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Wetterstatistik für Österreich im März 2019

Sturmtief, viel zu milde Temperaturen

Das Jahr 2019 begann in Sachen Wetter in Österreich sehr ereignisreich, denn es gab das zuviel, was vorher zuwenig war - nämlich Schnee. Die erste Jännerhälfte brachte Unmengen an Neuschnee, wie das selbst im schneeerprobten östereichischen Alpenraum selten anzutreffen war. Danach beruhigte sich das Wetter und im Februar gab es ein Zuviel an Sonne, was aber in Kombination mit der Neuschneeauflage bedeutet hatte, dass es Traumwetter für die Semesterferien gab. Schnee in Hülle und Fülle, warme Temperaturen, herrliche Fernsicht auf den Bergen.

Das Wetter im März begann dafür wie eine Hochschaubahn und turbulent ging es auch weiter. Praktisch jede Woche gab es das gleiche Bild: Abkühlung von Sonntag auf Montag, eher kühler Dienstag und von Mittwoch an Anstieg der Temperatur, um am Wochenende überdurchschnittliche Werte zu erreichen. Jedes Wochenende brachte viel Sonne und Temperaturen von 15 bis 20 Grad oder darüber.

Wie liest sich das in der Wetterstatistik? Die Temperatur im März war um 1,5 Grad auf den Bergen und 2,2 Grad in den Niederungen wärmer als üblich und es war zum Teil sehr trocken.

Wetter im März 2019: Temperatur

Wetterstatistik Österreich März 2019Das Wetter wie in der Hochschaubahn brachte zwar, wie bereits erwähnt, Abkühlung nach dem Wochenende, aber selbst dann war es nicht kalt. Im Durchschnitt war es um 2,2 Grad Celsius im Flachland wärmer als es im März sein sollte (Vergleichswerte 1981 - 2010). Auf den Gipfeln gab es auch noch eine Abweichung von 1,5 Grad. Dabei gab es auch starke Abkühlung wie am 20. und 21. März mit Minusgrade und Schneefall, doch binnen Tagen war schon wieder der Frühling da.

Österreichweit gesehen gab es in Oberösterreich, Niederösterreich, Wien und im Burgenland sowie auch in Teilen der nordöstlichen Steiermark starke Abweichungen von 2,5 bis 3,5 Grad. Die anderen Landesteile hatten eine Abweichung von 1,5 bis 2,5 Grad Celsius, nur in Vorarlberg und in Trol gab es zum Teil 0,5 bis 1,5 Grad Abweichung zu den Normalwerten im März.

Interessant ist die Temperatur im Hinblick auf langfristige Beobachtungen. So war es etwa im Zeitraum April bis März noch nie so warm wie im Zeitraum April 2018 bis März 2019. Auch so ein Hinweis darauf, dass sich das Klima geändert hat.

Niederschlag

Viel Sonne und warme Temperaturen ist schon einmal ein Hinweis darauf, dass Österreich nicht davongeschwommen ist. Im Gegenteil: der März 2019 war ein trockener Monat und es gab um 19 Prozent weniger Regen und Schneefall, als es üblich sein sollte. Von Vorarlberg bis Salzburg sowie in Osttirol, Oberkärnten und in der Obersteiermark und großteils in Oberösterreich gab es annähernd Normalwerte. Von Unterkärnten über die südliche und östliche Steiermark bis zum Burgenland, Weinviertel und Waldviertel gab es um zumindest 25 % weniger Regen als üblich. In Wien, Niederösterreich und auch in Teilen von Unterkärnten gab es um 25 bis 50 % zu wenig Niederschlag.

Auch hier ist der langfristige Blick interessant, weil etwa im Grazer Raum von Oktober 2018 bis März 2019 um 75 bis 80 % zu wenig Niederschlag gefallen ist. Es war dies die dritttrockenste Periode in der Messgeschichte.

Sonnenstunden

Von Kärnten bis zum Burgenland und auch weiter bis zum Waldviertel gab es um 10 bis 30 % mehr Sonnenstunden als im März üblich. Von Vorarlberg bis Oberösterreich war die Bilanz ausgeglichen. Österreichweit gesehen gab es um 10 % mehr Sonnenstunden als langfristig ermittelt.

Datenquelle: https://www.zamg.ac.at

 

Besonderheiten im März 2019

Wetter wie in der Hochschaubahn (Bericht vom 4. März 2019)

Die ersten Tage des März 2019 erwiesen sich schon als deutlich zu mild, aber auch als windig und beide Faktoren spielten in der ersten kompletten Märzwoche eine wesentliche Hauptrolle. Denn der Montag, der 4. März brachte Temperaturen von 15 bis 20 Grad im Schatten, was für März viel zu warm war - es sollte eigentlich so um die 9 bis 10 Grad haben. Außerdem brachte der Wind aus wechselnden Richtungen immer neue Drucksysteme nach Mitteleuropa, wobei der Föhn auch eine Rolle spielte.

Aus dem Süden entwickelte sich der Föhn, der als Nordföhn von Salzburg ostwärts besonders für milde Temperaturen sorgte, während kühlere Luft von Westen Richtung Mitteleuropa zog. Das hatte zur Folge, dass es etwa von Vorarlberg bis Salzburg am Dienstag deutlich kühler war, in der Osthälfte blieb es aber warm, jedoch sehr windig. Am Mittwoch gab es dann in ganz Österreich wieder mehr Föhn und Temperaturen knapp unter der Marke von 25 Grad, was einem Sommertag entsprochen hätte. Ein Sommertag, also ein Tag über 25 Grad Celsius im Schatten, in den ersten Tagen des März wäre schon sehr extrem und vor allem extrem früh.

Der Föhn ließ dann aber nach und zum Wochenende entstand das Sturmtief Eberhard, das seinen Höhepunkt in der Nacht von Sonntag auf Montag erzielt hatte. Schon davor war es sehr unangenehm windig geworden, Spitzen bis 70 km/h waren keine Seltenheit, auf den Bergen noch mehr.

Das Sturmtief Eberhard brachte folgende Spitzenwerte:

  • 151 km/h Feuerkogel
  • 140 km/h Buchbergwarte Neulengbach
  • 137 km/h Jauerling
  • 126 km/h Stift Melk
  • 108 km/h Enns und Wolfsegg
  • 104 km/h Lilienfeld und Seibersdorf

Sturmtief Eberhard leitet Rückkehr des Winters ein (Bericht vom 11. März 2019)

In der Nacht von Sonntag auf Montag fegte das Sturmtief Eberhard über Österreich und sorgte für einige Schäden, aber es hätte schlimmer kommen können. Anfangs war von ein paar Einsätzen die Rede, doch es waren doch hunderte Einsätze für die Feuerwehren speziell von Salzburg bis Wien, die oft ausrücken mussten, Schäden gab es aber auch in Deutschland und den Beneluxländern. Mit diesem Sturmtief und Orkanböen hat sich der Föhn der ersten Märzwoche erledigt und es wird kälter, weil die kalte und feuchte Luft vom Atlantik direkt nach Mitteleuropa strömen kann.

Das bedeutet, dass der Winter sich wieder blicken lässt und es ist mit Schneefall im Bergland zu rechnen und nicht nur dort. Bis zum Montag Abend des 11. März sinkt die Schneefallgrenze im Bereich des Alpenhauptkammes und nördlich davon auf etwa 800 Meter, punktuell sogar bis herunter auf 300 Meter. Das betrifft vor allem die Regionen von Vorarlberg bis zum Mostviertel in Niederösterreich. Im Osten wird es vielleicht regnen oder Graupelschauer geben, der Süden bleibt einmal mehr wetterbegünstigt und dort kann es auch noch milder mit 12 bis 14 Grad sein, ansonsten sind die Temperaturen um die 6 bis 8 Grad zu erwarten, in Wien noch bei 10 Grad.

Die Folgetage bleiben kühl, aber nicht extrem kalt. Die Temperaturen sollten bei etwa 9 Grad liegen und werden wohl 6 bis 8 Grad erreichen. Am Dienstag gibt es noch letzten Schneefall und dann bleibt es trocken, aber windig. Eine Wetterumstellung erfolgt nach Stand der Dinge am Wochenende, denn dann kommt das nächste Warmluftpaket nach Mitteleuropa und Temperaturen von 20 Grad im Schatten könnten wieder möglich sein.

Temperatursturz um 20 Grad (Bericht vom 18. März 2019)

Das Wetter der letzten Tage brachte extreme Wetterveränderungen mit sich. Sehr windig war es schon in den Tagen vor dem Wochenende und aus dem starken Wind aus Nordwest wurde ein sehr föhniger Wind aus Süd, der vor allem am Sonntag in einigen Regionen Österreichs die Temperaturen über die Marke von 20 Grad Celsius hat steigen lassen. Dabei war es etwa in St. Pölten mit über 21 Grad wärmer als in Wien, das aber auch bis 20 Grad klettern konnte, aber länger gebraucht hatte. Normal wäre zu dieser Jahreszeit eine Temperatur um die 10 Grad im Schatten.

In Villach wie auch in einigen anderen Gemeinden gab es Werte über 20 Grad, in weiteren um die 15 bis 20 Grad - also viel zu warm. Doch man wusste vom Wetterbericht bereits frühzeitig, dass dieses viel zu milde Wetter nicht bleibt, weil die Wetterdienste eine Kaltfront angekündigt hatten. Und diese war schon am späteren Nachmittag des Sonntag (17. März 2019) in Vorarlberg eingelangt - mit Regen und Wind und einem Rückgang der Temperatur. So hatte es bald nur noch 14 Grad in Bregenz, aber noch fast 20 in Innsbruck.

Der Montag brachte dann einen extremen Temperatursturz. Das sommerliche Villach hatte statt 20 Grad nur noch um die 2 Grad zu bieten und es gab reichlich Neuschnee bis in die Niederungen! Auch in Vorarlberg oder Tirol schneite es weit herunter, in Wien gab es hingegen zwar einen frischen Wind, aber Temperaturen um die 9 Grad und damit fast Normalwerte. Schneefall war hier kein Thema, auch der angekündigte Regen hatte keine Lust.

Damit ist der Kurzsommer vorerst beendet, denn die nächsten Tage sind eher typisch für den März mit 10 bis 12 Grad, aber schon Richtung Wochenende kann es wieder sehr warm werden.

Drei Wochenenden top, drei Wochenbeginne flop (Bericht vom 24. März 2019)

Bereits dreimal in Folge ist ein Traum für die Menschen in Erfüllung gegangen, denn gerade zum Wochenende zeigte sich das Wetter in diesem März 2019 von der warmen und sonnigen Seite. Eigentlich - im Vergleich zu den langfristigen Wetterdaten von 1981 bis 2010 - viel zu warm, denn am heutigen Sonntag, den 24. März 2019, gab es gleich 23,5 Grad in Kärnten und zwar in Hermagor, auch in Dellach war es mit 23 Grad sehr warm. Gleiches galt für Güssing im Burgenland und selbst im Tiroler Landeck gab es 22,3 Grad Clesius im Schatten.

Für Ausflüge und sportlicher Betätigung im Freien war das Wetter damit ein Traum und wie jede Woche ändert sich die Sachlage mit dem Wochenbeginn, weil in der Nacht auf Montag kommt ein nächstes Tief nach Österreich. Die Kaltfront erreicht den Nordwesten bereits in der Nacht auf Montag und dann gibt es nur noch Höchstwerte um die 10 bis 12 Grad - wobei das die Temperaturen wären, die für Ende März typisch wären. Nach kühlen und vor allem auch feuchten und windigen Tagen wird es aber ab Mittwoch wieder beständiger und dann pendelt sich die Temperatur wohl wieder bei etwa 15 Grad ein, was ein recht typischer Wert für den Monatswechsel März/April wäre.

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