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Wetter im September 2018

Sehr milder September in Österreich

Zwar gab es mit Februar und März zu kühle Monate im Jahr 2018, aber seit dem April gibt es durchwegs zu warme Wettersituationen, die auch aufgrund von stabilen Hochdrucklagen entstehen konnten. Auch im Monat September 2018 wurde Österreich ein Wetter geboten, das deutlich zu warm war im Vergleich zu den langfristigen Daten der Jahr 1981 bis 2010. Um 1,8 Grad Celsius lag der September über dem Durchschnitt, er hatte auch viel mehr Sonnenstunden anzubieten, nur beim Niederschlag war man nahe an den langfristigen Wetterdaten geblieben.

Wetter im September 2018: Temperatur

Die ungewöhnlich lange Hitzewelle im August 2018, die vor allem in der Osthälfte noch ein Stück länger angedauert hatte als in Westösterreich, prägte auch den Beginn des September. Doch auch nach Ende der Hitzewelle und ein paar kühlen Tagen blieb es deutlich zu warm, denn es bildeten sich weitere Hochdruckgebiete heraus, die unter anderem dafür sorgten, dass am 21. September 2018 in Waidhofen an der Ybbs und in Weyer die Marke von 30 Grad Celsius im Schatten übertroffen werden konnte. Damit war ein Hitzetag oder auch heißer Tag erzielt worden. So spät ist das ungewöhnlich und war 2003 das letzte Mal der Fall.

Ungewöhnlich war aber auch, dass nach einem Sturmtief die Temperaturen deutlich gefallen waren und zwar vor allem in Bezug auf die Nachttemperaturen. Am Semmerung wurden am 26. September -2,7 Grad gemessen und damit war ein neuer Minusrekord aufgestellt worden, denn -2,2 Grad gab es bisher als Tiefstwert an einem Septembertag, gemessen 1939.

Durchschnittlich war der September 2018 um 1,8 Grad Celsius wärmer als er sein sollte, wobei es keine großen Unterschiede zwischen den Bundesländern und Regionen gab. Je nach Lage war die Abweichung von 1,5 bis 2,4 Grad gemessen worden, es gab also keine besonders warmen oder kalten Zonen.

Niederschlag

Der warme September 2018 verlängerte den ungewöhnlich langen Sommer, der eigentlich schon im April begonnen hatte. Einher damit ging eine Trockenheit, die zum Beispiel dazu führte, dass selbst in Vorarlberg die Böden in der Landwirtschaft staubtrocken waren. Genau dort und auch in Nordtirol gab es in diesem Halbjahr um mehr als ein Drittel weniger Niederschlag als üblich.

Was den September betrifft, so fiel um von Vorarlberg bis zur Obersteiermark und Teilen Kärntens sowie Salzburgs um 25 bis 50 Prozent weniger Niederschlag als in einem typischen September, womit sich die Trockenheit fortgesetzt hatte. Recht normale Werte erreichte man im Innviertel und bis zum westlichen Waldviertel. Auch in der Südoststeiermark war die Niederschlagsmenge ausgeglichen. Um 25 bis 75 Prozent mehr Regen als üblich gab es hingegen vom östlichen Waldviertel bis zum Weinviertel und hinunter bis zum Mittelburgenland. Im Marchfeld und im nordöstlichen Weinviertel, wo es auch zuletzt auch sehr trocken zuging, gab es punktuell sogar um 125 Prozent mehr Regen als üblich.

Sonnenstunden

Das warme Wetter ging natürlich einher mit sehr viel Sonnenschein und so ist es keine Überraschung, dass die Sonne landesweit um etwa 25 Prozent mehr scheinte als im September üblich. Im Rheintal sowie vom Innviertel bis zum Mostviertel, auch im Weinviertel gab es gar 30 bis 50 Prozent mehr Sonnenstunden als im durchschnittlichen September.

Datenquelle: https://www.zamg.at



[Infoplattform Wissenswertes / 1. Oktober 2018]

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