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März 2018 war trüb und kühl

Fast ein Fünftel der Sonnenstunden fehlte

Das Jahr 2018 begann ungewöhlich mild mit einem der wärmsten Jänner seit Beginn der Aufzeichnungen, aber danach setzt das Wetter zum Gegenteil an. Schon der Februar 2018 war ein sehr kalter, denn es gab fast um drei Grad kühlere Werte als im Februar üblich. Und auch der März zeigte sich von der kühlen Seite. Auffällig war, dass es bis Ende März keinen einzigen Tag in Österreich mit 20 Grad Celsius im Schatten gab - in den letzten Jahren hatte man das mitunter schon im Jänner geschafft. Und einher geht die Sachlage auch mit sehr trübem Wetter mit erheblichem Mangel an Sonnenstunden.

Österreich-Wetter im März 2018: Temperaturen

Wenn man österreichweite Durchschnittswerte berechnet, lag der März 2018 um 1,4 Grad Celsius unter den Werten, die ein März bieten sollte. Allerdings ist das nicht so außergewöhnlich, denn der März 2013 war noch kälter. Dann muss man aber schon bis zum Jahr 2006 zurückblättern, um ähnliche Werte vorzufinden. Zumeist war der März eher schon zu warm, 2018 jedoch nicht.

Auffällig waren die vielen Eistage, also Tage, sogenannte Kenntage, an denen die Temperatur unter Null Grad bleibt. Im Burgenland gab es davon statt der üblichen zwei Tage gleich je nach Region drei- bis fünfmal mehr Eistage. Auch die Schneelage war schon ab November beeindruckend, die Skigebiete in den Bergen haben Schneelagen wie schon lange nicht mehr - das Skifahren zu Ostern war diesmal überhaupt kein Problem.

Generell war es von Oberösterreich bis zum Burgenland um 1,5 bis 2,7 Grad kälter als im März üblich. Auch südlich der Mur und Mürz in der Steiermark waren die Temperaturen unterkühlt. In Salzburg, der Obersteiermark sowie in Kärnten und Osttirol gab es ein Minus von 0,5 bis 1,5 Grad zu den üblichen Märzwerten. Ausgeglichen waren die Temperaturen in Westösterreich.

Niederschlag im März 2018

Beim Niederschlag gab es eine Trennlinie durch den Alpenhauptkamm. Nördlich davon war es ungewöhnlich trocken, südlich davon hingegen feucht. Die Nordhälfte des Landes hatte 25 bis 50 % weniger Niederschlag als in einem durchschnittlichen März, nur im Osten wie dem östlichen Weinviertel bis zum Nordburgenland war die Bilanz ausgeglichen. Auffällig war die Trockenheit in Nordtirol mit zum Teil minus 40 % zu den üblichen Werten.

Ganz anders war es im Süden mit einem Überschuss von 25 bis 70 % Niederschlag. In manchen Regionen Kärntens gab es sogar bis zu 150 Prozent Überschuss.

Sonnenstunden im März

Neben der sehr kühlen Temperaturen und zum Teil sehr kalten Nächten war auch der Mangel an Sonnenschein auffällig. Auf Österreich umgerechnet fehlten ganze 19 Prozent an Sonnenstunden im Vergleich zum Durchschnittsmärz. In Oberösterreich war die Bilanz ausgeglichen, in allen anderen Bundesländern fehlten zwischen 10 und 30 Prozent. Besonders trüb war es in der Südsteiermark mit einem Minus von 30 bis 40 %.

Datenquelle: https://www.zamg.at



[Infoplattform Wissenswertes / 3. April 2018]

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