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Wetter im Juni 2019

Sehr warmer Start nach kühlem Mai

13 Monate in Folge war es in Österreich wärmer als es eigentlich sein sollte und zum Teil sogar deutlich wärmer. Erst mit dem Mai 2019 endete diese lange Liste, die es in der Form überhaupt noch nie gegeben hatte. Der Mai war dafür mit 2,6 Grad im Durchschnitt deutlich zu kalt und er war sehr feucht. Das war gut für die Landwirtschaft, wichtig für das Grundwasser, aber wenig produktiv für die Freibäder.

Mit dem Monatswechsel zum Juni 2019 veränderte sich aber die Sachlage gleich wieder, denn der Juni startete als Hochsommer durch.

Erster Hitzetag im Jahr 2019 am 3. Juni (Bericht vom 4. Juni 2019)

Wetterstatistik Österreich Juni 2019Die Wetterlage im Mai 2019 sorgte für viel Niederschlag und kühlen Temperaturen, weil ein Tiefdruckgebiet durch zwei Hochdruckgebiete über längere Zeit eingesperrt war. Es konnte also nicht weichen, doch der Juni lieferte prompt ein markantes Hochdruckgebiet und damit kletterten die Temperaturen deutlich nach oben. 25 Grad müssen es für einen Sommertag sein, 30 für einen Hitzetag (auch als heißer Tag beschrieben) und ein solcher Tag war 2019 noch nicht gemessen worden.

Eigentlich ist das sogar positiv, weil etwa 2018 gab es den ersten Hitzetag schon im April und das ist viel zu früh, denn im April sollte es um die 20 Grad haben. 2019 musste man lange warten und zwar bis zum 3. Juni 2019, ehe in Vorarlberg die Temperaturen deutlich nach oben gestiegen waren. Der Gewinner des Tages war Bludenz mit einer Temperatur von 31,2 Grad im Schatten und damit war der erste Hitzetag 2019 gesichert. Vor allem im Westen Österreichs war es ausgesprochen heiß, denn auch einige Gemeinden in Tirol hatten die Marke von 30,0 Grad Celsius übersteigen können.

Kalt war es aber nirgends, denn etwa in Wien war die Temperatur auf ungefähr 29 Grad geklettert und das galt für fast ganz Österreich so. Diese Hitze bleibt auch am Mittwoch erhalten, doch die Sachlage wird unbeständiger. Das Hoch zog schon ab, ein Tiefdruckgebiet rückt von Westen her näher und damit gibt es einen Mix aus feuchter und sehr warmer bis heißer Luft, was die ersten heftigen Gewitter in Westösterreich verursachen kann. Ab Donnerstag wird die Gewittertätigkeit intensiver und am Pfingstwochenende wird es wohl unbeständiger werden, aber kalt wird es nicht. Die Temperatur wird aber wohl auf 20 bis 25 Grad zurückgehen und es gibt einige gewittrige Regenschauer.

Ostösterreich erreicht die erste Hitzewelle 2019 (Bericht vom 9. Juni 2019)

Der Pfingstsonntag und zugleich Vatertag setzte den sonnigen Eindruck in Österreich fort und war zugleich auch der Beginn einer föhnigen Strömung, die in den Folgetagen die Temperaturen hochschnellen lassen wird und vor allem von Salzburg ostwärts. Es dauerte im Vergleich zu den Vorjahren recht lang, bis der erste Hitzetag mit über 30 Grad gemeldet werden konnte und erst im Juni war es soweit. Doch nun startet der Hochsommer durch, speziell von Oberösterreich bis zum Burgenland.

Die Temperaturen klettern in der neuen Woche auf 30 bis 35 Grad im Schatten, wobei sich die traditionell warme Stadt Wien auf die erste Serie von Tropennächten (Nächte nicht unter 20 Grad Tiefstwert) einstellen muss. Es wird mit jedem Tag schwieriger werden, abzukühlen und die 30 Grad gibt es auch in Salzburg oder Kärnten. Der föhnige Wind aus Süd bis Südost wird über den Bergen vor allem am Montag und Dienstag sogar stürmisch werden und bringt noch wärmere Luft als es ohnehin schon gab.

Nicht ganz so drückend heiß wird es in Westösterreich, wobei die Grenze zwischen kühlerer Luft und der Hitze fast im Arlberggebiet verlaufen könnte. Denn in Vorarlberg wird es bis zum nächsten Wochenende dauern, ehe es sehr warm wird. Werte um 22 bis 24 Grad sind zu erwarten, in Tirol um die 28 Grad, die man in Wien gerne hätte. Das wäre zum Baden warm genug.

Zumindest eine Woche sollte die Hitzewelle andauern, die Temperaturentwicklung darüber hinaus ist noch sehr unsicher, aber es sieht nun nach einem sehr warmen Juni aus, nachdem der Mai als erster Monat seit über einem Jahr zu kühl verlaufen war.

Hochwasser im Westen, Hitze im Osten (Bericht vom 12. Juni 2019)

Viele Gemeinden haben in der Osthälfte Österreichs die zweite Tropennacht in Folge erlebt, in der Wiener Innenstadt kühlte es nur auf 22 Grad ab und die Räume heizen sich mit jedem Tag mehr auf. Dabei wird der Höhepunkt für Samstag mit 36 oder gar 37 Grad erwartet, die Nachttemperatur auf Sonntag droht nicht unter 25 Grad zu sinken. Erst mit Sonntag könnte die Entspannung erfolgen, weil etwas angenehmere Luft von West bis Nordwest samt Gewitter und Regen kommt. Kalt wird es aber danach auch nicht sein, Werte um 28 Grad bleiben Österreich erhalten.

Während man von Oberösterreich bis zum Burgenland fleißig schwitzt, hat der Westen ein ganz anderes Problem. In Vorarlberg ist es wenig sommerlich und es regnet immer wieder bei nicht mehr als 20 bis 23 Grad, teilweise auch deutlich darunter. Durch die hohe Schneelage aufgrund des intensiven Schneefalls im Jänner sowie auch der Zufuhr weiterer Schneefälle selbst im sonst warmen Mai gibt es in Kombination mit dem Regen und den Gewittern ein Hochwasser im Rhein-Vorland. Ausgelöst wurde dies vor allem durch viele Regenfälle, die in der Schweiz gefallen waren. Aber die Situation ist nicht weiter dramatisch, Uferzonen musste jedoch gesperrt werden. Schon am Dienstag Nachmittag entspannte sich die Lage ein wenig.

Anders sieht es in Tirol aus, denn nächtliche Gewitter von Südtirol kommend haben viel Regen gebracht und das verschärfte die Situation durch die starke Schneeschmelze. In Tirol war es doch wärmer als in Vorarlberg, wenn auch nicht so heiß wie im Osten und so verlieren die Berge pro Tag bis zu 20 cm an Schneelage, was zu enormen Wassermengen führt. Der Inn war am heutigen 12. Juni über der Marke eines 30-jährlichen Hochwassers gemessen worden, also höher als ein Hochwasser, das statistisch alle 30 Jahre vorkommen könnte.

Brücken mussten gesperrt werden, Stege ebenso. Unter manchen Brücken ist kein Platz mehr bis zur Oberfläche des Inn, was vor allem auch die Stadt Innsbruck bedroht. Kühleres Wetter würde die Schneeschmelze etwas einbremsen, aber danach sieht es jetzt nicht aus. Die Feuerwehren sind im Dauereinsatz, um zu helfen und auch vorzusorgen.

Ende der Hitzewelle in Ostösterreich (Bericht vom 16. Juni 2019)

34,3 Grad Celsius wurden in der Wiener Innenstadt am gestrigen Samstag als Spitzenwert gemessen und damit wurde nicht nur der European Pride am Wiener Ring fest eingeheizt, sondern man erreichte auch den Höhepunkt der Hitzewelle, die eigentlich schon die ganze Woche über speziell die Osthälfte Österreichs fest im Griff hatte. Temperaturen über 30 Grad Celsius waren praktisch ständig gemessen worden, während es in Vorarlberg deutlich kühler war, fast schon zu kühl für den Juni.

Einige Gemeinden und Städte von Linz ostwärts liegen zur Monatsmitte bei mehr als fünf Grad über den Durchschnittswerten, die man im Juni messen sollte. Mit dem Samstag kam aber der kühlere Westwind auch nach Wien, allerdings mit unterschiedlicher Wirkung. Während es etwa in Sankt Pölten wirklich abgekühlt hatte, blieb die Nacht auf Sonntag etwa in Wien oder Eisenstadt noch viel zu warm. Erste leichte Gewitter gab es dann am Vormittag, aber Abkühlung auch für die aufgeheizten Räume sind wohl erst am Abend zu erwarten, denn die Nacht auf Montag sollte auf 18 Grad selbst in der Wiener Innenstadt abkühlen. Heiß blieb es im Südosten und dort bildeten sich schon zur Mittagsstunde heftige Gewitter, ausgehend vom Wechselgebiet, von dem aus die Gewitter weiter nach Süden zogen.

Die nächsten beiden Tagen sollten dann angenehmer verlaufen und bieten Sonne und Wolken mit ein paar Gewitter und Temperaturen von 25 bis 27 Grad. Aber schon am Mittwoch wird es wieder heißt und am Donnerstag gibt es mit 32 Grad den nächsten Grund zu schwitzen.

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