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Jänner 2017: einer der kältesten Jänner seit 30 Jahren

Klare Temperaturabweichung nach unten

Am vorletzten Tag dieses außergewöhnlichen Jänner 2017 veröffentlicht die ZAMG die vorläufige Monatsbilanz für das Wetter in Österreich und wenig überraschend war dieser Monat einer der kältesten der letzten Jahrzehnte, konkret einer der zwei kältesten der letzten 30 Jahre mit einer Temperaturabweichung von wahrscheinlich 3,0 Grad Celsius. Die letzten beiden Tage sind auch auf der kalten Seite, sodass sich nicht mehr viel ändern wird - auch wenn von West nach Ost am letzten Tag eine Warmfront Österreich erreichen wird.

Ähnlich kalt war der Jänner 2006 mit einer Temperaturabweichung von 2,8 Grad Celsius. Darunter muss man schon länger suchen und wird 1987 fündig, als es noch deutlich kälter war - nämlich 4,1 Grad kälter als die langfristigen Werte von 1981 bis 2010 ergeben.

Wetter im Jänner 2017: die Temperatur
Das große Thema schlechthin war die Temperatur, ausgelöst durch massive Hochdruckgebiete, die die Luft ausgetrocknet haben und damit den Niederschlag vermieden haben und gleichzeitig wurde die Erdabstrahlung in den Nächten begünstigt. Ausgegangen war die Wettersituation durch einen Kaltluftvorstoß aus dem Norden, aus dem heraus sich ein Kältehoch bilden konnte, das Brigitta hieß. Es vermied, dass in Zentraleuropa Niederschlag fallen konnte und hatte große Teile Europas im Griff. Der Niederschlag wich nach Süden aus und so gab es Bilder vom Schneefall bis nach Griechenland und in die Türkei.

In Österreich selbst war man im Schnitt um 3,0 Grad Celsius kälter dran als im Jänner üblich. Auch auf den Bergen gab es eine Abweichung von 2,9 Grad. Die Abweichungen bei der Temperatur waren schon sehr extrem, zum Beispiel in Salzburg war die Temperatur um 5,9 Grad kälter als üblich für einen Jänner. In Klagenfurt war die Abweichung gar um 6,9 Grad ausgefallen, in Graz um 4,2 und in Bregenz um 3,2 Grad. In Ostösterreich waren Abweichungen von 3,0 bis 1,7 Grad gemessen worden. Es war also ganz Österreich von den tiefen Temperaturen betroffen.

Markant waren die Tiefstwerte in der Nacht. Werte um -10 bis -15 Grad waren häufig und flächendeckend anzutreffen, aber auch -20 Grad im Waldviertel oder im Lungau waren keine Seltenheit. Der Tiefstwert wurde in Radstadt am 7. Jänner mit -26,3 Grad Celsius gemessen, unter 500 Meter war Klausen-Leopoldsdorf mit -22,4 Grad der Ort mit der tiefsten Temperatur.

Wetter im Jänner 2017: Niederschlag
Ein weiteres Thema war die Trockenheit. Wäre es nicht so trocken und wolkenlos gewesen, dann wäre die Erdabstrahlung nicht so stark ausgefallen und die Kälte abgedämpft. Es gab schon Niederschlag von Vorarlberg bis zu den Ennstaler Alpen, der etwa dem Jänner entsprach, aber von Osttirol bis Oberkärnten oder vom oberösterreichischen Donauraum bis nach Wien waren um 50 bis 75 Prozent weniger Niederschlag gefallen als im Jänner üblich, teilweise fehlte gar 90 % des Niederschlags. Trocken war es auch von Unterkärnten bis zum Burgenland.

Sonnenstunden im Jänner
Da es oft wolkenlos war, gab es viele Sonnenstunden und so war der Jänner 2017 eisigkalt, aber auch einer der fünf sonnigsten Jännermonate seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Es gab durchschnittlich um 35 Prozent mehr Sonnenstunden als üblich. Von Ober- über Niederösterreich bis zum Burgenland und der Südsteiermark oder in Unterkärnten gab es um 50 bis 100 Prozent mehr Sonne als im Jänner üblich, teilweise sogar mehr als 100 Prozent. Von Vorarlberg bis zum Salzkammergut und in Oberkärnten gab es etwa 10 bis 30 Prozent mehr Sonnenstunden.

Datenquelle: https://www.zamg.at



[Infoplattform Wissenswertes / 30. Jänner 2017]

Siehe auch
Wetterberichte 2017

Übersicht der Unterseiten

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Glatteiswarnung für Österreich für den 31. Jänner, weil eine Warmfront auf den tief gefrorenen Boden trifft und Regen oder Schneefall für Glatteis sorgen können.

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