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Wetter im Mai 2013 in Österreich

Mai 2013: extrem nass und kühl in Österreich

Der Mai gilt als Wonnemonat, sommerliche Temperaturen erfreuen die Menschen, die sich im Bad abkühlen und viele Außenaktivitäten werden durchgeführt - vom Grillabend bis zur Wanderung. Aber nicht im Mai 2013. Denn dieser Monat hatte es in Sachen Wetter tatsächlich in sich.

Besonders nasser Mai 2013

Wetter im Mai 2013 in ÖsterreichSeit über 150 Jahren werden genaue Daten über das Wetter in Österreich gesammelt und außer 1962 und 1965 war der Mai von 2013 der nasseste in der Geschichte. Nur die beiden genannten Monate hatten noch mehr Feuchtigkeit zu bieten.

Die Abweichung bei der Temperatur ist jetzt nicht so dramatisch ausgefallen, obwohl ein Minus von durchschnittlich 0,8 Grad Celsius im Vergleich zu einem durchschnittlichen Mai schon ins Gewicht fällt. Es gab aber auch regionale Unterschiede, denn in Westösterreich war die Temperatur um bis zu 2,5 Grad geringer als im Mai üblich. In Ostösterreich war die Temperaturbilanz hingegen fast ausgeglichen.

Bei den Sonnenstunden gab es ein Minus von 20 Prozent, im Bergland gar um 50 Prozent. Gerade die Sonne ist im Mai immer ein Thema und manchmal empfanden es einige Leute in den letzten Jahren sogar schon als fast zu warm. Die Gefahr war im Mai 2013 selten gegeben. Zwar gab es auch hochsommerliche Tage und Werte bis zu 29 Grad Celsius im Schatten, aber diese waren sehr selten.

Das große Thema war aber der Niederschlag und der Wechsel vom Mai in den Juni 2013 ist ein sorgenvoller. Aufgrund der ständigen Niederschläge vor allem in Westösterreich ist die Hochwassergefahr enorm gestiegen. Ein massives Tiefdruckgebiet versorgte Deutschland schon mit Dauerregen, alleine in Hamburg regnete es binnen 24 Stunden 190 Liter auf den Quadratmeter und ähnliche Werte sind im Alpenraum in den ersten Tagen des Juni zu befürchten.

Das würde schon ausreichen, um Bäche und Flüße über die Ufer treten zu lassen, aber das Problem geht noch weiter. Da schon davor im Mai 2013 mehr als doppelt soviel Niederschlag erfolgt war, können die Böden kein Wasser mehr aufnehmen. Jeder weitere Tropfen wird damit zu Problem und daher steigt die Hochwassergefahr ebenfalls stark, zumal intensive Regenfälle noch fallen werden.

Was den Mai betrifft, gab es in Westösterreich bis zu 125 Prozent, von Salzburg bis Kärnten bis zu 175 Prozent mehr Niederschlag als üblich. Besonders intensiv war der Regen im Bregenzer Wald ausgefallen.

Besonderheiten im Mai 2013

Heftige Gewitter mit intensivem Regen (Bericht vom 8. Mai 2013)

Der Monat Mai ist traditionell jener Monat, in dem die Gewittersaison eröffnet wird. Ein kleines, feines Gewitter mögen viele Menschen, weil es spektakulär ist, aber die Unwetter der letzten Jahre haben gezeigt, dass die Gewittertätigkeit offenbar immer intensiver wird. Zwar gab es Gewitter immer schon, aber der Eindruck wird erweckt, dass durch die wärmeren Temperaturen auch mehr Feuchtigkeit zur Verfügung steht, die bei einzelnen Wetterphänomenen als Starkregen vom Himmel fallen kann.

Ein solches Ereignis fand von Montag, dem 6. Mai auf Dienstag, dem 7. Mai 2013 am Abend und in der Nacht statt, wobei es in Wien heftige Gewitter gab, in der Steiermark gab es dazu nicht nur Blitz, Donner und Regen, sondern Regen, der normalerweise in einem ganzen Monat fällt.

Alleine auf Höhe der Grazer Universität fielen 82 mm an Regenmenge - das war soviel Wasser, dass es nicht aufgefangen werden konnte. Die Kanäle gingen schnell über, die Straßen wurden zu Flüsse und die Keller waren rasch überschwemmt. Nicht nur Graz wurde heimgesucht, auch die Umgebung der steirischen Landeshauptstadt erwischte es schwer. Manche Ortschaften standen komplett einen Meter unter Wasser und die Feuerwehren wussten nicht, was sie zuerst machen sollten, weil im Minutentakt Notrufe einlangten.

Auch am Dienstag abend gab es wieder heftige Gewitter und betroffen waren diesmal schwerpunktmäßig die Bundesländer Kärnten und Niederösterreich. In Kärnten ist in Millstatt gar eine Schlammlawine ausgelöst worden. In Niederösterreich war besonders der Bezirk Amstetten betroffen. In Aschbach dauerte der intensive Regen ganze zehn Minuten, aber das reichte aus, um den Ort unter Wasser zu setzen.

Diese intensiven Regenfälle sind in den letzten Jahren häufig zu beobachten. Heftige Gewitter gab es immer schon, aber dass 60 oder mehr Liter auf den Quadratmeter oft binnen weniger Minuten vom Himmel fallen, ist ein Wetterphänomen, das nicht nur in Österreich häufiger anzutreffen ist. So wie in Aschbach oder Graz, aber auch im Wechselgebiet, wobei es noch viele weitere Gemeinden und Regionen erwischt hatte.

Hochwasser-Vorwarnung für Westösterreich (Bericht vom 29. Mai 2013)

Das Wetter im Monat Mai 2013 war keinesfalls so, wie es sich die Menschen in Österreich, aber auch in den anderen europäischen Ländern gewünscht hätten. In manchen deutschen Bundesländern gibt es bereits Hochwasser, in Italien gab es dieses auch, selbst der berühmte Giro d´Itala, die italienische Radrundfahrt, musste gekürzt werden, weil Straßen nicht passierbar waren und der Winter in die Berge zurückgekehrt ist.

Was Österreich betrifft, steht am für viele Menschen verlängerten Wochenende rund um Fronleichnam grausiges Wetter mit unangenehmen Nebenwirkungen am Programm. Die Abkühlung erfolgte fast programmgemäß am heutigen Mittwoch, wobei es in Ostösterreich noch einmal sehr mild wurde. Wien hatte 25 Grad Celsius im Schatten - davon konnte man in Innsbruck oder Bregenz nur träumen. Im Westen hatte es schon einige Regenschauer gegeben, diese werden in ganz Österreich am Feiertag einsetzen und zum Teil intensiven Regen bringen.

Das ist vor allem von Vorarlberg bis Salzburg ein Problem, weil die Böden bereits sehr viel Regenwasser abbekommen haben. Aber besonders kritisch wird die Lage von Samstag auf Sonntag und dann am Sonntag selbst, weil intensiver Regen einsetzt, der große Wassermengen bringt. In manchen Regionen wird es bis Montag bis zu 170 Liter auf den Quadratmeter regnen, zumindest ist dies nach aktuellem Stand die Befürchtung.

Und das würde bedeuten, dass man sich auf lokale Überschwemmungen und Hochwasser einstellen muss. Je nach tatsächlichem Niederschlag wird es vom Inn bis zur Donau Überflutungen geben können. Der meiste Regen fällt von Vorarlberg bis Salzburg, kann aber auch bis ins niederösterreichische Mostviertel reichen und abhängig von der Verlagerung der größten Regenmengen sind mehr oder weniger Bundesländer betroffen.

In Westösterreich ist hier das bereits erwähnte Problem, dass die Böden kaum mehr Wasser aufnehmen können und daher wird es hier besonders kritisch werden. In Ostösterreich wird es auch regnen, aber die Regenmengen werden kaum über 50 Liter pro Quadratmeter betragen, sodass eine unmittelbare Hochwassergefahr nicht besteht. Auch im Süden gibt es mehr Regenpausen.

Abwarten wird man müssen, wie viel Wasser die Donau insgesamt bringen wird, die zum aktuellen Stand noch Mittelwasser führt, deren Stand aber bereits steigend ist und bei den erwartenden Regenmengen auch hohe Wasserstände erreichen wird.

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