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Extremer Jänner 2014 in Österreich

Zuviel Trockenheit, zu warm und zu viel Niederschlag

Das Jahr 2013 brachte Österreich wettermäßig sehr viele Extreme - viel Schnee im März, Hitze im April, Hochwasser im Mai und Juni und Trockenheit bis August - diese extremen Erscheinungen finden sich im ersten Monat des neuen Jahres 2014 bestätigt. Der Jänner 2014 brachte Österreich gleichzeitig zuviel Trockenheit, zu warme Temperaturen, viele Föhnsituationen und gleichzeitig auch zu viel Niederschlag.

Wetter Jänner 2014 in Österreich: zu trocken und zu warm und auch zu feucht

Wetterstatistik Österreich Jänner 2014Hauptverantwortlich für diese außergewöhnlichen Messwerte war die Situation, dass das Wetter nicht vom Westen aus in Mitteleuropa geprägt wurde, sondern vom Süden oder Südosten. Damit waren viele Föhnsituationen über den Alpen entstanden und Temperaturen über 15 Grad Celsius waren gar nicht so selten - sind aber im Jänner eigentlich nicht auf der Speisekarte zu finden. Und so gab es österreichweit eine Abweichung von durchschnittlich 3,3 Grad Celsius - das ist ein ungewöhnlicher Wert. In Kärnten gab es zum Teil Abweichungen bis sogar 5 Grad Celsius, zum Beispiel in Klagenfurt. Damit haben manche Regionen den wärmsten Jänner der letzten 250 Jahre erlebt, denn solange werden die Werte bereits gemessen. Österreichweit war es auch der fünftwärmste Jänner der Wettergeschichte, zumindest seit es präzise Aufzeichnungen gibt und die gibt es seit dem Jahr 1768.

Beim Niederschlag gab es weitere Extreme. Durch die Südströmungen erhielten Osttirol und Kärnten nicht nur sehr milde Temperaturen, sondern auch jede Menge Schnee. Im Gegensatz dazu blieb es von Vorarlberg bis zum Mostviertel meist frühlingshaft warm und staubtrocken. So gab es in Kärnten in Regionen wie bei Kötschach-Mauthen oder Dellach 6,5 (!) mal mehr Schnee und Regen, als im Jänner üblich. Dabei fehlen die finalen Zahlen, weil der intensive Schnee vom 31. Jänner noch gar nicht enthalten ist. Die Werte steigen also in einer späteren Nachberichtigung sich noch an. Im Gegensatz dazu war es im Wiener Raum, im Marchfeld oder im Wiener Becken wirklich fast staubtrocken - es gab viel Nebel, aber kaum Regen oder Schneefall. Beim Niederschlag fehlen teilweise ganze 80 %, in der Wiener Innenstadt gar 90 % im Vergleich zu normalen Jännerwerten. Von Vorarlberg bis zum Mostviertel in Niederösterreich fehlen regional zwischen 10 und auch 65 % des üblichen Jänner-Niederschlags.

Bei den Sonnenstunden gab es österreichweit um 15 Prozent weniger als im Jänner üblich. Im Westen und Süden gab es ein Defizit von 10 bis 30 Prozent, das Klagenfurter Becken hatte überhaupt um 60 bis 80 Prozent weniger Sonnenstunden anzubieten. Dafür gab es im Mühlviertel und Waldviertel um bis zu 20 Prozent mehr Sonnenstunden.

Besonderheiten im Jänner 2014

Temperaturen bis 13 Grad sind möglich (Bericht vom 3. Jänner 2014)

Der Dezember 2013 erwies sich in Österreich als ausgesprochen trocken und sehr windig. Zahlreiche Föhnsituation sind entstanden und besonders am 25. Dezember blies ein Föhnsturm durch Österreich und trieb die Temperaturen bis zu 19 Grad Celsius nach oben (gemessen am Flughafen in Salzburg). Der Wunsch der Skigebiete, vor allem der kleinen im Flachland, nach Schnee und Kälte blieb unerfüllt und daran wird sich in den nächsten Tagen nichts ändern.

Denn der nächste Föhnsturm ist im Anmarsch und wird am Samstag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 km/h die Berge erreichen. Damit ist auch das traditionelle Skispringen in Innsbruck gefährdet und der Plan einer Verschiebung auf Sonntag steht bereits im Raum. Die Temperaturen werden von 3 bis 11 Grad Celsius reichen, wobei Spitzenwerte darüber durchaus möglich sind. Der lebhafte Wind aus Südost bis Südwest bringt aber nicht nur eine föhnige Wetterlage, sondern auch Wolken, die nach Süden hin an den Bergen gestaut werden. Es gibt daher zu schneien und im Flachland zu regnen, besonders von Vorarlberg bis Kärnten. Nördlich der Alpen und in Ostösterreich gibt es einen Mix aus Wolken und Sonne.

Auch am Sonntag gibt es im Süden einige Niederschläge, sodass wieder in Kärnten ein halber Meter Neuschnee in zwei Tagen zusammenkommen könnte. Österreichweit gibt es viele Wolken und immer wieder kommt es zu Regen oder Schneefall, wobei Schnee je nach Region ab 800 bis 1.200 Meter Seehöhe fällt, darunter ist es Regen. Die Temperaturen bleiben auf der viel zu milden Seiten mit 0 bis plus neun Grad, wobei es punktuell auch eine zweistellige Temperatur geben kann. Der Wind bleibt ein Thema, lässt aber langsam nach, nur in Ostösterreich kann er noch kräftig blasen.

Wer sich auf kälteres Winterwetter gefreut hat, wird auch am Wochenbeginn der neuen Woche enttäuscht. Der Montag, Dreikönigstag und somit Feiertag, bringt einiges an Sonnenschein, nachdem sich die Nebelfelder aufgelöst haben. Es wird sehr mild mit Temperaturen von fünf bis zwölf Grad Celsius - viel zu warm für Anfang Jänner. Und diese Wetterentwicklung setzt sich am Dienstag fort, denn dann gibt es gar 5 bis 13 Grad. Hochnebel kann den Sonnenschein im Osten etwas trüben, sonst gibt es einen Mix aus Wolken und Sonne, wobei es weiterhin trocken bleibt. Diese Wetterentwicklung ist auch am Mittwoch gegeben - Kälte und Schneefall bis in die Niederungen ist nicht in Sicht.

Abkühlung nach föhnigen Tagen (Bericht vom 12. April 2014)

Das Wetter in Österreich brachte in den letzten Tagen jede Menge Föhn, starke Windsituationen und Temperaturen, die man eher im März als Anfang Jänner erwarten würde. Werte bis zu 15 Grad Celsius waren durchaus nicht selten anzutreffen und der Wunsch nach Schnee wich der Sorge um einen ähnlich weißen März, wie dies 2013 schon der Fall war, denn Schnee gab es nur bei kalten Temperaturen auf den Bergen durch künstliche Herstellung.

Die dritte Jännerwoche 2014 bringt aber deutlich kühlere Temperaturen. zwar ist es am Montag noch leicht föhnig und kann Werte von 1 bis 10 Grad Celsius mit sich bringen, aber die extremen Werte der letzten Tage sind damit beendet. Es herrscht ruhiges Hochdruckwetter mit viel Nebel in den Tälern und Sonne auf den Bergen. Sehr zäh bleibt der Nebel in Kärnten und eventuell in der Südoststeiermark, auch im Osten kann die Sonne nur teilweise durch die Nebelfelder dringen. Am Abend gelangen aber Regenwolken nach Vorarlberg.

Diese Wolken prägen das Wettergeschehen am Dienstag. Aufgelockert ist es nur noch kurz und das vor allem nördlich der Alpen bis in das Mostviertel. Im Lungau und von Osttirol bis Kärnten regnet und schneit es immer wieder. Die Schneefallgrenze bewegt sich von 700 bis 1.400 Meter Seehöhe, in Westösterreich kann es bis in höhere Täler schneien. Es ist deutlich kühler mit maximal 0 bis 6 Grad.

Das Wetter am Mittwoch bringt weitere Wolken und es schneit und regnet vor allem in der Nacht auf Mittwoch und am Vormittag. Im Laufe des Tages hört der Niederschlag auf, die Schneefallgrenze liegt bei 500 bis 800 Meter und die Temperaturen sind mit 0 bis 5 Grad deutlich kälter als zuletzt.

Eher trocken zeigt sich die Wetterlage am Donnerstag und Freitag. Es gibt viele Wolken und zahlreiche Nebelfelder. Schnee und Regen fällt nur vereinzelt und die Sonne gibt es kaum zu sehen, am ehesten noch von Vorarlberg bis Salzburg. Die Temperaturen bleiben meist bei 0 bis 5 Grad, in Vorarlberg kann sich leicht föhniger Südwind bilden und die Temperaturen auf 7 Grad klettern lassen.

Markante Abkühlung nach Mitte Jänner 2014 (Bericht vom 20. Jänner 2014)

Das letzte Wochenende brachte sehr außergewöhnliche Wettersituationen in Österreich. Am Samstag gab es mancherorts föhnige 15 oder mehr Grad Celsius, während nur wenige Kilometer entfernt in den Städten und Tälern so starker Nebel Einzug hielt, dass selbst der Flugverkehr behindert war. Das Autofahren wurde ziemlich schwierig, weil es kaum Sicht gab. Am Sonntag gab es dann wieder Föhn und viel zu hohe Temperaturen für den Monat Jänner.

Das milde Wetter setzt sich am heutigen Montag zwar noch fort, aber dies ist der Finaltag dieser ungewöhnlichen Wetterphase. Die Temperaturen erreichen noch einmal 3 bis 13 Grad Celsius, wobei es aber wieder stellenweise dichten Nebel geben kann. Von Nordtirol bis zum Mostviertel im westlichen Niederösterreich gibt es mehr Chancen auf Sonnenschein. Niederschlag gibt es vereinzelt im Westen und im Süden. Die Schneefallgrenze liegt aber je nach Temperatur bei 700 bis 1.700 Meter Seehöhe.

In der Nacht auf Dienstag setzt aber bereits starker Wind aus West bis Nordwest ein, der kältere Werte bringt und es beginnt zu regnen, oberhalb von 400 bis 1.000 Meter zu schneien, vor allem von Tirol bis zum Waldviertel. Der Dienstag selbst erweist sich als deutlich kälter als die letzten Tage. Im Süden kann es zwar noch bis zu 10 Grad warm werden, im Norden liegt die Tageshöchstwerte aber nur noch bei 0 bis 5 Grad. Die Wolken überwiesen und es regnet oder schneit, wobei die Schneefallgrenze auf 400 bis 800 Meter sinkt. Nur in Ostösterreich und im Südosten gibt es vereinzelte Regenfälle und auch einige trockene Phasen.

Das Wetter am Mittwoch beginnt mit Nebel und Wolken und etwas Schneefall, in den tiefen Lagen auch Regen. Der Nordwestwind bleibt kräftig. Über die Mittagsstunden wird es immer trockener und am Nachmittag gibt es auch die eine oder andere Sonnenstunde, vor allem von Vorarlberg bis Kärnten. In Ostösterreich wird es am ehesten den ganzen Tag trüb bleiben. Die Temperaturen reichen von minus 2 bis plus 8 Grad, wobei die 8 Grad im Südwesten Österreichs erwartet werden.

Dicht bewölkt zeigt sich das Wetter in Österreich am Donnerstag. Es gibt vereinzelt Regen oder Schneefall, die Sonne wird man am ehesten in Westösterreich erleben können. Die Temperaturen reichen von minus 3 bis plus 6 Grad, wobei es im Norden und Osten kälter ist als im Süden und Westen. Auch am Freitag gibt es viele Wolken und im Süden und Westen ein paar Niederschläge. Die Temperaturen bleiben ähnliche bei minus 3 bis plus 5 Grad - in Ostösterreich muss man sich auf Dauerfrost einstellen.

Der Samstag bringt im Westen Wolken und ein paar Niederschläge, im Osten ein wenig Sonne. Die Werte reichen von minus 4 bis plus 4 Grad Celsius. Am Sonntag ist es in ganz Österreich dicht bewölkt und verbreitet gibt es Schneefall und in tiefen Lagen Schneeregen. Sonnig wird es zeitweise im Osten und Süden sein.

Deutliche Temperaturunterschiede (Bericht vom 26. Jänner 2014)

Die letzten Wochen brachten Österreich großteils viel Trockenheit, kaum Schnee und vor allem Föhn und ungewöhnlich milde Temperaturen, doch die zweite Wochenhälfte der letzten Woche veränderten die Sachlage, speziell in Ostösterreich. Temperaturen von bis zu minus 10 Grad wurden im Wiener Raum gemessen, in den höheren Lagen und Außenbezirken sogar mehr und auch tagsüber bleibt es bei Temperaturen von maximal minus fünf Grad sehr kalt.

Das gilt auch für Niederösterreich und das Burgenland. Noch recht kalt ist es auch von Linz bis Graz, westlich davon gibt es hingegen Plusgrade, am wärmsten zeigt sich der heutige Sonntag in Bregenz mit plus vier Grad Celsius, womit ein Temperaturunterschied zu Ostösterreich von zehn Grad, teilweise sogar darüber festzustellen ist.

Diese Temperaturunterschiede werden sich in der neuen Woche etwas angleichen, dennoch bleibt es zum Beispiel in Innsbruck stabil wärmer als in Wien. Die Temperaturen in Westösterreich erreichen tagsüber Werte von drei bis vier Grad und zwischen den Wolken werden auch einige Sonnenstrahlen die Menschen erfreuen. Davon wird man im östlichen Flachland nur träumen dürfen, denn mehr als 0 Grad Celsius wird es nicht geben und es wird die gesamte Woche trüb verlaufen, teilweise mit Hochnebel, teilweise mit ausgedehnten Wolkenfeldern.

Dass es aber auch innerhalb weniger Kilometer verschiedene Wettersituationen geben kann, zeigte dieses Wochenende deutlich: in St. Pölten schneite es am Samstag und Sonntag leicht, in Wien gab es Sonne, klare Sicht und es war staubtrocken. Dazwischen liegen gerade einmal 60 Kilometer Distanz.

Für Montag ist für Ostösterreich ein wenig Schneefall angesagt, aber es ist nicht sicher, ob Wien diesmal ein paar Schneeflocken abbekommen wird. Jedenfalls wird es etwas milder, aber untertags bleibt die Temperatur um den Gefrierpunkt, was der Jahreszeit entspricht. Im Westen hofft man auf nicht ganz so milde Tage, damit für die Semesterferien die Schneedecke auf den Bergen gesichert werden kann.

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