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Mai 2018 war der viertwärmste in 252 Jahren

Zuletzt war der Mai 1868 so warm

Der Monat Mai 2018 setzte dort fort, wo der April 2018 begonnen hatte: bei einem ungewöhnlich warmen, eigentlich schon heißen Wetter und von einem Frühling kann man dann kaum mehr sprechen. Der April 2018 war der zweitwärmste Aprilmonat seit Beginn der Aufzeichnungen und der Mai 2018 hat es auch auf Platz vier in 252 Jahren Wetteraufzeichnung geschafft. Dabei spielte der Niederschlag keine große Rolle, denn obwohl es im Süden sehr feucht und im Norden sehr trocken war, war es generell deutlich zu warm für einen Mai.

Wetter im Mai 2018: Temperatur

Nimmt man den österreichweiten Durchschnitt, dann war die Temperatur im Mai 2018 um 2,6 Grad Celsius wärmer als in den langfristigen Daten, also dem Durchschnitt der Jahre 1981 bis 2010. Mit dieser Abweichung wurde der Mai 2018 zum viertwärmsten Maimonat seit Beginn der Aufzeichnungen. Noch wärmer waren der Mai 1811, 1868, 1797, sodass der Mai 2018 der wärmste seit 1868 war, also seit genau 150 Jahren.

Neben den Temperaturen selbst sind auch einige andere Werte alamierend im Hinblick auf die Diskussionen rund um den Klimawandel. Dass es am bekannten Observatorium am Sonnblick auf 3.100 Meter Seehöhe nur acht Eistage (= Temperatur ganztägig unter Null Grad Celsius) gab, wo es doch 17 sein sollten, stimmt nachdenklich. Dass es in diesem Mai den frühesten Hitzetag (oder heißen Tag), also einen Tag mit zumindest 30 Grad Celsius im Schatten, gab, ist auch so ein Signal, wohin die Reise ging und geht.

Wie war es regional mit der Temperatur? Vom Flachgau bis zum Weinviertel und auch im Burgenland und in der Oststeiermark gab es die stärksten Abweichungen mit 2,5 bis 3,6 Grad Celsius mehr als im Mai üblich. Von Vorarlberg bis zur Steiermark und Teilen von Kärnten und Osttirol gab es auch noch Abweichungen von 1,5 bis 2,4 Grad. Die geringsten Abweichungen gab es aufgrund der Niederschläge in Kärnten entlang von Drau und Gail, aber selbst dort war es um ein Grad bis 1,4 Grad Celsius zu warm.

Niederschlag im Mai 2018

Ein sehr wichtiges Thema ist der Niederschlag, weil vor allem nördlich der Alpen schon die letzten Monate eine dürftige Ausbeute gebracht haben. Zwar gab es im Mai reichlich Gewitter, weil Höhentiefs für Unruhe sorgten, aber das war in manchen Regionen trotzdem nicht hilfreich. Auf ganz Österreich umgelegt gab es aber doch um zehn Prozent mehr Regen als im Mai üblich. Der Haken steckt aber im Detail.

Denn in Unterkärnten und in der Südsteiermark regnete es um 75 bis 150 Prozent mehr als im typischen Maimonat, während es in weiten Teilen des Bundeslandes Oberösterreich und auch im Salzburger Flachgau sehr trocken blieb. Dort gab es punktuell nur 50 Prozent der üblichen Menge, zum Teil 75 %. Ansonsten war der Regen dem Mai durchaus angemessen.

Sonnenstunden im Mai 2018

Während bei den Temperaturen und beim Niederschlag zum Teil erhebliche Differenzen entstanden sind, gab es bei den Sonnenstunden keine großen Abweichungen. Bezogen auf ganz Österreich gab es um fünf Prozent mehr Sonnenstunden als üblich, von Vorarlberg bis zur Steiermark gab es eine ausgewogene Bilanz, lokal gab es mal um zehn Prozent zuviel oder zuwenig Regen. Von Oberösterreich bis zum Burgenland gab es ein Plus von 10 bis 25 %.

Datenquelle: https://www.zamg.at



[Infoplattform Wissenswertes / 30. Mai 2018]

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