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Wetter im Oktober 2018

Viel Sonne, viel zu warm, am Ende viel zu nass

Der Oktober 2018 setzte die ungewöhnlich milde Wettersituation in Österreich fort, allerdings begann er etwas kühler, weil es Ende September dann doch einmal frischer wurde und es gab am Monatsende eine markante Wetteränderung mit einem großen Tiefdruckgebiet, das Osttirol und vor allem Kärnten unter Wasser gesetzt hatte und zwar genau so, wie es hier formuliert wird. Bis dahin war auch in Südösterreich das Wetter so, wie in ganz Österreich: viel zu warm und viel zu trocken.

Wetter im Oktober 2018: Temperatur

Wetter im Oktober 2018Der wesentliche Faktor war eine Wettersituation mit Hoch und Tief im Süden und Norden, wodurch der Wind diese Druckunterschiede ausgleichen musste. Und das bedeutet bei einer Richtung aus Süd bis Südost natürlich Föhn, zum Teil gab es auch mehrfach Föhnstürme mit kräftigen Windspitzen, auf den Bergen zum Teil in Orkanstärke. Die Folge waren sehr trockene Luftmassen und sehr warme. Die Sonne scheinte fast den ganzen Tag und obwohl man den Altweibersommer im Oktober gerne zu Gast hat, war das schon sehr extrem.

In der Wetterstatistik schlug sich das mit einer Abweichung von 2,0 Grad im Durchschnitt in den Tallagen und im Flachland nieder - im Vergleich zu den langfristigen Daten von 1981 bis 2010. Auf den Bergen war das Plus bei der Temperatur mit 1,5 Grad auch nicht gerade bescheiden ausgefallen und damit war der Oktober 2018 einer der zehn wärmsten seit Beginn der professionellen Wettermessung.

Der Höchstwert war am 12. Oktober 2018 erreicht worden, als es in Salzburg-Freisaal 26,9 Grad Celsius im Schatten hatte. Damit war auch ein Sommertag erreicht worden, wobei dieser Sommertag mehrfach in Österreich erzielt worden war. Zwar gab es früher schon einmal Rekorde mit über 30 Grad und damit sogar einen Hitzetag im Monat Oktober, aber serienweise Sommertage - das gab es im Oktober in Österreich noch selten. Dabei waren Orte wie Kufstein und Salzburg sowie die Gemeinden bis zum Mostviertel in Niederösterreich besonders warm, in Wien, bekannt für warme Temperaturen, war es teilweise kühler, aber 20 oder 21 Grad hatte man auch dort oft angetroffen.

Wenn die ersten fünf Tage im Oktober nicht so kühl gewesen wären, wäre die Abweichung noch deutlicher ausgefallen. Auf ganz Österreich betrachtet gab es vom Weinviertel bis zum Nordburgenland Abweichungen von 2,5 bis sogar 2,8 Grad, in Vorarlberg und im Tiroler Oberland war die Abweichung mit 0,5 bis 1,5 Grad geringer ausgefallen.

Niederschlag im Oktober

Einher mit viel Sonne und zum Teil extrem warmen Temperaturen ging auch die Trockenheit, die Österreich das ganze Jahr über schon begleitet. Bis zum 23. Oktober gab es in Österreich so gut wie gar keinen Regen und das war schon außergewöhnlich und für die Landwirtschaft natürlich auch nicht förderlich. Die Folge war unter anderem, dass beim ersten stärkeren Regen sogar vor rutschigen Straßen gewarnt werden musste, weil so viel Staub gegeben war. Erst wenn sich die Luft auswaschen hat können, ist die Gefahr vorbei.

Das große Thema waren aber die letzten Tage des Monats, denn von Spanien aus kam ein massives Tiefdruckgebiet nach Italien und setzte von Kroatien bis zum Süden Salzburgs große Landmassen unter Wasser. Es gab leider einige Tote in Italien, auch in Kroatien gab es Opfer als unmittelbare Folgen und in Osttirol und Kärnten waren die Schäden massiv. Dazu kam noch ein Föhnsturm, der sogar im Tal Orkanstärke erreichte und etwa in Fellach große Schäden an Gebäuden anrichtete.

Dieses markante Tief sorgte dafür, dass die Niederschlagsstatistik sich im Süden deutlich verändert hatte. Am Plöckenpass regnete es in vier Tagen 630 Liter - das ist mehr, als es in Wien das ganze Jahr über regnet (nicht 2018, in einem normalen Jahr!). In der Monatsstatistik gab es vom Innviertel bis zum Nordburgenland um 25 oder zum Teil 50 Prozent zu wenig Regen, in Teilen des Waldviertels sowie im Weinviertel oder im oberösterreichischen Zentralraum sowie im Südosten der Steiermark fehlten gar 50 bis 80 Prozent an Regen. Ganz anders war es in den Regengebieten. Entlang des Alpenhauptkamms, in Nordtirol und Salzburg, sowie in Osttirol und Oberkärnten gab es um 75 bis 160 Prozent mehr Regen als im Oktober üblich - wobei man bedenken muss, dass dieses Mehr an Regen plus dem, was normalerweise an Regen fallen sollte, binnen weniger als einer Woche vom Himmel fiel.

Sonnenstunden im Oktober

Sehr warme Tage waren auch ein Produkt von sehr vielen Sonnenstunden und so gab es um 29 Prozent mehr Sonnenstunden in Österreich als im Oktober üblich. Von Tirol bis zur Obersteiermark gab es 10 bis 30 Prozent mehr Sonne als üblich, von Oberösterreich bis zum Burgenland waren es sogar 30 bis 50 Prozent mehr.

Datenquelle: https://www.zamg.at



[Infoplattform Wissenswertes / 31. Oktober 2018]

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