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Der März 2008: sehr kalt und sehr warm

Sehr mild + sehr kalt = normal

Das Wetter im Monat März 2008 war in Österreich von starken Frontsystemen gekennzeichnet. Es war teilweise sehr mild, mitunter sogar extrem mild für einen März und umgekehrt gab es sehr kalte Tage, besonders um die Osterfeiertage und schon davor in der Karwoche.

Durchschnittlicher März 2008 in Österreich - theoretisch

Wetterstatistik Österreich März 2008Das Ergebnis dieser gegenseitigen Wettertrends ist eine Statistik, die, wenn man nur den Durchschnitt heranzieht, ausweist, dass der Monat März 2008 völlig normal verlaufen ist. Denn die zu kalten Tage gleichen die zu milden Tage aus und umgekehrt.

So wurden im Westen Österreichs im Durchschnitt die langjährigen Werte für den Monat März erreicht, lokal lag man vielleicht knapp darunter, während man in Ostösterreich lokal knapp über den langjährigen Temperaturen für diesen Monat lag. In einer solchen Statistik, die nur den Durchschnitt als Kriterium zeigt, würde dann auch nicht das Sturmtief Emma aufscheinen, das in weiten Teilen Österreichs für sehr großen Schaden gesorgt hat.

Auch der Schneefall in der Karwoche, zu Ostern und selbst nach den Osterfeiertagen würde nicht aufscheinen, ebensowenig wie die tagelangenen frühlingshaften Temperaturen zu Beginn des Monats und auch am Ende. Der März 2008 zeigte eindrucksvoll, wie problematisch Gesamtstatistiken sein können.

Statistisch gesehen war der Monat März 2008 auch bei den Niederschlägen und bei den Sonnenstunden auf dem Niveau der langjährigen Wetterbeobachtung.

Besonderheiten im März 2008

Vorbei mit dem Frühling (Bericht vom 1. März 2008)

Mit dem Monatswechsel von Februar 2008 auf März 2008 ändert sich das Wetter auch schlagartig. Hatte man im Februar das Gefühl, dass es Mai ist und genoss die enorm hohen Temperaturen rund um 20 Grad Celsius im Schatten mit herrlichen Sonnenschein bei wolkenlosem Himmel, so stellt sich das Wetter Anfang März 2008 gewaltig um.

Den Anfang macht ein Sturmtief, das Österreich am Wochenende erreichen wird. Besonders in Ostösterreich und hier im Flachland und im Donauraum muss mit Windspitzengeschwindigkeiten um oder vielleicht sogar über 100 km/h gerechnet werden. Dazu kommen viele Wolken und Regen.

Der Sturm ist der Beginn einer starken Wetterumstellung, denn für den Beginn der nächsten Woche ist eine deutliche Abkühlung vorhergesagt und ab Dienstag kann es bis in tiefe Lagen schneien. Wenn diese Prognose eintrifft, bedeutet das einen Temperatursturz von bis zu 15 Grad.

Wirklich wundern darf man sich aber nicht, denn die Temperaturen im Jänner waren schon ungewöhnlich mild, wenn sie auch den Rekordjännner 2007 nicht ganz übertreffen konnten. Im Februar 2008 wurde es aber fast schon frühlingshaft, die Natur begann bereits zu blühen und nichts deutete darauf hin, dass laut Kalender noch Winter ist. Dass diese Wetterlage nicht durchgängig bis in den April so anhalten wird können, war vorhersehbar.

Schäden von Deutschland bis Polen (Bericht vom 3. März 2008)

Das Sturmtief Emma, das teilweise Windgeschwindigkeiten in Orkanstärke von bis zu 170 km/h brachte, zog die vorhergesagte Bahn von West nach Ost. Das Tief lag zwar nördlich über den Britischen Inseln, aber es war so stark, dass die rasch transportierte Luft auch im Mitteleuropa in Form von Orkanböen zu spüren war.

Nach bisherigen Medienberichten sind 14 Tote zu beklagen. In Österreich wurden vier Menschen Opfer von herabgestürzten Ästen oder entwurzelten Bäumen bzw. anderer, umgestürzter Objekte. In Deutschland starben sechs Menschen an den Folgen von "Emma", in Tschechien und Polen jeweils zwei Menschen.

Betroffen war praktisch der gesamte nordeuropäische Raum von England über Deutschland bis nach Österreich. Welche Kraft die Orkanböen hatten, zeigen Situationen vom Wochenende, bei denen sogar LKW´s umgekippt wurden. In München wurde ein Reisebus in die Böschung abgedrängt, wobei eine Person schwer, einige weitere leicht verletzt wurden.

In den betroffenen Ländern bot sich überall das gleiche Bild: umgestürzte Bäume, herabfallende Äste, zerstörte Stromleitungen und damit Stromausfälle für eine große Zahl an Haushalten und unpassierbare Straßen. Auch die Bahnnetze waren stark betroffen.

In Österreich gab es Dauereinsätze der Feuerwehr von Tirol bis in das Burgenland, wobei die meisten Einsätze in Oberösterreich gemeldet wurden, aber auch in Salzburg, Niederösterreich, in Wien bzw. in der Steiermark hatten die Feuerwehren viel zu tun.

Mit heute, Montag, beruhigt sich das Wetter wieder und es kann eine Schadenserhebung stattfinden. Zwar waren die schlimmsten Böen am Samstag gemessen worden, aber auch am Sonntag gab es noch Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 km/h und vereinzelt auch darüber.

Ostern 2008: Es wird kalt (Bericht vom 11. März 2008)

Im Februar konnte man schon bei 15 und mehr Grad Celsius im Schatten die Sonne im Garten genießen, Sport mit T-Shirt betreiben und sich auf den Frühling freuen. Doch wer sich auf eine milde Urlaubswoche zu Ostern gefreut hat, wird, wenn die Wetterprognose zutrifft, enttäuscht werden.

Denn bereits diese Woche gibt es eine starke Abkühlung, die durch viel Wind vom Westen nach Österreich dringt und nach der Abkühlung gibt es keine Erwärmung. Mittelfristige Wetterprognosen gehen davon aus, dass sich während der Karwoche die Temperatur um den Gefrierpunkt stabilisieren wird, was bedeutet, dass es sehr kalt wird.

Das wird viele Menschen nicht wundern, denn wenn Ostern so früh im März stattfindet, war es immer wieder der Fall, dass der Winter vorbeigeschaut hat. Ein wenig erstaunlich und vielleicht auch enttäuschend ist es aber dann doch, weil man sich an die milden Temperaturen des Februar bereits gewöhnt hatte und eine ebenso milde Karwoche wäre für die ganze Familie weit angenehmer gewesen.

Stattdessen versucht der Winter ein Comeback und die Winterkleidung sollte noch nicht verstaut werden. Man wird sie nämlich noch brauchen und möglicherweise gibt es auch Schneefall bis in die Niederungen. In den Bergen gibt es ja noch reichlich Schnee, wodurch der Wintertourismus abgesichert ist.

Schneefall, Stürme und sogar Gewitter (Bericht vom 25. März 2008)

Die Karwoche war so kalt, wie angekündigt und auch das Osterwochenende hatte wenig Interesse, sich von der warmen Seite zu zeigen. Doch nach Ostern legte das Winterwetter erst so richtig los und es wird bis zum Wochenende dauern, eher der Wintereinbruch vorbei sein wird.

In ganz Österreich gab es heute tiefwinterliche Fahrverhältnisse und selbst in Wien, das einen sehr schneearmen Winter 2007/08 erlebt hatte, fiel einiges an Schnee, auch wenn dieser schon recht schnell wieder schmilzt. Mancherorts gab es sogar lokale Gewitter. Ganz übel war es in den Morgenstunden in Salzburg und in Oberösterreich und es kam auf der Westautobahn aufgrund von Schneefall und sehr schlechter Sicht zu einer Massenkarambolage, bei der mindestens 60 Fahrzeuge involviert waren.

Auch in Tirol schneite es sehr stark und das betraf nicht nur die österreichischen Bundesländer, sondern fast in ganz Europa hat der Winter sich zurückgemeldet. Es ist dunkel und sehr feucht und oft gibt es auch noch starken Sturm, der die Temperatur noch kälter empfinden lässt und zudem für Verwehungen sorgt.

Die Probleme mit diesem Winterwetter gibt es von den Beneluxländern bis nach Süditalien. In Süditalien waren einige Inseln unpassierbar und durch heftige Stürme wurden sogar Wellen von fünf Meter Höhe gemeldet.

Zum totalen Verkehrschaos führte das Winterwetter in den Niederlanden und auch in Belgien ging nicht mehr viel weiter. Das völlige Chaos blieb in Deutschland aus, aber in einigen Bundesländern kam es zu massiven Verzögerungen, weil Fahrzeuge immer wieder hängengeblieben sind. Auch in der Schweiz gab es zahlreiche Probleme mit der Verkehrslage.

Nun wünschen sich die Menschen frühlingshaftes Wetter, nachdem der Kalender kundtut, dass es eigentlich schon Frühling ist. Doch der Winter will derzeit nichts davon wissen. Aus heutiger Sicht wird es zum Wochenende hin aber in Österreich schon deutlich wärmer werden und es werden Temperaturen um die 15 Grad Celsius erwartet.

Bis zu 18 Grad im Schatten (Bericht vom 28. März 2008)

Noch Mitte der Woche gab es in Österreich Schneefall, aber das Wetter hat neue Überraschungen parat: stimmen die Wetterprognosen, so wird es am Sonntag bis zu 18 Grad Celsius im Schatten geben. Dazu gibt es reichlich Sonnenschein und der Frühling zeigt sich erstmals von seiner angenehmen Seite.

Derzeit ist es noch etwas kühler, aber auch die Frühtemperaturen am heutigen Freitag sind schon deutlich angenehmer als jene der letzten Tage, als es bis in tiefe Lagen geschneit hatte und winterliche Fahrverhältnisse für zahlreiche Probleme auf den Straßen gesorgt hatten.

Die Sehnsucht nach milden Temperaturen dürfte am kommenden Wochenende in die Realität übertragen werden, denn schon für den Samstag sind Temperaturen bis zu 15 Grad möglich, obwohl für den Morgenstunden noch ein paar Regenschauer angekündigt sind. Doch ab Mittag soll es sonnig werden und dann steigt die Temperatur rasch. Einzig der Wind könnte in der Osthälfte Österreichs etwas lästig sein.

Am Sonntag gibt es dann Sonne pur und Temperaturen um die 15 Grad im Schatten, vereinzelt kann es bis 18 oder gar 19 Grad Celsius bekommen. Somit ist das erste frühlingshafte Wetter Tatsache, wobei man in den Bergen vorsichtig sein muss. Dort steigt durch den Schneefall der letzten Tage und den starken Temperaturanstieg die Lawinengefahr.

Das Wetter wird nach den bisherigen Wetteranalysen auch zu Wochenbeginn sehr mild und frühlingshaft bleiben und Temperaturen um 15 - 18 Grad erreichen.

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