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Wetter im November 2018

Einer der wärmsten November in Österreich

Der November 2018 war einer der zehn wärmsten Novembermonate in Österreich, seit es die moderne Wetteraufzeichnung gibt, denn es gab eine positive Abweichung von 2,1 Grad Celsius und das ist schon eine Menge. Zwar waren die letzten Tage vor allem in der Osthälfte Österreichs sehr kalt geworden, aber der November 2018 begann wie ein Hochsommermonat und das war definitiv kein typisches Wetterszenario für diesen zweitletzten Monat im Kalenderjahr.

Wetter im November 2018: Temperatur

Wetter im November 2018In der ersten Woche des November hätte man ohne Unterstützung des Kalenders nicht auf den Monat November getippt und in der zweiten Woche erst recht nicht. Serienweise waren Temperaturen um die 15 Grad Celsius im Schatten erzielt worden, die Höchstwerte waren von Salzburg bis ins niederösterreichische Mostviertel mit 17 bis sogar 23 Grad erreicht worden. Einmal mehr war Waidhofen an der Ybbs unter den Topwerten zu finden, denn wenn es föhnig wird, ist Waidhofen mit Weyer, Windischgarsten und der Stadt Salzburg oft bei den höchsten Werten genannt.

Erst nach der Monatsmitte normalisierte sich die Wetterlage und in den letzten Tagen sorgte ein eisiger Wind aus Südost für kalte Temperaturen in der Osthälfte, auch polare Luft aus Norden strömte langsam aber sicher nach Österreich. In Westösterreich war davon wenig zu merken, denn es blieb deutlich zu mild für die Jahreszeit.

In Summe war es durchschnittlich gesehen um 2,1 Grad Celsius wärmer als es im November sein sollte. In Kärnten und der Südsteiermark sowie in hochalpinen Regionen von den Kitzbühler Alpen bis zum Toten Gebirge gab es gar eine Abweichung von 2,5 bis 3,9 Grad Celsius. Im nördlichen Waldviertel und vom Weinviertel bis zum Seewinkel und im Flachgau waren mit 0,8 bis 1,5 Grad die geringsten Abweichungen erreicht worden. Die anderen Regionen lagen bei 1,5 bis 2,5 Grad über den üblichen Novemberwerten.

Niederschlag oder genauer: Trockenheit

Ein ständiger Begleiter des Österreich-Wetters waren die zu warmen Temperaturen, ein zweiter war die Trockenheit. Das blieb auch im November so. Ganz extrem war es dort, wo man sich normalerweise schon auf weiße Pisten einstellen oder auch vorfreuen konnte - in Westösterreich. Von Vorarlberg bis zum Salzburger Pinzgau gab es um 75 bis zum Teil 95 Prozent weniger Niederschlag als üblich. Damit war es ähnlich trocken wie im November 2011 und einer der fünf trockensten Novembermonate seit 160 Jahren.

Wenig Niederschlag gab es auch von Osttirol über Salzburg bis nach Oberösterreich und in der Obersteiermark mit einem Mangel von 50 bis 75 Prozent. In Kärnten und im oberösterreichischen Zentralraum fehlten 25 bis 50 Prozent. Ausgeglichen war die Bilanz durch das Mittelmeertief mit Regen in den letzten Novembertagen von der Steiermark südlich von Mur und Mürz bis zum Burgenland sowie in Wien und weiten Teilen von Niederösterreich.

Damit war auch der Schnee kein Thema, weil es viel zu warm für eine Schneeauflage war. Dabei gab es in einer Höhe von 1.500 bis 2.000 Meter Seehöhe vom Arlberg bis zu den Niederen Tauern durchaus eine Schneedecke, die aber in den extrem milden ersten Tagen des November 2018 großteils dahinschmolz. Erst gegen Ende des November 2018 kam es zu einigen Schneefällen und einer Schneedecke auf höheren Lagen, in der Osthälfte zum Teil auch unter 1.000 Meter Seehöhe, zudem konnte mit dem künstlichen Beschneien begonnen werden. Aber in Westösterreich war es zum Teil sogar dafür zu warm.

Sonnenstunden im November 2018

Die Sonne ist immer ein großes Thema, wenn der November anbricht. Oft gibt es auf den Bergen Traumwetter und tolle Fernsicht, in den Beckenlagen hingegen einen grauen Tag nach dem anderen. Generell gesehen gab es im November um 15 Prozent mehr Sonnenstunden als üblich, aber dabei gab es einige Unterschiede. Von Vorarlberg bis Oberösterreich sowie dem Mostviertel in Niederösterreich gab es um 30 bis 70 Prozent mehr Sonne als üblich. Der Rest von Niederösterreich hatte von einem Minus von zehn Prozent bis zu einem Plus von 30 Prozent verschiedene Situationen anzubieten. In Wien und im Burgenland war die Bilanz ausgeglichen, obwohl es eine lange Nebelphase im Wiener Becken etwa gab, mit gar keinem Sonnenschein - aber das ist im November durchaus typisch.

Sehr trüb war es südlich des Alpenhauptkammes von Osttirol bis zum Mürztal in der Steiermark mit einem Minus von 10 bis 30 Prozent. In Oberkärnten und in der Südsteiermark fehlten gar 30 bis 70 Prozent.

Datenquelle: https://www.zamg.at



[Infoplattform Wissenswertes / 30. November 2018]

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