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Wetter im Juli 2013 in Österreich

Juli 2013 als extrem trockener Monat in Österreich

Seit über 200 Jahren werden in Österreich präzise Wetterdaten erhoben und aufgezeichnet und dennoch ist im Jahr 2013 nahezu jeder Monat ein neues Extrem - vom zu kalten März über den zu warmen April bis zum viel zu feuchten Mai reicht die Palette. Der Juli 2013 ist dabei keine Ausnahme.

Juli 2013 in Österreich: extrem sonnig, extrem dürr

Wetter im Juli 2013 in ÖsterreichDenn in diesem Monat gab es so viele Sonnenstunden wie überhaupt noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen und es war der zweitwärmste Juli in der Geschichte. Nur im Jahr 2006 war er noch wärmer. Außerdem war es der trockenste Juli seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1858.

Bei der Temperatur ergab sich ein Plus gegenüber den normalen Durchschnittstemperaturen eines Juli um 2,2 Grad. von Südkärnten bis zum Südburgenland war die Abweichung sogar bis zu 2,9 Grad ausgefallen. In den westösterreichischen Alpen fiel die Abweichung geringer aus.  So war es im Paznaun und in den Ötztaler Alpen um 1 bis 1,5 Grad zu warm. Außergewöhnlich war die Hitzwelle am letzten Juli-Wochenende mit Werte von 39,2 Grad in Bad Goisern und Waidhofen an der Ybbs als Spitzenwerte.

Aber fast noch wichtiger als die Temperatur war die Trockenheit. Richtiggehende Dürre gab es in Österreich im Juli 2013. In manchen Messstationen Ostösterreichs wie Eisenstadt, Wiener Neustadt, Aspang oder auch Neusiedl am See gab es ganze 4 bis 5 mm Niederschlag auf den Quadratmeter - im ganzen Juli! Das gab es noch nie zuvor. Generell erreichte der Niederschlag häufig nur 5 bis 20 Prozent der üblichen Menge, österreichweit waren es 35 Prozent. Es war so trocken, dass manche Bauern ihre Kühe verkaufen mussten, weil keine Wiesen als Futter vorhanden waren. Statt Wiesen gab es Staubhänge - ein seltenes Phänomen im Alpenraum.

Einher mit der Dürre und Temperatur ging natürlich eine hohe Zahl an Sonnenstunden. Österreichweit waren noch nie so viele Sonnenstunden gezählt worden. Manche Regionen hatten ein Plus von 50 bis 70 Prozent gegenüber den Normalwerten vom Juli. Einzig in Südkärnten und Nordtirol war der Sonnenstundenüberschuss bei 15 bis 25 Prozent ausgefallen.

Bisher waren 366 Sonnenstunden im Juli aus dem Jahr 2006 der Rekord. Dieser wurde geradezu pulverisiert, denn Andau erreichte 400 Stunden - das ist nicht nur ein deutlich höherer Rekordwert, es sind auch 90 % der überhaupt möglichen Sonnenstunden und damit Ausdruck der extremen Wettersituation in Österreich in diesem Juli 2013.

Besonderheiten im Juli 2013

Angenehmer Sommer durch trockene Luft (Bericht vom 13. Juli 2013)

Das Wetter in Österreich entsprach im Frühjahr 2013 nicht unbedingt den Vorstellungen der Menschen. Es hatte zu viel geregnet, es gab sogar das Hochwasser mit riesigen Schäden und dann kam die Hitze mit Temperaturen jenseits der 35 Grad Celsius im Schatten.

Aber der Juli 2013 entschädigt für so vieles, denn nach langer Zeit kann man von einem angenehmen Sommerwetter sprechen. Untertags gibt es Werte von 24 bis 29 Grad Celsius im Schatten und damit die Möglichkeit, einen Badeurlaub oder auch einen Ausflug durchzuführen, während die Nächte vor allem auch in den Großstädten kühler sind als in den letzten Jahren.

Wenn die Sonne üblicherweise freie Bahn hat, dann erwärmt sie die Luft sehr stark. In den letzten Jahren war es kaum möglich, an einem schönen Sommertag weniger als 30 Grad Celsius zu messen und das ist dann schon nicht mehr so angenehm und die intensive Sonnenstrahlung ist auch gefährlich, weshalb von medizinischer Seite zur Vorsicht geraten wird. Außerdem sind die Nächte so warm, dass ein erholsamer Schlaf schwierig wird - ganz besonders in Städten wie Wien.

Doch die aktuelle Wetterlage bietet eine ungewöhnlich trockene Luft und das hat zur Folge, dass es nicht so leicht dampfen kann, es gibt eine stärkere Abkühlung in den Nächsten und eine klarere Luft. So kann selbst die sonst aufgeheizte Wiener Innenstadt Temperaturen unter 20 Grad melden und die Menschen können angenehmer schlafen. In den Alpentälern ist es fast schon zu kühl bei Werten um die 10 Grad, aber dafür ist die Tageserwärmung stark.

Werte von 24 bis 29, manchmal 30 Grad bleiben auch bis zum Mittwoch oder Donnerstag der dritten Juliwoche erhalten. Dann steigt die Gewittergefahr, aber richtig kalt wird es auch dadurch nicht. Bei Wanderungen auf 1.500 Meter oder darüber gibt es auch angenehme Temperaturen, sodass man nicht zu stark schwitzt.

Somit bieten die aktuellen Tage ein fast perfektes Sommerwetter, wie man es sich nur wünschen kann.

Temperaturen bis 34 Grad im Schatten (Bericht vom 19. Juli 2013)

Die letzten Tage brachten Österreich ein ungewöhnlich angenehmes, aber hochsommerliches Wetter. Es gab im Laufe des Nachmittags Werte von 25 bis 30 Grad und in der Nacht kühlte es dank trockener Luft sehr stark ab, sodass selbst in der sonst so heißen Wiener Innenstadt Temperaturen unter 20 Grad erreicht werden konnten. Inneralpin war es sogar ungewöhnlich kühl für die Tageshöchstwerte.

Dieses Wetter stellt sich nun insoferne um, als aus dem angenehmen hochsommerlichen Wetter eine Hitzewelle wird, weil die Temperaturen noch weiter ansteigen und auch die Luftfeuchtigkeit zulegt. Damit kann es in den Städten nicht mehr so gut abkühlen, aber auch in den ländlichen Regionen ist es in der Nacht deutlich wärmer.

Schon der heutige Samstag bringt Werte bis zu 32 Grad im Schatten. Es gibt dazu lebhaften Nordwind und ab und zu ein Gewitter in den Bergen. Auch am Sonntag bietet das Wetter Österreich Hochsommer pur mit Werte von 22 bis 32 Grad. Die 32 Grad sind vor allem im Osten und Südosten zu erwarten, die 22 Grad sind in Westösterreich und über den Bergen bei Gewitter und gewittrigen Regenschauern möglich, meist hat es aber auch in diesen Regionen 25 bis 30 Grad im Schatten.

Der Montag bietet heißes Wetter mit 25 bis 33 Grad. Es ist strahlend sonnig und selbst auf 2.000 Meter muss man sich auf bis zu 18 Grad einstellen. Gewitter sind eher selten anzutreffen und wenn, dann am ehesten in Westösterreich. Noch heißer wird es am Dienstag mit Werte von 26 bis 34 Grad im Schatten. Gewitter sind möglich, aber wieder eher nur in Westösterreich, in Ostösterreich bleibt es sehr heiß und auch die Nächte bleiben warm und es kühlt nur langsam ab.

Etwas unbeständiger wird das Wetter in Österreich am Mittwoch mit einem Mix aus Sonne und Wolken. Es bilden sich mehr Gewitter und Regenschauer, aber wieder nur in der Westhälfte des Landes. Im Osten bleibt es trocken und heiß. Die Temperaturen erreichen 22 bis 30 Grad, in Ostösterreich sind auch wieder 34 Grad möglich.

Der Donnerstag bietet schwüles und unbeständiges Wetter. Es gibt viel Sonne, aber auch einige Regenschauer und Gewitter, die es möglicherweise auch bis in den Osten schaffen könnten. Die Temperaturen bleiben aber mit 21 bis 30 Grad hochsommerlich, wobei die 21 nur bei Regen möglich sind, meist bleibt es heiß.

Und auch der Freitag bietet stabiles Sommerwetter mit heißen 27 bis 34 Grad im Schatten.

Hitzewelle mit Werte bis 40 Grad Celsius im Schatten (Bericht vom 23. Juli 2013)

Die Prognosen der letzten Tage kündigten bereits an, dass Österreich von einer neuerlichen Hitzewelle erfasst wurde. Bisher waren die Temperaturen schon hoch, aber die Luft blieb ungewöhnlich trocken, sodass es in der Nacht leichter abkühlen konnte und man seinen verdienten erholsamen Schlaf fand.

Aber mit den Gewittern, die in Westösterreich am Mittwoch einsetzen und Ostösterreich am Donnerstag erreichen, wird die Luft feuchter und damit wird es schwüler und unangenehmer. Die großen Städte kühlen weniger leicht aus und die Temperaturen reichen bis 36 Grad im Schatten am Wochenende, wobei der Höhepunkt am Sonntag erreicht wird.

Dann nämlich muss man sich auf 39 Grad in einigen Städten einstellen, besonders in Ostösterreich wird es sehr heiß. Es könnte sogar sein, dass der österreichweite Rekord gebrochen wird. 1983 erreichte Dellach einen Wert von 39,7 Grad Celsius im Schatten. In Wien kann es sein, dass am Sonntag sogar die Marke von 40 Grad übertroffen wird - es wäre das erste Mal in Österreich, dass die Ziffer 4 beim Wert der Temperatur vorangestellt wird.

Heiß ist es in ganz Österreich, aber die Problematik mit der Trockenheit, die auch viele Bundesländer betrifft, verschärft sich noch in der nächsten Woche. Denn in Westösterreich gibt es Montag, spätestens Dienstag erfrischende Gewitter, die gibt es in Ostösterreich vermutlich gar nicht und es bleibt heiß. Die Temperaturen werden die gesamte Woche in der Osthälfte bei Werte über 35 Grad Celsius liegen, Regen und Abkühlung sind nicht in Sicht.

Somit muss man sich auf sehr heiße Tage einstellen - es wird von der Luftfeuchtigkeit abhängen, wie extrem man diese empfinden wird. Trockene Luft hilft ein wenig beim Schlafen, feuchte Luft sorgt zusätzlich für unangenehmes Empfinden.

Ratsam ist es allemal, sich im Schatten aufzuhalten. Das gilt nicht nur für alte Leute und Kinder, auch Sportlerinnen und Sportler sollten ihre Aktivitäten auf den Morgen oder Abend auslagern und das Pensum reduzieren. Wie lange diese Hitzewelt anhalten wird, kann noch nicht gesagt werden.

Hitze-Bilanz: die 40 Grad wurden nicht erreicht (Bericht vom 30. Juli 2013)

Für das Wochenende der vierten Juli-Woche 2013 war extreme Hitze in Mitteleuropa angekündigt. In der Schweiz waren bis zu 36, in Deutschland und Österreich bis zu 40 Grad in Aussicht gestellt. Was Österreich betrifft, so feierte der bisherige Hitzerekord mit 39,7 Grad in Dellach, Kärnten, genau an diesem Samstag, den 27. Juli 2013 sein 30jähriges Jubiläum und drohte abgelöst zu werden. Noch nie gab es 40 Grad im Schatten in Österreich.

Und es wurde auch wirklich extrem heiß. Mehr als 200 Messstationen lieferten am Sonntag über 30 Grad Celsius im Schatten, die meisten sogar deutlich mehr. Spitzenreiter waren Bad Goisern und Waidhofen/Ybbs mit jeweils 39,2 Grad, womit ein hoher Wert, aber kein neuer Rekord und keine 40 Grad erreicht wurde. Zahlreiche Gemeinderekorde wurden überboten, in Oberösterreich (Bad Goisern 39,2) und Salzburg (Salzburg-Freisaal 38,6) wurden neue Landesrekorde erzielt.

Für Montag waren vor allem für Ost- und Südösterreich noch heißere Werte angekündigt, während im Westen die ersehnte Abkühlung mit Unwettern drohte. Die Abkühlung setzte in Vorarlberg auch bald ein, in Wien wurde es dann doch nicht ganz so heiß und die 40 Grad, die wahrscheinlich waren, fanden nicht statt, mehr als 32 Grad wurden es nicht.

Ganz anders im Südosten, denn gerade in der Steiermark hatte es schon am späteren Vormittag über 35 Grad im Schatten. Der Hitzepol dieses Montags war Güssing im Südburgenland mit 39,1 Grad, also mit einem weiteren 39er, aber der 40er fiel nicht.

Und mittlerweile hat die Abkühlung ganz Österreich erfasst. Für die nächsten Tage ist Erholung und Entspannung bei immer noch sehr warmen 27 bis 31 Grad im Schatten angekündigt, zum Wochenende wird es aber nochmals sehr heiß mit 33, möglicherweise aber auch 36 bis 38 Grad im Schatten.

Sturmtief: Sturmböen bis 100 km/h beenden die Hitze (Bericht vom 30. Juli 2013)

Die große Hitze mit bis zu 39 Grad Celsius im Schatten wurde durch den Sturm beendet und in Österreich konnte sich kühlere Luft durchsetzen. Bei solch großen Temperaturunterschieden braucht es meist heftige Gewitter und starken Regen oder eben einen Sturm. Im Falle des Hitzewelle in der vierten Juliwoche 2013 war es ein Sturm.

Großer Hagelschlag blieb damit aus, es gab mitunter intensiven Regen, vor allem in Vorarlberg, aber zumeist war der Sturm verantwortlich dafür, dass aus 37 bis 39 Grad 20 Grad wurden. In Bruck an der Mur in der Steiermark gab es mit 104 km/h die stärksten Windböen, aber in vielen anderen Gemeinden und in praktisch allen Bundesländern Österreichs gab es Windgeschwindigkeiten von bis zu 70 oder 80 km/h.

Diese starken Windböen entwurzelten Bäume, beschädigten Bahnleitungen, trafen in der Steiermark sogar eine Lokomotive und beschädigten diese stark und deckten Dächer ab. Besonders stark waren die Sturmschäden in der Steiermark, aber auch in Niederösterreich mussten die Feuerwehren oft ausrücken. Dort war der Schwerpunkt im Waldviertel und im Tullner Raum.

Doch generell waren die Sturmböen ein Problem und beschäftigten hunderte Feuerwehrleute. So erfreulich die Abkühlung für die Menschen auch ist, so gefährlich sind Sturmböen dieser Intensität, wie sie auch in Österreich immer wieder vorkommen. Neben abgedeckter Dächer und umgeknickter Bäume sind vor allem auch die Stromleitungen ein Thema, die durch die umgestürzten Bäume unterbrochen werden.

Mit dem Durchzug dieses Sturmsystems reduzierte sich die Temperatur in Österreich um 20 Grad. Am Montag hatte es im Burgenland 38 bis 39 Grad, in Vorarlberg nur noch 18. Die nächsten Tage sind mit 27 bis 30 Grad hochsommerlich warm, aber nicht so extrem heiß. Am nächsten Wochenende gibt es aber wieder Hitze, vielleicht aber mit 33 Grad reduziert, möglicherweise aber auch wieder mit 36 bis 38 Grad im Schatten.

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[aktuelle Seite]

Wetter Juli 2013

Der Juli 2013 geht in Österreich als Rekordmonat ein - noch nie war es so dürr, gab es so viele Sonnenstunden. Auch die Temperatur war sehr hoch.

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