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Wetter im Juni 2017

Zweitwärmster Juni seit Beginn der Wettermessung

Der Juni 2017 leitete die Phase der Hitzwellen ein, die bis in den August 2017 gereicht haben. Manche sprachen später von fünf Hitzewellen, andere gar von sechs Stück. Die Phasen mit sehr heißen Tagen wurden zwar durch kühlere Tage unterbrochen, aber der sehr warme Eindruck blieb bestehen.

So ist es keine Überraschung, dass der Monat Juni 2017 der zweitwärmste in der Messgeschichte Österreichs wurde. Auch bei den Sonnenstunden hatte er Platz vier erreichen können.

Temperatur im Juni 2017

Das gesamte Jahr 2017 war mit vielleicht der Ausnahme des kalten Jänner überdurchschnittlich warm und erreichte im Juni den nächsten Höhepunkt. Es gab eine Abweichung von gleich 3,3 Grad Celsius zum klimatologischen Mittel aus den Jahren 1981 bis 2010 und das ist eine sehr massive Abweichung, die nur hinter dem Rekordjuni von 2003 liegt.

Wer sich warmes Wetter gewünscht hatte, wurde bedient, denn es gab kaum einen Tag, der nicht überdurchschnittlich warm war. Besonders von Oberösterreich bis zum Nordburgenland war es sehr heiß und es gab um 3,4 bis 3,8 Grad höhere Temperaturen im Schnitt als im Juni üblich. In Unterkärnten war die Abweichung mit 1,9 bis 2,4 Grad noch am geringsten, die anderen Landesteile hatten auch um 2,5 bis 3,4 Grad zu hohe Werte ausgewiesen. 

Wesentlich war auch die erste Hitzewelle, die in der dritten Woche begann und ungewöhnlich lange angedauert hatte. Vor allem in der Osthälfte Österreichs gab es zehn Hitzetage in Folge, also Tage, an denen es zumindest 30 Grad im Schatten hatte. Das Problem dabei war, dass es genau in diesen Landesteilen schon seit Wochen wenn nicht Monaten zu trocken war und darauf traf nun diese Hitzewelle.

Niederschlag im Juni

Der Niederschlag war schon in den Monaten davor ein großes Thema und gerade in den ohnehin trockenen Gebieten waren die warmen Temperaturen wenig hilfreich, da sie den Boden zusätzlich ausgetrocknet haben. Von Oberösterreich bis zum Nordburgenland fehlten im Juni 2017 ganze 55 Prozent des sonst üblichen Niederschlags.

Von Vorarlberg bis zum Südburgenland gab es hingegen ausgeglichene Werte oder es fehlten nur ein paar Prozent an Niederschlag. In Kärnten gab es vom Millstätter See ostwärts je nach Region um 25 bis sogar 70 Prozent mehr Regen als im klimatologischen Mittel. Somit war dieser Monat wieder einer, der beim Niederschlag extreme Unterschiede mit sich gebracht hatte. Gerade im Osten und Nordosten hatte man sich mehr Regen erhofft, den die Böden so dringend gebraucht hätten.

Sehr viele Sonnenstunden

Die Hitze war natürlich mit viel Sonnenschein bewerkstelligt worden und so gab es gleich um 30 Prozent mehr Sonnenstunden als im Juni durchschnittlich üblich. Damit erreichte der Juni 2017 auch Platz vier in der Rangliste der Junimonate nach Sonnenscheindauer. Von Salzburg bis zum Nordburgenland und auch in der Obersteiermark gab es zum Teil sogar um 50 Prozent mehr Sonnenstunden als üblich, geringer war der Überschuss von Vorarlberg bis zum Südburgenland.

Datenquelle: https://www.zamg.at



[Infoplattform Wissenswertes / 1. Juli 2017]

Siehe auch
Wetterberichte 2017

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