruch.

Wetter Juni 2008

Zusammenfassung über das Wetter in Österreich im Juni 2008 mit Gewitterrekorden durch intensive Gewitterzonen und über 10.000 Blitzentladungen.

Wetter Juli 2008

Das Wetter in Österreich im Monat Juli 2008 mit der statistischen Auswertung von Niederschlag, Sonne und Temperatur.

Wetter August 2008

Das Wetter in Österreich im August 2008 zeigte sich von der sommerlichen Seite bei den Temperaturen, war aber nicht so beständig wie gewünscht.

Wetter September 2008

Zusammenfassung des Wetters in Österreich im Monat September 2008 mit der statistischen Auswertung von Sonne, Temperatur und Niederschlag.

Wetter Oktober 2008

Das Wetter in Österreich im Oktober 2008 erwies sich als sehr wechselhaft und unbeständig mit verschiedenen Wetterlagen.

Wetter November 2008

Das Wetter in Österreich im Monat November 2008 erwies sich als deutlich zu mild für einen Novembermonat.

Wetter Dezember 2008

Das Wetter in Österreich im Dezember 2008 brachte lange Zeit zu milde Temperaturen, aber Eiseskälte am Schluss und intensive Schneefälle.

Soziale Medien

Wir freuen uns, wenn dieser Artikel geteilt wird:

Themenliste:

Zurück zum Hauptthema

Übersicht Wetterstatistik 2008

Startseite Wetter