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Juni 2018 um 1,9 Grad zu warm

Trotz Abkühlung im Finale sehr warmer Juni

Der Monat Juni 2018 brachte Österreich zum sechsten Mal in Folge deutliche Abweichungen bei der Temperatur, denn nach dem drittwärmsten Jänner seit Beginn der Aufzeichnungen waren Februar und März deutlich zu kühl und April und Mai deutlich zu warm. Der Juni 2018 bleibt dieser Tradition verbunden und war einer der zehn wärmsten Junimonate seit Beginn der Aufzeichnungen. Das mag erstaunen, denn die letzte Woche brachte eigentlich viel Regen und deutliche Abkühlung, aber davor war es dafür ungleich wärmer als im langjährigen Durchschnitt.

Wetter in Österreich im Juni: Temperatur

Die Temperatur lag im Durchschnitt auf ganz Österreich umgelegt um 1,9 Grad Celsius über dem Wert, der im Juni üblich wäre. Damit war der Juni einer der zehn wärmsten Juni-Monate seit Beginn der Aufzeichnungen und setzte den Trend fort, der seit April mit deutlich überdurchschnittlichen Abweichungen ihren Niederschlag findet.

Dabei gab es durchaus große Bandbreiten. Die ZAMG hat herausgearbeitet, dass es im Juni 2018 im bewohnten Gebiet von 2,7 Grad bis 34,6 Grad Celsius gab. mit 34,6 Grad in Wolkersdorf und Hohenau an der March am 21. Juni 2018 wurde ein neuer Bestwert für 2018 erreicht. Die 2,7 Grad gab es in Weitensfeld in Kärnten, nur zwei Tage später, als die Abkühlung sich ausgewirkt hatte.

Am wärmsten war das Weinviertel mit einer Abweichung von 2,5 bis 3,4 Grad Celsius, dort ist auch die Trockenheit immer mehr zum Problem geworden. Auch eine deutliche Abweichung von 1,5 bis 2,5 Grad gab es von Vorarlberg bis in den Wiener Raum und das Burgenland. 1,0 bis 1,5 Grad zu warm war es in Osttirol, Kärnten und Teilen der Steiermark.

Niederschlag

Das große Thema der letzten Wochen und Monate ist einmal mehr die Trockenheit. Während es im Süden Österreichs immer wieder mehr geregnet hatte als üblich, war es in Oberösterreich, Teilen von Salzburg und Niederösterreich zu trocken. Richtig viel Regen gab es mit der Abkühlung durch das Tiefdruckgebiet, das von Bayern für die letzte Juniwoche nach Österreich kam, doch die Trockenheit konnte damit nur bedingt kompensiert werden.

Was den Juni 2018 betraf, so gab es von Osttirol bis zur Südsteiermark um 25 bis 50 Prozent zu wenig Regen, punktuell war das Defizit sogar auf 70 % gestiegen. In Vorarlberg und Nordtirol gab es auch um 25 bis 50 Prozent zu wenig Regen. Viel Regen gab es hingegen im Traunviertel und im westlichen und südlichen Niederösterreich mit 25 bis 75 Prozent mehr Regen als im Juni üblich. Vor allem die zahlreichen Gewitter sorgten im südlichen Niederösterreich für große Probleme, weshalb der Bezirk Neunkirchen auch zum Katastrophengebiet ausgerufen wurde.

Auf ganz Österreich umgelegt gab es um drei Prozent zu wenig Regen, es war also im Durchschnitt ein recht normaler Monat. Weniger normal war die Faktenlage bei den Gewittern. Es wurden alleine in diesem Juni 36.000 Blitzeinschläge gezählt, seit Jahresbeginn sind es schon 71.000 Blitzeinschläge - der höchste Wert seit dem Jahr 2009.

Sonnenstunden im Juni 2018

Bei den Sonnenstunden gab es eine ausgeglichene Bilanz, wobei es in Vorarlberg, in Nordtirol und Teilen von Kärnten 10 bis 30 Prozent mehr Sonnenstunden gab als im Juni üblich. In Wien, im Nordburgenland und in Teilen von Niederösterreich gab es hingegen um 10 bis 20 Prozent weniger Sonnenstunden als langfristig errechnet.

Datenquelle: https://www.zamg.at



[Infoplattform Wissenswertes / 30. Juni 2018]

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