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Juli 2018 war in Österreich um 1,3 Grad zu warm

Sehr sommerlicher Juli

Der Juli 2018 war laut vorläufiger Wetterbilanz der ZAMG ein sehr warmer Monat mit einer durchschnittlichen Abweichung von 1,3 Grad bei der Temperatur und damit einer der 15 wärmsten Juli-Monate seit Beginn der Aufzeichnungen. Außerdem war er in einigen Regionen sehr trocken verlaufen und bot ein wenig mehr Sonnenstunden als üblich.

Damit widerspricht die Wetterstatistik ein Stück weit den Empfindungen, denn es war wohl warm und das haben alle mitbekommen, aber auch unbeständigt. Immer wieder gab es am Nachmittag einen gewittrigen Regenschauer, doch danach war der Spuk vorbei, es war nur daraufhin sehr schwül und unangenehm. Ein stabiles Sommerwetter war in manchen Regionen nicht häufig anzutreffen. Dabei ergab die Statistik auch, dass es die wenigsten Blitzeinschläge seit 26 Jahren gab.

Wetter im Juli 2018: Temperatur

Die Abweichung bei der Temperatur betrug auf ganz Österreich umgerechnet 1,3 Grad plus, es war also um diesen Wert wärmer, als es im Juli sein sollte und das deckt sich mit den meisten Abweichungen seit Jahresbeginn. Der Juli war schon der fünfte Monat 2018, in dem es in Österreich deutlich wärmer war als es sein sollte, womit das Jahr gute Chancen hat, das wärmste überhaupt zu werden oder zumindest eines der wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen.

Dabei hatte der Juli kühl begonnen, es gab frische Tage, doch mit Fortdauer wurden die Tageshöchsttemperaturen immer höher. Besonders in Ostösterreich gab es zahlreiche Hitzetage - das sind sollte mit mindestens 30 Grad Celsius im Schatten. Besonders oft ist seit Jahren Hohenau an der March genannt, wenn es um die wärmsten Orte in Österreich geht, häufig wärmer als das aufgeheizte Wien oder das traditionell warme Eisenstadt. 2018 hat man es dort schon auf 16 Hitzetage geschafft, üblich wären 8.

Die letzten Tage des Juli 2018 brachten den Beginn der ersten Hitzewelle in Österreich im Jahr 2018, später als in den Vorjahren. Doch dafür brachte dieser Beginn der Hitzewelle unangenehm warme Nächte vor allem in Ostösterreich. Betroffen war nicht nur Wien mit 23 bis 24 Grad Tiefstwert, sondern auch Eisenstadt und kleinere Gemeinden in Niederösterreich und im Burgenland.

Der Beginn des Monats sah anders aus. In Zwettl hatte man am 2. Juli nur 2,3 Grad Tiefsttemperatur erreicht, doch die Temperatur stieg mit Fortdauer. Besonders warm war es im Vergleich zu den langjährigen Daten (1981 - 2010) in Vorarlberg, sowie im Innviertel und im Bogen bis zum Weinviertel und dem Industrieviertel in Niederösterreich. Hier gab es Abweichungen von 1,5 bis 2,6 Grad Celsius. Die anderen Regionen in Österreich waren um 0,5 bis 1,5 Grad wärmer als im Juli üblich.

Niederschlag im Juli 2018

Ein großes Thema ist seit Jahren die Zunahme der Trockenheit. In Oberösterreich und auch in Teilen Salzburgs war schon das Frühjahr ein großes Problem, weil es zu wenig Regen gab. Berichte über viel zu trockene Böden in Vorarlberg sind auch zu nennen und in Wien hatten die Wiesen auch oft eher gelb als grün als Farbe gezeigt.

Diese Trockenperioden setzten sich großteils im Juli fort. Besonders trocken waren dabei das Vorarlberg, aber auch Nordtirol und Oberösterreich bekam zu wenig Regen ab. Das wäre für Juli noch kein Problem, aber man muss es auch langfristig betrachten und zum Beispiel in Linz gab es noch nie so wenig Niederschlag im ersten Halbjahr als im Jahr 2018. Im Juli 2018 selbst gab es von Vorarlberg über das Tiroler Oberland bis Salzburg und Oberösterreich südlich der Donau und auch in Teilen des Waldviertels nur 20 bis 50 Prozent des Regens, der normalerweise im Juli fallen sollte. In den anderen Regionen Tirols und Niederösterreichs, in Wien, im Nordburgenland oder der Südoststeiermark gab es 50 bis 75 Prozent der üblichen Menge.

Allerdings gab es auch Regionen wie entlang der Donau von Tulln bis Hainburg oder im westlichen Weinviertel, wo es um 25 bis 82 Prozent mehr Regen gab als üblich, was vor allem auch daran lag, dass in diesen Zonen immer wieder Gewitter entstanden waren.

Sonnenstunden im Juli

Bei den Sonnenstunden waren die Abweichungen geringer ausgefallen. Österreichweit gesehen gab es um sieben Prozent mehr Sonnenstunden als im Juli üblich. Eine Abweichung von 10 bis 25 Prozent war in Vorarlberg, Oberösterreich, Niederösterreich, Wien und der östlichen Steiermark erreicht worden. Recht trüb war es in Osttirol, in Teilen Salzburgs und in Oberkärnten, wodurch ein Minus von 10 bis 35 Prozent ermittelt wurde. Die anderen Regionen hatten ausgeglichene Werte erzielt.

Datenquelle: https://www.zamg.at



[Infoplattform Wissenswertes / 30. Juli 2018]

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