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Wetter im Sommer 2018

Wie wird das Wetter von Juni bis August?

Wie schwierig die langfristigen Wetterprognosen über ein paar Wochen hinaus weiterhin sind, zeigt der Vergleich zwischen den Monatsprognosen und den tatsächlichen Wettersituationen in den ersten vier Monaten des Jahres 2018. Im Jänner sollte es viel zu warm sein und so war es auch - im Februar sollte dies auch zutreffen, doch der Februar war entgegen der letzten Jahren deutlich kühler. Beim normal erwarteten März war man auch nicht ganz dabei, denn auch der verlief kühler als erwartet. Dafür sollte der April 2018 kühl sein und wie sich herausstellt, gibt es kaum Tage unter 20 Grad Celsius und wenn es keine Kältephase in der letzten Woche gibt, ist der April 2018 einer der wärmsten Aprilmonate seit Beginn der Aufzeichnungen.

Trotzdem ist das Interesse an den Saisonprognosen groß, vor allem was das Sommerwetter betrifft. Für den Sommer 2018 ist leicht zu warmer und etwas zu trockener Sommer zu erwarten. Diese Zusammenfassung ist mit Vorsicht zu genießen und basiert auf dem Vergleich der erwarteten Werte in Relation zu den langfristigen Wetterdaten von 30 Jahren, nämlich von 1981 bis 2010, die zu Durchschnittswerte geführt haben.

Bilanz des Sommers 2018

Der Juni 2018 brachte in der letzten Woche eine deutliche Abkühlung und leicht unterdurchschnittliche Temperaturen sowie einiges an Regen, aber das entschärfte nur bedingt den deutlich zu warmen Monat. Insgesamt war der Juni in Österreich um 1,9 Grad Celsius wärmer als er hätte sein sollen. Das amerikanische Wettermodell (siehe Prognose aus dem April zum Nachlesen) ging von bis zu 2,0 Grad zu warmen Juni aus und lag damit recht gut.

Der Juli 2018 war um 1,3 Grad im Durchschnitt wärmer, als er sein sollte und die Prognose war von 0,5 bis 1,0 Grad Abweichung ausgegangen und lag damit nicht so weit daneben. Dabei begann der Juli kühl, in den ersten Tagen war es fast kalt, vor allem in der Nacht. Doch mit Fortdauer wurden die Temperaturen immer höher und die letzten Tage brachten die erste Hitzewelle mit zum Teil Nachttemperaturen von 23 bis 24 Grad. Mit dieser Hitzewelle beginnt auch der August, der ohnehin als sehr warm angekündigt worden ist.

Der August 2018 wich deutlich von den durchschnittlichen Werten ab und brachte serienweise Hitzetage und extrem warme Nächte, vor allem in Ostösterreich. Selbst wenn Wolken ins Spiel kamen, gab es oftmals zumindest 25 Grad Celsius im Schatten und damit wich der August auch von der Sommerprognose deutlich ab und wurde einer der fünf wärmsten Augustmonate der Messgeschichte.

Sommer 2018 war der viertwärmste der Messgeschichte

In Summe war der Sommer 2018 um 2,0 Grad zu warm und damit der viertwärmste Sommer in der Messgeschichte, die immerhin schon über 250 Jahre umfasst. Der Juni war der zehntwärmste Junimonat, der Juli auf Platz 15 und der August auf Platz fünf - damit gab es mit Ausnahme kurzer Unterbrechungen fast nur hochsommerliche Tage und auch sehr warme Nächte. Ganz falsch war die ursprüngliche Prognose nicht, die Abweichung beim August war dann aber doch deutlicher nach oben festzustellen.

Generell zeigt sich im langfristigen Trend, dass die Sommer fast durchwegs zu heiß sind und immer heißer werden. Dass weiterhin so viel Fläche verbaut wird und mit immer mehr Klimaanlagen die heiße Luft in die Städte geblasen werden, verbessert die Sachlage in keinster Weise.

 

Zum Nachlesen finden Sie die ursprüngliche Prognose für die Monate Juni bis August 2018.

Wie wird das Wetter im Sommer 2018?

Bereits beim Juni sind sich die Wetterdienste nicht einig, denn vom zu kühlen Juni bis zum etwas zu warmen Juni ist die gesamte Palette vorhanden und die eingangs erwähnten Probleme der Langfristprognose zeigen sich schon einmal bei den Vorausberechnungen. Das amerikanische Wettermodell CFS geht davon aus, dass im Juni 2018 die Temperaturen um 0,5 bis 2,0 Grad über dem Durchschnitt liegen, womit ein warmer bis sehr warmer Juni ins Haus stehen würde. Außerdem wird das Wetter dieser Prognose zufolge zu trocken ausfallen.

Für den Juli 2018 geht das Wettermodell von einer positiven Abweichung von 0,5 bis 1,0 Grad Celsius aus und es ist leicht zu trocken. Also würde bei Korrektheit der Berechnungen ein relativ normaler Juli in Österreich und große Teile Mitteleuropas zutreffen. Beim August gibt es mehr Abweichungen, denn er kann um 0,5 Grad zu kühl oder bis zu 1,0 Grad zu warm verlaufen. Beim Niederschlag sind Normalwerte anzunehmen.

Unterm Strich heißt dies, dass kein Rekordsommer in Sicht ist, aber auch kein eiskalter Sommer, wie das manche Medien berichtet haben. Trotzdem sind es Langfristprognosen, das heißt sehr unsichere Prognosen und sie beziehen sich auf drei Monate und nicht auf bestimmte Wochen oder gar ein Wochenende, an dem eine Party feiern will. Der Jahresbeginn hat die Schwierigkeiten bei langfristigen Wettermodellen schon aufgezeigt, dennoch ist man schon öfter beim Sommer recht nah an der Wahrheit gelegen.

Was heißt das für Österreich im Falle einer korrekten Prognose? Die Tabelle im nächsten Abschnitt zeigt, welche Temperaturen im Schatten üblicherweise durchschnittlich pro Landeshauptstadt gemessen wurden/werden.

Langfristwerte der Landeshauptstädte in Österreich

Nachstehend gibt es eine Aufstellung der österreichischen Landeshauptstädte, um sich einen Überblick zu verschaffen. Der erste Wert ist der Juni, der zweite der Juli und der dritte schließlich der August. Es handelt sich um Durchschnittswerte von 1981 bis 2010 und natürlich Temperaturen, die im Schatten gemessen wurden.

LandeshauptstadtJuniJuliAugust
Wien 18,7 21,0 20,5
St. Pölten 17,8 19,8 19,3
Eisenstadt 18,8 21,0 20,2
Linz 17,9 19,9 19,4
Salzburg 16,8 18,9 18,2
Innsbruck 17,9 19,2 18,4
Bregenz 17,2 19,2 18,3
Graz 18,3 20,2 19,5
Klagenfurt 17,8 19,8 19,0

 

[Infoplattform Wissenswertes / 30. August 2018]

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