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Juli 2010: heiß mit Unwetter

Wetter im Juli: Hitze und starke Abkühlung

Der Juli 2010 brachte Österreich ein Wetter der Extreme. Hitzewellen mit Temperaturen bis über 37 Grad Celsius standen Abkühlungen mit Temperaturen unter 20 Grad Celsius gegenüber. Die Hitze überwog und daher war der Juli deutlich wärmer als im langjährigen Durchschnitt.

Hitze und kühle Phasen im Juli 2010 in Österreich

Wetterstatistik Österreich Juli 2010Österreichweit waren die Temperaturen im Schnitt um 2,6 Grad wärmer als im Juli üblich. Trotz teilweise sehr kühler und feuchter Tage waren die heißen Tag im Vorteil und daher war dieses Ergebnis für den Monat Juli keine Überraschung. Am wärmsten fielen die Temperaturen in Kärnten aus, das von vielen Gewitterfronten verschont blieb. Dort betrug die Abweichung sogar 2,8 Grad und im Lavanttal erreichte St. Andrä mit 37,2 Grad den Rekordwert im Juli 2010 österreichweit gesehen. Das schöne und heiße Wetter war für die Menschen schon zum Problem geworden, weil Erholung kaum möglich war, aber für die Landwirtschaft war es noch kritischer, weil die Natur mehr Feuchtigkeit bräuchte.

Die Abweichungen bei den Temperaturen galten österreichweit, nur im Tiroler Arlberggebiet betrug sie 1,5 bis 2 Grad, also etwas weniger. Ebenfalls österreichweit waren die Gewitter anzutreffen, auch wenn der Schwerpunkt nördlich des Alpenhauptkammes zu finden war. In Vorarlberg, in Oberösterreich und in Niederösterreich gab es einige schwere Gewitter, weshalb trotz der Hitze mehr Regen gemessen wurde, als im Juli üblich ist.

Doch selbst in Kärnten, das viele Gewitter nicht erlebte, obwohl sich die Menschen Abkühlung erwünscht hatten, gab es heftige Unwetter. Preitenegg in Kärnten erlebte am 15. Juli ein Unwetter mit 88 Liter pro Quadratmeter in nur zwei Stunden. Ähnliche Unwetter gingen auch im Bereich des Feuerkogels oder in Vorarlberg nieder. Die letzten Tage des Juli waren vor allem in Vorarlberg schlimm und es gab intensive Regenfälle und Probleme mit Hochwasser, regional sogar mehrfach, weil das schon abgezogene Hochwasser durch neuerliche Regenfälle zurückkam.

Während in Bregenz doppelt soviel Regen gemessen wurde, als im Juli üblich, gab es von Osttirol über Kärnten bis zur Südsteiermark nur ein Drittel des Regens, der normalerweise gemessen wird.

Besonderheiten im Juli 2010

Erhöhte Gewitterwahrscheinlichkeit (Bericht vom 4. Juli 2010)

Die letzten Tage brachten Österreich ein Sommerwetter, wie man es sich seit Wochen gewünscht hatte, wenngleich die Temperaturen ein wenig zu hoch gegriffen sind. Das Hauptproblem ist dabei, dass in den Großstädten die Abkühlung fast vollständig ausbleibt, besonders in der Wiener Innenstadt, die seit Tagen tropisches Wetter erlebt, weil die Temperatur nicht unter 20 Grad Celsius sinkt.

Das Wetter in Österreich stellt sich aber laut Wetterpronose um und heute Sonntag wird es von West nach Ost immer mehr zu Gewitteraktivitäten kommen. Einige Gewitter haben sich schon gebildet und sich von Oberösterreich in die Steiermark und weiter nach Kärnten gezogen. Die starken Gewitter werden für den Nachmittag im Westen Österreichs erwartet und könnten in der Nacht auch in Wien und Niederösterreich eintreffen, wobei man sich auf starken Wind einstellen sollte.

Am Abend und in der Nacht ist mit teils kräftigen Regenschauern zu rechnen und die Gewitter sorgen für eine Abkühlung um die 15 Grad, in Wien werden es wohl eher 19 Grad sein. Sehr unbeständig zeigt sich dann der Montag. Es gibt von Tirol bis zum westlichen Niederösterreich Gewitter und Regenschauer, dazwischen zeigt sich auch hin und wieder die Sonne. In Vorarlberg und in Wien sowie dem östlichen Niederösterreich gibt es kaum Gewitter und viel Sonne. Die Temperaturen werden von 20 Grad in den Gewitterzonen bis 30 Grad in Ostösterreich reichen. Von Salzburg ostwärts muss auch mit starkem Wind gerechnet werden, vor allem gilt dies für den Donauraum.

Gewittrig und unbeständig geht es am Dienstag weiter und die Temperaturen gehen auf 19 bis 25 Grad zurück, nur im Südosten könnten es bis 28 Grad werden. Die Gewitter können heftig ausfallen und heftig ist auch der Wind, der weiterhin von Salzburg bis zum Nordburgenland bläst. Am Mittwoch sinkt die Gewittertätigkeit und in Westösterreich hat es schon wieder sehr warme 27 Grad, ansonsten 22 bis 25 Grad. Der Nordwind ist weiterhin sehr stark.

Erst am Donnerstag wird der Wind schwächer und die Temperatur steigt wieder an. Es ist sehr sonnig und man kann sich auf Temperaturen von 23 bis 30 Grad einstellen. Diese Werte werden am Freitag mit 25 bis 32 Grad noch gesteigert, die Gewitterphase und Abkühlung ist damit beendet und der heiße Hochsommer ist wieder nach Österreich zurückgekehrt.

145 Liter in 24 Stunden (Bericht vom 5. Juli 2010)

Die Serie der intensiven Regenfälle will in Österreich im Jahr 2010 nicht abreißen. Nach einem erstaunlichen Intensivregen im Mai, der Teile von Wien unter Wasser setzte, folgten schwere Gewitter in vielen Teilen Österreichs, im Juni war in der Steiermark, unter anderem auch in der Stadt Graz binnen zweier Stunden eine Regenmenge gefallen, die alle fünf bis zehn Jahre einmal verzeichnet wird.

Am Sonntag und in der Nacht auf den Montag gab es eine weitere solche Wettersituation, die schon am frühen Nachmittag des Sonntag begonnen hatte. Gewitter zogen von Bayern nach Oberösterreich und sorgten für heftige Unwetter. Viele Blitze wurden gemessen und es regnete sehr stark, teilweise 40 Liter auf den Quadratmeter innerhalb einer Stunde. Diese Gewitter zogen weiter in die Steiermark und dann nach Kärnten.

In den Abendstunden folgten weitere Unwetterzonen und in der Nacht setzte sich das Szenario fort. Wie die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) auf der Wiener Hohen Warte ermittelt hat, waren es an die 145 Liter, die pro Quadratmeter im Salzkammergut vom Himmel fielen. Nun weiß man, dass es im Salzkammergut gerne und oft regnen kann, aber selbst für diese regenerprobte Region Österreichs waren die Regenmengen außergewöhnlich. Solche Wassermengen fallen statistisch gesehen alle 50 Jahre einmal vom Himmel.

Aber auch nördlich und südlich vom Salzkammergut gab es intensiven Regen. Während man in Ostösterreich sich auf Abkühlung freute - die dann nicht eintraf, regnete es in Ried im Innkreis innerhalb von einer Stunde gleich über 50 Liter pro Quadratmeter. Starkregen und heftige Gewitter gab es auch im Mostviertel von Niederösterreich, in Kärnten, Salzburg und Teilen der Steiermark.

Keller mussten ausgepumpt werden, Straßen waren überflutet und die Feuerwehren standen im Dauereinsatz. Davon bekam man nur 100 Kilometer weiter östlich in Wien gar nichts mit, denn die Bundeshauptstadt erlebte eine sehr warme Nacht, auch in Vorarlberg war es ausgesprochen mild.

Bis Dienstag sind weitere starke Regenfälle und Gewitter zu befürchten, die ihren Schwerpunkt neuerlich in der Achse Oberösterreich - Steiermark haben werden. Danach setzt sich ein starkes Azorenhoch durch und bringt hochsommerliche Temperaturen um oder wieder über 30 Grad Celsius im Schatten.

Keine Abkühlung in Sicht (Bericht vom 11. Juli 2010)

Das Wetter mag es offenbar sehr gerne extrem. Im Mai und Juni sehr viel Regen, Hochwasser, Unwetter und dazwischen Temperaturen bis 35 Grad und im Juli scheint das Wetter vieles aus dem Frühjahr mit einem Schlag kompensieren zu wollen, denn es gibt in Österreich schon zum Wochenende rekordverdächtige Temperaturen und dieses heiße Wetter bleibt die ganze Woche erhalten.

Am Samstag gab es in Landeck in Tirol schon 36,1 Grad im Schatten und viele Tiroler Gemeinden hatten mehr als 35 Grad erreicht und auch heute Sonntag sind diese Werte möglich. Generell wird es in Österreich zwischen 28 und 35 Grad geben, wobei die Gewittergefahr aber von Vorarlberg bis zur westlichen Steiermark zunehmen wird und es ist eine wirkliche Gefahr, denn durch die aufgeheizte Luft können sich heftige Gewitter und lokale Unwetter bilden. In Ostösterreich wird man davon nichts mitbekommen, weil es bleibt beständig sonnig und heiß.

Diese Wettersituation bleibt am Montag erhalten. Es wird Temperaturen von 27 bis 35 Grad geben, wobei die größte Hitze in Ostösterreich und Südostösterreich zu erwarten ist. Von Vorarlberg bis Kärnten kann es am Vormittag ein paar Wolken, am Nachmittag einige Gewitter geben, die wiederum sehr heftig ausfallen können.

Eine kleine Wetteränderung ergibt sich am Dienstag, denn Gewitter können auch bis ins Flachland kommen. Es gibt einen größeren Mix an Wolken und Sonne und die Temperaturen erreichen im Westen gedämpfte 23 bis 29, sonst weiterhin 30 bis 35 Grad. Unsicher ist, ob die Gewitter auch Ostösterreich erreichen, falls ja, muss man auch dort mit heftigen Unwettern rechnen, weil sich seit Tagen die Luft stark erhitzt hatte.

Die folgenden Tag von Mittwoch bis Freitag sehen nach heutiger Sicht der Dinge so aus, dass es heiß bleibt. Es gibt 28 bis 36 Grad Tageshöchsttemperatur und erst am Freitag kühlt es im Westen leicht ab. Immer wieder können sich Gewitter bilden, vor allem im Bergland. Diese können lokal sehr heftig sein.

Nach kurzer Abkühlung wird es wieder heiß (Bericht vom 19. Juli 2010)

Die Abkühlung, die die angekündigten Unwetter am Samstag und in der Nacht auf Sonntag brachte, war schon beeindruckend. Von zum Teil 36 Grad im Schatten stürzte die Temperatur deutlich unter 20 Grad, was aber viele Menschen sehr begrüßten, denn damit bekommt man ein wenig den Dampf aus den Wohnungen und Häusern. Weniger wünschenswert waren die Unwetter, die aber in der aufgeheizten Luft gar nicht zu verhindern waren.

Aber schon der Montag zeigt, wohin die Reise geht. Die Temperaturen klettern auf 21 bis 28 Grad, wobei die 28 Grad im Westen Österreichs zu erwarten sind. Im Süden könnten sich sogar 30 Grad ausgehen. Im Norden und vor allem im Osten bläst ein starker Nordwind, der es kühler empfinden lässt, als es in Wirklichkeit ist. Hier bilden sich auch mehr Wolken als im Westen oder Süden und es kann ein paar lokale Regenschauer geben.

Mit den Wolken ist es am Dienstag vorbei und es gibt viel Sonnenschein und österreichweit steigen die Temperaturen auf 24 bis 31 Grad. Auch der Wind im Osten Österreichs lässt nach und der Sommer zeigt sich wieder von seiner aktiven Seite. Dieses Wetter setzt sich am Mittwoch fort und die Temperaturen steigen auf 26 bis 33 Grad Celsius.

Am Donnerstag wird es aus heutiger Sicht sehr heiß mit 28 bis 36 Grad Celsius und damit ist die nächste Hitze vorprogrammiert. Es gibt heiße Luft aus Südost, die ein lebhafter Wind mit sich führen wird, aber es steigt durch die aufgeheizte Luft auch wieder die Gefahr von Gewittern, besonders über dem Bergland.

Der Freitag bringt föhnige Strömung aus Süd und damit weitere heiße Luft. Die Temperaturen variieren stärker zwischen 25 und 36 Grad, da im Westen die Gewitter bald einsetzen, im Osten ist es sehr heiß.

Markante Abkühlung nach heißen Temperaturen (Bericht vom 25. Juli 2010)

Die angekündigten Unwetter haben Österreich am Freitag erreicht, wobei in Westösterreich die Abkühlung schon am Donnerstag zu wirken begann. Am Freitag waren in Kärnten noch 35 Grad im Schatten gemessen worden, diese Temperaturen gibt es jetzt aber wohl länger nicht mehr und viele Menschen sind darüber froh.

Der heutige Sonntag liefert bestenfalls 25 Grad im Süden Österreichs, allgemein sind 18 bis 20 Grad zu erwarten, wobei der starke Nordwestwind weiterhin ein Thema ist. Damit ist es um 15 bis 20 Grad kühler als noch am Donnerstag oder Freitag. Eine solche Abkühlung hat es vor einer Woche schon gegeben, doch tags darauf gab es wieder hochsommerliche Werte. Diese Wettersituation tritt diesmal nicht ein.

Denn am Montag bleibt es von Bregenz bis Wien wechselhaft mit einigen Regenschauern, wobei der Regen in Westösterreich öfter anzutreffen sein wird. Im Süden hat die Sonne die größten Chancen und dort könnten sich sommerliche 26 Grad ausgehen, ansonsten werden es gedämpfte 16 bis 22 Grad sein, die man erwarten kann. Weiterhin stark bleibt der Nordwind.

Am Dienstag könnte es sogar noch kühler werden. Die Temperaturen erreichen je nach Wolkendichte und Sonnenschein 14 bis 23, im Süden 26 Grad. Der Süden könnte damit in diesen Tagen wenig von der Abkühlung mitbekommen und angenehme Temperaturen erleben, im Westen, Norden und Osten wird es markant kühler sein. Auch der Wind bleibt kräftig.

Die Wettersituation ist, was die nächsten Tage betrifft, sehr schwierig zu analysieren. Es wird einen Mix aus Wolken und Sonne geben und die Temperaturen werden sich im Bereich von 18 bis 24, eventuell 25 Grad bewegen. Wenn sich die Sonne stärker durchsetzt, können aber auch 28 Grad möglich sein, wenn die Wolken dichter sind, sind kaum 20 Grad zu erwarten. Das betrifft den Mittwoch ebenso wie den Donnerstag und das beginnende Wochenende.

Es steht somit eine deutlich kühlere Woche bevor, die aber für viele eine Erleichterung nach den extrem heißen Tagen und vor allem den Nächten, die kaum Erfrischung brachten, darstellt.

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